Laetitia

Bedeutung

Zu meiner großen Freude wurde am 12.02.2014 um 7:35 meine kleine Tocher Laetitia Anouk geboren. Ich hoffe sie wird in ihrem Leben viel Freude schenken und erfahren. Ab und zu gerne auch mal laut.

Ihre Geburt war das aufregendste und schönste, was ich bisher erleben durfte und ich bin sicher es werden noch viel Höhepunkte folgen.

Die technischen Daten:

  •   Gewicht 3240g
  •   Länge 51 cm

Und ein paar Bilder:

IMG_1973DSC_0184DSC_0204

 

Expresshochzeit

Wie schnell kann man eigentlich heiraten?

Diese Frage stellte sich zwischen den Jahren 2013 und 2014 als wir mit einem engen Zeitfenster zwischen Verlobung und dem vorraussichtlichen Geburtstermin konfrontiert waren.

Ziemlich schnell. Man braucht Geburtsurkunden von den entsprechenden Standesämtern (dauert 1-2 Wochen) und dann kann man sich anmelden. Wenn man mit dem Termin nicht wählerisch ist, geht das auch ziemlich kurzfristig.

Wir haben am Donnerstag erfahren, dass wir am Samstag heiraten. Ja, innerhalb der selben Woche :-).

Einziger kleiner Nachteil an so einer Expresshochzeit ist, dass man nicht alle Gäste dabei haben kann, die man sich wünscht. Zum Glück hatten Arne und Bettina spontan Zeit uns an dem Tag zu begleiten (und Fotos zu machen). Und die große Feier mit Gästen wird nachgeholt!

Also kurz zusammengefasst. Seit 11.1.2014 bin ich verheiratet!

Hochzeitsbild

2013

Tja, so wie es aussieht ist das ganze Jahr 2013 vergangen ohne dass ich etwas gepostet hätte.

Sorry.

Naja, eigentlich nicht, denn ich war irgendwie zu beschäftigt mit Erleben als dass ich zum Schreiben gekommen wäre. Das werde ich irgendwann schade finden, wenn es darum geht mich an das Erlebte zu erinnern, aber ich hoffe, noch eine Zeitlang im Moment glücklich leben zu können, ohne dass ich in der Vergangenheit schwelgen müsste…

Pseudopsychoblabla Ende, das ist passiert:

  • Meine Freundin und ich haben beschlossen, zusammenzuziehen. Sie hat den dazu nötigen Versetzungsantrag gestellt.
  • Versetzung  sah nicht so gut aus, deswegen haben wir parallel Plan B in Kraft gesetzt.
  • Nach einer wunderschönen Woche in Barcelona waren wir schwanger (In unserem Alter geht das normalerweise nicht so schnell.  Erwartungswert wären 0,5-2 Jahre Wartezeit. Lag bestimmt an den Tapas.)
  • Versetzungsantrag hat doch geklappt. Innerhalb von einer Woche ein Haus zur Miete in Bad Abbach gefunden.
  • Im August sind wir zusammengezogen.
  • Ach ja, hier sollte ich noch erwähnen, dass die Freundin noch einen Sohn (4) und einen Hund mitgebracht hat.
  • Zusammenziehen und Einleben war deshalb ein bisschen aufwändiger.
  • Seit 4. Advent bin ich verlobt.
  • Silvester zuhause, um den hysterischen Hund zu beruhigen. Trotzdem voll schön.

Ich glaube das war das Wichtigste – evtl. wird der Post geupdated, wenn mir noch was einfällt.

Es gibt noch mehr Neuigkeiten. Bald. Versprochen. Aber jetzt muss ich erstmal los, weil ich gebraucht werde…

Ampelgehampel

Gestern war ich mal wieder im Kino (Dredd, spannend, brutale action, endlich mal wieder ein 3D-Film, bei dem man merkt, dass er 3D ist, aber eigentlich egal). Jedenfalls bin ich mit dem Fahrrad dahin gefahren.

Unterwegs komm ich an eine rote Ampel. Und halte an. (Natürlich, ich halte mit dem Rad _immer_ an roten Ampeln. Hab ja auch Licht am Rad, bin also Vorbild).
Ein anderer Radfahrer (ebenfalls mit Licht, und sogar mit Warnweste [Soll wohl heißen ‚Achtung ich bin kein Vorbild‘]) fährt an mir vorbei, gibt Handzeichen!!! biegt an der roten Ampel rechts ab, umkurvt daraufhin elegant die Verkehrsinsel an der Einmündung der Querstraße, gibt wieder Handzeichen!!! und biegt rechts auf die ursprüngliche Strecke ab.

Rechtlich und praktisch hat er damit natürlich die rote Ampel überfahren (ich glaube sogar zweimal, weil beim zweiten Abbiegen die Ampel auch schon wieder rot war). Von daher wäre es eigentlich schneller gegangen, wenn er einfach grade aus drüber gefahren wäre.
Was sollte also der komische Umweg?

  • Rechts über die Ampel ist nicht so schlimm, wie grade aus?
  • Rote Ampel überfahren = Minuspunkt, aber Handzeichen = Pluspunkt, also in Summe neutral?
  • Ich hab die Ampel schon gesehen, ich respektier sie auch irgendwie, aber ich hab trotzdem keine Lust zu warten?

Also liebe Radfahrer, wenn ihr schon rote Ampeln überfahren wollt, dann steht wenigstens dazu!

Spielzeugheli

Bin ich erwachsen? Nein, noch nicht ganz :-). Ich habe mir einen 3-Kanal IR fernsteuer Spielzeughubschrauber gekauft.

Warum? Weil ich beim Durchgucken von Spielzeugkatalogen (Lieblingslektüre vom 3-jährigen Sohn meiner Freundin noch vor Rabe Socke) festgestellt habe, dass ich einen haben will. Als dann auch noch Aldi einen im Angebot hatte, war das ein klares Zeichen von [höhere Macht deiner Wahl].

Ich habe allerdings nicht bei Aldi gekauft, sondern dem anderen großen Laden mit A.

Das Spielzeug der Wahl heißt Falcon X, ist natürlich blau und hat bunte LEDs. Der Indoor-Heli ist ziemlich klein und nach dem ‚Der-Klügere-gibt-nach‘-Prinzip konstruiert. Die Rotorblätter sind aus einigermaßen flexiblem Kunststoff und klappen sich erst bei Rotation aus, so dass sie sich bei Kollision wieder wegklappen können. Eingebaute MEMS-Gyroskope ermöglichen eine halbwegs stabile Fluglage (wobei, ein ‚wie angenagelt in der Luft stehen‘ wie es in einigen euphorischen Rezensionen heißt, habe ich bis jetzt nicht so direkt beobachtet).

Die Steuerung funktioniert über zwei gegenläufige Hauptrotoren, die im Stand ihr Drehmoment ausgleichen und für eine Drehung eben unterschiedlich laufen. Und einen aufwärts gerichteten Propellor am Heck, der den Heli nach vorn oder hinten kippen kann, um ihn nach vorwärts oder Rückwärts fliegen zu lassen. Also geht Links-drehen, Rechts-drehen, vor, zurück und natürlich rauf und runter. Seitlich kippen kann diese simple Helivariante nicht.

Der eingebaute Akku kann über die mit 6 (in Worten: SECHS!!!) AA-Batterien bestückte Fernbedienung, oder ein USB-Kabel geladen werden und reicht aktuell für ca. eine Viertelstunde Beschäftigung, wobei das nicht nur Flugzeit ist.

Wie fliegt sich das Teil? Also erstmal ist das ganze nicht so einfach, wie es aussieht und erheblich komplizierter als z.B. ein ferngesteuertes Auto. Beim Abheben bricht der Heli meistens etwas in die eine oder andere Richtung aus, bis die Fluglageregelung das Ganze stabilisiert. Steigen und Sinken bedeutet leider nicht, dass man vorsichtig Gas geben kann um dann langsam mit konstanter Geschwindigkeit zu steigen, sondern man hat in der Regel eine gleichförmig Beschleunigte Bewegung, sobald man das empfindliche Gleichgewicht zwischn Auf- und Abtrieb verändert.

Also konkret: Mann gibt Vollgas und es passiert ersmal recht wenig. Dann hebt er ab. Dann steigt er. Mann freut sich. Er steigt immer schneller. Mann reagiert und nimmt Gas weg. Er steigt nicht mehr ganz so schnell aber ist inzwischen ja auch schon fast an der Decke. Mann ist erschrocken und nimmt alles Gas weg. Heli berührt kurz die Decke und fällt dann wie ein Stein runter. Mann ist verzweifelt.

Weitere Schwierigkeiten: Wenn der Heli vorwärts fliegen soll, verliert er natürlich etwas Auftrieb, braucht also gleichzeitig mehr Gas nach oben. Und bei der billigen kostengünstig produzierten Fernsteuerung ist es gar nicht so einfach, nach vorne zu lenken, ohne gleichzeitig eine Drehung auszulösen.

Fazit:

Es fliegt und ich kann es irgendwie lenken. Das ist total cool!!! (Von Kontrolle zu sprechen wäre zu viel gesagt. )

Es sieht nicht aus, als ob es für die Ewigkeit gebaut wäre, aber für gut 20€ muss es das wohl auch nicht. Es ist nicht leicht zu bedienen, aber der Suchtfaktor ist hoch.

Aktueller Flugplan: Vor dem Fernseher starten, über den Couchtisch fliegen und möglichst sanft auf dem augeklappten Bettsofa (1,60x2m) landen. Bei Erfolg freuen.  Wieder starten, wenden und auf Teppich 1 landen. Freuen. Wieder starten und auf Teppich 2 Landen. JUBEL. Falls Heli immernoch aufrecht steht, geht’s nochmal richtung Sofa…

Literaturnobelpreis?

Günther Grass muss ja gerade viel Kritik einstecken für sein Gedicht, über Israel und den Iran. Hab’s eben gelesen und muss sagen, dass ich ausgesprochen schokiert bin. Immerhin ist der Mann eine Ikone der deutschen Literatur und Nobelpreisträger. Und dann sowas…

Mein vernichtendes Urteil:

Scheiß Gedicht, reimt sich nicht!

Crowdfunded Music

Es war einmal vor noch nicht allzulanger Zeit im Internet, da suchte ein Ukuleleanfänger nach Inspirationen. Auf Youtube entdeckte er eine junge Frau die mit großer Begeisterung und begeisternder Ausstrahlung Ukulele-Videos von bekannten Liedern und einigen Eigenkreationen einstellte.  Es war sowas wie Liebe auf den ersten Akkord.

Die junge Frau hatte allerdings noch eine beste Freundin, die ebenfalls Musikvideos aufnahm. Die spielte zwar keine Uklele, dafür aber Gitarre, Banjo, Klavier und alles was sonst noch so rumstand.

Der Anfänger wurde immer fortgeschrittener und die beiden Musikvideoamateure wurden immer professioneller. Letztes Jahr kündigten beide an, ein Album aufnehmen zu wollen und baten ihre Fans um Unterstützung. Auf den Crowdfunding-Seiten pledgemusic und kickstarter sammelten sie Geld dafür. Beide haben ihr Budgetziel weit übertroffen und machten sich eifrig ans Aufnehmen.

Die angekündigten Alben sind jetzt fertig. Es handelt sich um settle down von Julia Nunes und quitters von Lauren O’Connell. Ich finde beide Werke außerordentlich gelungen und bin stolz ein kleines bisschen dabei geholfen zu haben.

Also hört gefälligst mal rein!

MPDC Teil 3b – Hi! Wo?

Urlaub haben heißt nicht immer ausschlafen können. Pick-up für den Trip zum Schnorcheln war um 8:00.  Aber im Nachhinein war es sehr schön quasi in den Sonnenaufgang hinein zu frühstücken. Die Sonne geht hier praktischerweise auch im Sommer zu recht zivilen Zeiten auf.

Die Anreise war relativ langwierig. Mit dem Bus bis zum Fährhafen auf der anderen Seite der Insel, dann noch ca. eine Stunde mit dem Boot. Unterwegs bekamen wir unsere Ausrüstung: Maske, Schnorchel, KEINE FLOSSEN dafür eine SCHWIMMWESTE??? WTF?? Erklärung für die fehlende Flosse war, dass man damit zuviel kaputt machen kann bzw. zuviel Sand aufwirbelt. Ich war sehr skeptisch. Nächste Enttäuschung war der Strand bzw. die mit Bojen abgesperrte Schnorchelzone, die auf den ersten Blick mal verdammt klein aussah. Immerhin waren wir mit die ersten am Strand und konnten uns an den überdachten Tischen gut ausbreiten.

Dann gabs die Einweisung vom Oberguide. Kurz zusammengefasst: Nix anfassen, denn alles steht unter strengem Naturschutz und ist im Zweifelsfall auch hochgiftig. Und die Haie würden so zwischen 12:00 und 14:00 auftauchen. Haie? Okay….

Immerhin war die Weste optional und Flossen brauchte man in dem nicht allzu großen Gebiet eigentlich auch nicht. Und dann gings los.

Ich war noch nicht knietief im Wasser, da hab ich schon Fische gesehen, die doppelt so Groß waren wie alles was ich bisher im Mittelmeer gesehen habe. Und an den Korallen war dann alles zu spät. Fische in allen Gößen und Farben, die man sonst nur aus ‚Findet Nemo‘ oder dem Aquarium kennt. Und das alles so dicht zusammen, dass der kleine Schnorchelbereich plötzlich völlig ausreichend war.

Die Haie kamen leicht verspätet um halb eins. Ich hatte quasi schon aufgegeben, da wurde ich plötzlich von einem überholt.  Etwas mehr als ein Meter lang und ziemlich flott. Und dann waren es drei, vier, sie kamen von allen Seiten und haben mich gepackt und in Stücke gerissen völlig ignoriert.

Nach der Mittagspause waren es dann richtig viele. Auch sehr kleine Babyhaie, bis hin zu 1,5m-Exemplaren und erstaumlich nahe am Strand…

Das frühe Aufstehen hat sich übrigens wirklich gelohnt. Nach uns sind noch viele Boote angekommen und am Ende war es ein ziemliches Gewusel. Und dann ist mir auch der Sinn der Schwimmweste klar geworden. Das scheint beim Malayen, vielleicht sogar beim Asiatenim Allgemeinen recht üblich zu sein, mit Weste zu Schnorcheln. Einige haben sich auch echt angestellt, als hätten sie ‚Schwimmen‘ nur mal im Fernsehen gesehen bevor sie zum Schnorcheln gegangen sind.

Insgesamt ein toller Ausflug und jeden Ringgit und sogar den fiesen Sonnenbrand am Rücken auf jeden Fall wert.

MPDC Teil 3 – Urlaub

Ich sitze gerade in einem geräumigen Chalet in einem Luxuriösen Hotel Resort, mitten im Dschungel, aber trotzdem nur 200m vom Strand. Und schwitze. Und das kam so:

Dienstag ist in Malaysia public holiday, also Feiertag, und wie es in der Firma offenbar auch international Sitte ist, wird in so einem Fall auch am Montag nicht gearbeitet. So ein Pech aber auch.

Irgendwie war mir das bei der Reiseplanung entgangen und so stand ich plötzlich mit einem unerwarteten und deshlab auch unvorbereitetem langen Wochenende da.

Die Kollegen mit Ortskenntnis haben mir empfohlen, das für einen Ausflug nach Langkawi, einer tropischen Insel nördlich von Penang, zu nutzen. Im Gegensatz zur Industrieinsel Penang ist Langkawi eher touristisch erschlossen.

Natürlich war an einem langen WE die kurzfristige Buchungslage etwas kritisch und da ich immer noch nicht cool genug bin, ganz ohne Reservierung durch ein fremdes Land zu reisen, habe ich einen langen Abend mit Suchen verbracht. Leider gab es nur noch zwei Kategorien von Hotels: Super billig und extra teuer. Nach dem Motto – ich gönn mir ja sonst nix – und wann hab ich denn mal wieder die Gelegenheit so einen schicken Urlaub am Tropenstrand zu verbringen, hab ich halt dann etwas (hüstel) oberhalb meiner normalen Kategorie gebucht.

Die Anreise bestand aus vier Etappen: Taxi zum Fährhafen, Schnellfähre nach Langkawi und Check in.

Ersteres war sehr simpel. Das Hotel hatte alles vorbereitet. Der Wagen hat quasi schon auf mich gewartet. Auf der Fähre war es ein kleinwenig beengt – und die Einstellung der Klimaanlage grenzte an Körperverletzung. Aber drei Stunden waren auszuhaten.

Am Fährhafen war Mittagszeit. Leider gab es nur relativ westliche Fast Food Läden zu (vergleichsweise zu Penang) heftigen Preisen. Dafür war das Taxi zum Hotel sehr günstig und jeden Ringgit wert. Die Landschaft hier ist schon der Hammer.

Der schwierigste Teil war der Checkin.  Lange Schlangen von Pauschalturis, überwiegend aus Osteuropa aber auch genug aus der Heimat, vor der Rezeption. Als ich nach einer dreiviertelstunde endlich dran war wollten die meinen Voucher. Nach einiger Diskussion durfte ich die Bestätigungsmail von ebookers ans Hotel weiterschicken, so dass die es ausdrucken konnten.

Nächste Überraschung war, dass mich das Online-Reisebüro in ein Familienchalet mit 2 Schlafzimmern gebucht hatte. Die Frage ‚How many Kids are with you‘ hat mich wirklich zum Schmunzeln gebracht. Praktischerweise konnte ich noch auf ein normales Chalet umgebucht werden.

Für morgen habe ich einen Schnorchelausflug gebucht. Mal schauen, was das tropische Meer so drauf hat.