Das richtige Geschenk

Ich habe ein bischen recherchiert bezüglich, was schenkt man sich zu Weihnachten. Das Thema Geschenke ist ein sehr lustiges und wurde schon von bewährten Humoristen ausgiebig bearbeitet, deshalb fasse ich hier nur kurz zusammen und gebe ein par Lesetips.
Der Klassiker ist von Ephrahim Kishon und beschäftigt sich mit den Gefahren des verabredeten Nichtschenkens. Das führt nur zu einem geheimen Geschenkewettrüsten, dass niemand gewinnen kann. (Was wir uns schenken werden)
Achim Achilles versucht in seiner sensationell komischen Sportkolumne auf Spiegel-Online, durch subtile Hinweise, seine Mona zu bestimmten Geschenken zu animieren und scheitert kläglich.
Und Dilbert-Guru Scott Adams hat ein schlechtes Gewissen, weil er sich mit dem Geschenk für seine Verlobte nicht genug Mühe gibt. (Dilbertblog)
Achilles und Adams zusammengefasst ergibt folgendes Scenario: Frauen äußern konkrete wünsche, die Mann 1:1 umzusetzten hat (ansonsten wird geschmollt und gnadenlos umgetauscht). Frauen bestehen darauf, ihre Männer zu überraschen. Oft sogar mit kreativen, aber praktisch völlig nutzlosen Geschenken. Im schlimmsten Fall hat also Mann, der sein Auftragsgeschenk pflichtgemäß bei Amazon besorgt hat und evtl. sogar in einem Anfall von Sentimentalität auf das Geschenkverpackungsicon geklickt hat, nicht nur ein unbrauchbares Geschenk sondern kriegt noch ein schlechtes Gewissen gemacht, wegen mangelder Kreativität. Mann kann halt nicht immer gewinnen.
So, und jetzt viel Spaß beim Shoppen und Basteln!

In den Schuhen meiner Schwester

Ich habe gestern „In den Schuhen meiner Schwester“ gesehen und fand den Film recht schön. Er gehört definitiv in meine Kategorie ‚Herbstwetterkuschelfilm‘ aber das paßt ja gerade ausgezeichnet. Es geht um das Verhältnis zweier sehr unterschiedlicher Schwestern, die jede für sich mit ihren eigenen Problemen fertig werden muss, die aber gemeinsam unter einer alten, aber unaufgearbeiteten Familientragödie zu leiden haben.
Soviel sei verraten: am Ende wird alles gut, weil Blut ist dicker als Wasser! Der Film ist ein deutliches Glaubensbekentnis an die alten Werte von Liebe und Familie, und berührt mehrmals die oberfläche des Kitsch, ohne sie zu durchbrechen.
Zusammengefasst: Viel Romantik, etwas Witz (der vermutlich in der OF noch besser rüberkommt) und als Bonus Cameron Diaz im Bikini (6.5/10).

King Kong

Habe mir den neuen Film von Peter Jackson, das Remake von King Kong, angesehen. Das Ganze ist ein reiner Special-Effects Film. Will sagen, die Tricks sind gut, und der große Affe sieht verdammt echt aus. Davon abgesehen funktioniert die Geschichte nicht so gut wie bei Herr der Ringe. Wahrscheinlich weil der Film mit 3h eindeutig zu lange ist. Die Jurassic-Park-Dinos hätte man komplett weglassen können, und die King Kong vs. Godzilla Sequenz ist auch eher peinlich. Herrausreißen könnte das ganze das hübsche Gesicht von Naomi Watts, das goldlöckchenumrahmt minutenlang in die Kammera schmachtet. Aber auch der Effekt wird irgendwann überstrapaziert.

Fazit: Hätte großartig sein können, ist aber nur gut geworden. Trotzdem ein Muß, weil tricktechnisch neue Maßstäbe gesetzt werden. 6/10, aber 10/10 für den Affen.

Gefährliche Gedanken

Neulich war ich mal wieder joggen, trabte gemütlich durch den Wald und dachte an alles mögliche. Da ich zur Zeit nur kürzere Distanzen trainiere bin ich selten länger als eine Dreiviertelstunde unterwegs. Ich habe mich gefragt, worüber die echten Langstreckler so nachdenken, die stundenlang unterwegs sind. Dann musste ich darüber nachdenken, worüber ich denn beim Joggen so nachdenke und die aktuellste Antwort war, dass ich beim Joggen darüber nachdenke, worüber ich beim Joggen nachdenke…..

Uh-Oh! Hätte sich in dem Moment noch jemand zwischen meinen Ohren befunden, hätte er ein leises ‚Plopp’ vernommen, als sich mein Bewusstsein ins Nirvana verabschiedete. Ein sehr aufmerksamer Beobachter hätte auch eine Veränderung in meinem Blick wahrnehmen können. Mein Körper hatte vom Fehlen des Bewusstseins aber noch nichts bemerkt und setzte weiterhin tapfer einen Fuß vor den anderen. Einige Augenblicke später hätte aber auch der unaufmerksamste Beobachter bemerkt, dass etwas nicht stimmte, als mein leerer Körper eine Wegbiegung verpasste, mit einem lauten Klatschen gegen einen Baum rannte, rückwärts umfiel und zunächst reglos liegen blieb.
Immerhin wurde dadurch mein Bewusstsein aus seiner Endlosschleife gerissen und in eine schmerzvolle Realität zurückgeworfen.
Seitdem denke ich beim Joggen wieder nurnoch darüber nach, wie weit es noch ist, und was alles weh tut.

Narnia

Habe mir am Sonntag ‚Der König von Narnia‘ angesehen. Insgesamt ein sehenswerter Film, mit guten Effekten und ein par schönen schauspielerischen Leistungen. Besonders Georgie Henley, die die kleine Lucy spielt, ist genial. Allein ihre Mimik macht den Film sehenswert. Gut kommt auch Tilda Swinton als Domina in weis. Trotzdem war ich am Ende nicht ganz begeistert. Von der Story her ist das ganze tendenziell sowas wie Herr der Ringe für Kinder. Und als Kind habe ich die Bücher auch geliebt und verschlungen. Heute finde ich ein par Elemente etwas zu naiv. Evtl. hat mir auch die etwas träge deutsche Synchronisation den Spaß verdorben.
Insgesamt ein ein ordentlicher Film für einen kurzweiligen Kinoabend, aber kein absolutes Muss. (7/10)

Auf Leben und Tod!

Heute morgen bemerkte ich, dass das rückwärtige Schutzblech an meinem Fahrrad entzwei gebrochen war. Als ordentlicher Radfahrer und ADFC-Mitglied bin ich gleich auf dem Heimweg beim Zweirradhändler meines Vertrauens vorbei gefahren und habe mir Ersatz besorgt.

Die Probleme begannen bei der Demontage des alten Schutzblechs. Eine der Halteschrauben sitzt direkt hinter dem Rahmen und ist praktisch nicht zu erreichen. Intelligenterweise handelte es sich um eine Schlitzschraube mit extra-flachem Schlitz und aus extra-weichem Metall. Die Schutzblechseitige Sicherheitsmutter sitzt bombenfest und gegenhalten ist absolut unmöglich. Die Schraube dreht durch, und ich tue es ihr wenige Minuten später nach.

Sämtliche Schraubendreher, Bits, Zangen und sonstige Werkzeuge meines kleinen Haushalts kommen zum Einsatz aber wir erleiden erhebliche Verluste (eine Flachzange ist heftig verbogen) ohne zählbare Fortschritte.

Vom Aussehen ähnelte ich inzwischen Rambo III, natürlich mit kürzeren Haaren und weniger Muskeln dafür aber am ganzen Oberkörper mit schwarzem Kettenfett beschmiert. Nachdem inzwischen mehr als eine Stunde vergangen war, ging es nicht mehr darum, das Fahrrad zu reparieren, sondern es ging ums Prinzip. Ich musste diese Schraube erledigen, und wenn es das letzte war, was ich tue.

Leider waren mir die Ideen ausgegangen so dass mir nichts übrig blieb, als einem taktischen Rückzug anzuordnen. Zurück in meiner Wohnung, kam mir die entscheidende Idee: Ich musste nur das Sägeblatt aus meiner Metallsäge ausbauen, es durch die diversen Rahmenelemente einfädeln und die Schraube langsam und qualvoll zu zersägen.

Das festgeklemmte Sägeblatt konnte ich durch zusammendrücken des Griffs und gleichzeitiges Hebeln aus dem Griffstück befreien. Es verfehlte mein rechtes Ohr um gut 3 cm. Der Rest war einfach.

Das Sägeblatt zwischen Daumen und Zeigefinger einklemmen, den Schmerz ignorieren und geduldig sägen.

Und wenn es die ganze Nacht gedauert hätte! Von wegen ‚der Klügere gibt nach‘. Schließlich konnte ich den Kopf der Schraube mit meinem größten Schraubendreher abhebeln. Was für ein Triumph!
Ursprünglich hatte ich für den Abend andere Pläne gehabt, aber manchmal muss ein Mann eben tun, was ein Mann tun muss!

In diesem Sinne: Gute Nacht!

Wer bin ich?

Multiuser Betriebsysteme fördern Schizophrenie. Natürlich ist es eine Frage der Sicherheit und des guten Stils, dass man sich an seinem Computer mit verschiedenen Identitäten anmeldet, je nachdem, ob man administrieren, surfen, spielen oder, in seltenen Fällen, arbeiten will. Aber es ist nicht gesund. Besonders gefährdet sind diejenigen unter uns, die schon von Natur aus zu einer leichten Paranoia neigen. Die legen nämlich absichtlich besonders viele verschiedene Identitäten an und benutzen ganz absurde sichere Passwörter. Und niemals das selbe Passwort für mehr als eine der Identitäten. Als erstes verwechselt man, welches Passwort zu welcher Identität gehört, später fragt dann der normale User den Administrator im Selbstgespräch um Hilfe. Noch später wird man eingeliefert. Es ist nur eine Frage der Zeit!

Das Licht der Welt

Da liegt er nun vor mir, mein kleiner Weblog. Unvermittelt ist er in mein Leben getreten, nackt und hilflos. Er verlangt Aufmerksamkeit und Zuwendung. Werde ich dieser Verantwortung gerechtwerden können, ihn mit Posts füttern, bis er groß und stark ist, oder wird er eingehen und in der Bedeututungslosigkeit verschwinden?

Jedenfalls hat er am gleichen Tag Geburtstag, wie ich. Wenn das mal kein gutes Omen ist!