My bright future

Nun ist es fix, die Jobsuche wurde erfolgreich abgeschlossen! Ab Mai arbeite ich als Entwicklungsingenieur bei Osram Opto Semiconductors in Regensburg. Damit habe ich noch den April, um die letzten ausstehenden Formalitäten der Promotion zu regeln, Labor und Schreibtisch aufzuräumen, mich von Dresden zu verabschieden und mir meine neue Bleibe in Regensburg zu suchen. Ich halte euch auf dem Laufenden…

Spalier des Grauens

Endlich bewegt sich was und Deutschland kommt der Nichtraucherfreundlichkeit ein großes Stück näher. Die Länder basteln zwar noch an regionalen Regelungen im Bereich Gastronomie (mit zum Teil sehr merkwürdigen Ausnahmen), aber in öffentlichen Gebäuden heißt es schon Raucher raus. Das gilt auch für die Agentur für Arbeit in Dresden, deren Kantine wir regelmäßig zum Mittagessen nutzen.

Nach dem Essen verlassen wir das Gebäude durch einen Hinterausgang vor dem nun, ihr ahnt es bereits, die Raucher ihrem Laster frönen müssen. Der Ausgang ist eine Tür mit normaler Breite von dem aus eine schmale Treppe wenige Stufen hinab zur Straße führt. Früher kam es schon mal vor, dass vor dem Ausgang oder noch innen im Treppenhaus zwei bis drei Raucher standen. Aber seit die neue strengere Regelung in Kraft ist, stehen sich regelmäßig 10-12 Raucher an den Seiten der Treppe gegenüber und qualmen sich an. In der Mitte dieses knapp schulterbreiten Spaliers bildet sich so eine dichte Wand aus Rauch. Und da müssen wir jetzt durch.

Fast perfekt!

Heute hab ich am MBZ meienen Ausstand gefeiert. Dazu gabs unter anderem mal wieder einen Rotweinkuchen. Der erntete wie immer viel Lob (was nix heisst, da 90% aller Wissenschaftler dem Kuchen an sich recht unkritisch gegenüberstehen, vgl. rtisp). Diesmal war ich allerdings sogar selbst ganz zufrieden damit. Entscheidend ist es, den richtigen Punkt zwischen schliff und trocken zu treffen. Ausserdem nur gute Zutaten verwenden! Hier ist das Rezept:

  • 200g weiche Butter
  • 200g Zucker
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 1 Tl. Zimt
  • 1 Tl. Kakao
  • 4 Eier
  • 1/8 l Rotwein
  • 100g-150g Schokostreusel
  • 1 Pk. Backpulver
  • 250g Mehl

Alles gut verrühren und in eine Kastenform geben (fetten, Backpapier oder eine HiTech Silikon-Backform verwenden).
180°C (Umluft 160°C) für eine gute Stunde backen. Nach 10 min. einritzen.

…sehr flexibel…

In meine Bewerbungsanschreiben schreibe ich gerne rein, dass ich sehr flexibel bin. Mittwoch kurz nach zwei klingelt mein Mobiltelefon (jaha, ich hatte es dabei und es war sogar geladen!). Ein potentieller Arbeitgeber wollte mich nochmal sehen und meinte es wäre schon ein bisschen kurzfristig: Könnten Sie morgen? 10:30?

Ich konnte natürlich nicht. Nicht kneifen! Immerhin hatte ich mich ja als sehr flexibel angepriesen. So flizte ich dann ins Sektretariat, hab den Urlaub eingetragen und bin am nächsten morgen gegen sechs ins Auto gestiegen. Inzwischen bin ich bis nach Seeheim weitergereist und erhole mich von stressigen Tagen auf der Straße :-).

Transgene Mosquitos

Heute hab ich von einer schönen neuen Idee zur Ausrottung der Malaria gelesen. Mosquitos sollen so genmanipuliert werden, dass sie den Erreger nicht mehr übertragen.

Schön und gut, aber wie schafft man es, dass sich diese resistenten Mücken in der Natur gegen die Originale durchsetzen?

Ich finde, man sollte die guten Mücken einfärben. Dann erkennt man sofort: Grüne Mücke, beißen lassen. Nicht grün? – PATSCH!

Natürlich wird sich das leider niemals durchsetzten lassen, weil genügend empörte Bedenkenträger lieber Millionen Kinder an Malaria sterben lassen, als zu riskieren, das irgendetwas passiert, was sie sich nicht mal vorstellen können.

Dabei ist doch völlig klar was passiert. Transgene Mosquitos, voller manipulierter Mosquitogene, schwirren durch die Gegend bis sie jemanden stechen. Dabei gelangen natürlich die manipulierten Mosquitogene in die Blutbahn des Opfers, welches sich unvermeidlich verwandelt in…

(tatatataaaaaaaa)

MOSQUITOMAN!

Hmm, was hat der wohl für besondere Fähigkeiten…
… kleiner Typ, sehr behaart, gewaltiger Rüssel….

Arrgh, wie bekomme ich dieses Bild jetzt wieder aus meinem Kopf!

Mittagspause mal zu Hause

Die neunziger Jahre sind lange vorbei und noch immer ist das Handy oder (wie ich es lieber nenne) das Mobiltelefon ein Fremdkörper in meinem Leben.

Es ruft nur selten jemand an oder schickt mir eine SMS. Deshalb schenke ich dem Gerät wenig Aufmersamkeit, es versauert unbeachtet im Rucksack manchmal sogar tagelang ohne Saft im Akku. Falls doch jemand versucht, mich auf dem Mobiltelefon zu erreichen, kann es passieren, dass ich entsprechend lange nicht darauf reagiere. Praktisch alle, die mich kennen, wissen das und kommunizieren mit mir über Email, Weblog oder Festnetz. Deswegen ruft nur selten jemand an oder simmst.

Man könnte sagen: Ein Teufelskreis!

Gelegentlich wird es aber doch ernst und es ist absehbar, dass an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Zeit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Handykommunikation auftritt. Heute Nachmittag war so ein Ernstfall. Vorausdenkend, wie es meine Art ist, habe ich gestern abend den Akku geprüft, für zu leer befunden und deshalb das Gerät über Nacht an die Dose gehängt.

Eben so geistesgegenwärtig war ich dann heute morgen. Um das Klingeln nicht zu überhören, wollte ich das Telefon auf meinen Büroschreibtisch legen. Leider hing es da noch zu Hause an der Ladeschnur.

Ja und deswegen hab ich heute zu Hause mittaggegessen.

Tagebuch eines Skandals

Ein Beziehungsfilm mit Judy Dench und Kate Blanchett. Eine Junge Lehrerin geht trotz glücklicher Ehe mit einem reichlich älteren aber sehr liebevollen Mann (zwei Kinder) mit ihrem 15-jährigen Schüler ins Bett (bzw. auf den Rangierbahnhof). Ihre alte (latent lesbische) Kollegin bekommt die Affaire mit und erpresst damit Aufmerksamkeit und Nähe.
Dench und Blanchett spielen hervorragend. Es gibt ein paar großartige Dialogszenen und einiges über zwischenmenschliche Beziehungen, was zum Nachdenken anregt. Allerdings trägt die wahre Geschichte nicht über den ganzen Film (7/10).

Fortschritt gegen Wahnsinn

Seit ich mit Hilfe eines Elektrobaukastens für Kinder grob verstanden habe, was es mit Strom eigentlich so auf sich hat, kämpfe ich einen ewigen Kampf. Und zwar mit der Beleuchtung meiner Fahrräder. Bzw. seit 16 Jahren kämpfe ich mit der Beleuchtung von DEM Fahrrad.

Es gab Phasen, da lag ich klar vorne. Alle Kabel waren gut verlegt und sorgfältig abisoliert, um Korrosion zu vermeiden. Das Licht funktionierte einfach. Sogar bei Regen.

Dann gab es wieder Phasen, in dem das System seine Macht demonstrierte und mich an den Rand des Wahnsinns zu treiben versuchte. Ein Dynamo, zwei Kabel, zwei Birnchen. Einfacher gehts kaum noch. Trotzdem gibt es mindestens zehn Stellen, an denen was schief gehen kann. Und was schief gehen kann geht schief (sagt der Murphy). Zur Zeit ist wieder so eine Phase. Erst war der Dynamo nurnoch am durchdrehen, dann, nachdem ich diesen ersetzt hatte, brannten mir abwechselnd die Birnchen durch bzw. es lösten sich irgendwelche Kontakte.

(Das mit den Birnchen ist natürlich ein Standardproblem, da vor allem die Rücklichtbirnchen es nicht gut aushalten, wenn sie die volle Dynamoleistung abkriegen.)

Jetzt habe ich mein Rücklicht durch ein LED System mit Kondensator ersetzt. Damit fallen ein paar der prominenten Fehlerquellen weg. Wieviel neue dazukommen bleibt abzuwarten. Ich mache mir jedenfalls keine Illusionen darüber, den Krieg mit dem Licht gewonnen zu haben. Aber vielleicht wenigstens das aktuelle Gefecht…