Offline…

Morgen ziehe ich um und bin dann erstmal offline. Bis die Kommunikationssysteme in der neuen Wohnung in Betrieb gehen werden ein paar Wochen vergehen und wie tolerant mein werdender Arbeitgeber gegenüber nicht so ganz dienstlicher Internetnutzung ist, bleibt noch herauszufinden. Ich werde also bis auf weiteres nicht mehr bloggen und auch per email evtl. etwas schlechter zu erreichen sein.

Wir sehen uns auf der anderen Seite!

Mein Leben in Kisten

Ich bin gerade dabei, mein Leben in handliche Kisten zu verpacken. In 29 Jahren sammelt sich einiges an, selbst wenn man es nicht darauf anlegt. Irgendwie ist es auch schön, wenn man jedes Stück mal wieder in die Hand nehmen muss, selbst wenn das mit der Entscheidung verbunden ist, mitnehmen oder aufgeben. So fahre ich emotional Achterbahn zwischen Vorfreude, Nostalgie und heftigen Niesanfällen durch aufgewirbelten Staub.

Wenn ich darüber nachdenke, was ich alles habe und was davon ich wirklich brauche ist das ein komisches Gefühl. Aber besser so als andersrum!

In Kisten verpack ich mein Leben

Um es weiter zu bewegen.

Jedes Stück wird angesehen,

Soll das wirklich mit mir gehen?

Oder ist es das nicht wert,

Nur Ballast, der mich beschwert?

Doch auch an Trödel hängt mein Herz,

Selbst Krempel führt zu Trennungsschmerz.

So bleibt durch was ich aussortier‘

Ein Teil von mir für immer hier.

Shooter

Richtig gute Action, ausnahmsweise mit einem überzeugenden Plot. Nachdem aber die Fronten geklärt sind steht ein gut gemachter Rachefeldzug im Vordergrund, der das letzte Drittel des Films beherrscht. Der Film zu 99% ohne Lovestory aus und eignet sich damit auch für alle, die grade etwas unromantisch drauf sind. Großes Kino (8/10).

Darum fahre ich mit Helm, so ging es weiter:

Ein paar Tage nach dem Unfall, hat mich die Polizei auf dem Mobiltelefon angerufen und wollte mich als Zeugen vernehmen. Da ich grade ein bisschen Zeit habe und die Idee ganz spannend fand, hab ich mich nicht gewehrt und bin aufs Revier in DD-Plauen gegangen. Ein junger Polizeiobermeister hat mich befragt und dann, wie im Film, meine Aussage in sehr blumigen Sätzen verpackt niedergeschrieben. Leider habe ich in der Aufregung vergessen, ihn um eine Kopie zu bitten. Aber die Mischung aus Satzkonstruktionen, wie ich sie seit der vierten Klasse nicht mehr verwende, mit beamtendeutschen Fachwörtern war wirklich allerliebst.

Schockierend war, wie wenig die Polizei über den Unfall wusste. Nämlich eigentlich gar nix. Nicht mal wo es passierte. Ihr Unfallort war mindestens 200m daneben. Lustigerweise haben sie an ihrem falschen Unfallort ein Fahrrad sichergestellt. Also falls jemand hier in DD ein MTB vermisst, das an der Kreuzung Reichenbacher Str., Fritz-Loeffler Str. angeschlossen war…

Jedenfalls erklärte ich mich noch spontan zu einer Ortsbegehung bereit. Das richtige Rad war auch schon weg, aber der Blutfleck war noch zu sehen. Mal schauen, ob noch was nachkommt.

Filme der Woche: 300 und Last Radio Show

Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen in den Film 300 gegangen, denn mein Eindruck nach den Trailern war: so’n Scheiß.

Diese geringen Erwartungen konnte 300 dann natürlich doch übertreffen. Wenn man darüber hinwegsehen kann, dass der Film als Plädoyer für Eugenik gesehen werden kann und wenn einem martialische Sprüche wie: „Freiheit gibt es nicht umsonst, Freiheit kostet Blut!“ nicht zuviel Galle in den Mund treiben, ist der Film gar nicht so schlecht. Die Machart erinnert an Sin City und Wächter der Nacht. Es wird viel mit Musik und Zeitlupe gearbeitet, die Effekte stehen im Vordergrund. Ich würde 300 als Popcornfilm mit Einschränkung empfehlen (6/10).

Uneingeschränkt empfehlen kann ich den letzten Film von Robert Altman, Last Radio Show. Es geht um die letzte Ausgabe einer Radiosendung, die in einem Theater live vor Puplikum produziert wird. Das Geschehen auf der Bühne, Moderationen, live gesprochene Werbebotschaften und natürlich live gesungene Songs, nimmt im Film genauso viel Raum ein, wie Szenen hinter der Bühne. Dabei gibt es slapstickartige Komik vom Sicherheitschef, großartige Dialoge in der Maske, einen blonden Engel und einen Todesfall. Ich musste oft lachen, der Film ist einfach nur schön (8/10).

Darum fahre ich mit Helm…

Gestern abend war ich auf dem Weg ins Kino Zeuge/Ersthelfer eines heftigen Fahrradunfalls. In Dresden laufen viele Radwege parallel zu den Fußwegen und sind nur durch ein andersfarbiges Pflaster von diesen zu unterscheiden. Diese roten Radspuren verlaufen oft, z. B. an Bushaltestellen, sehr merkwürdig. Das es dabei auch regelmäßig zu gefährlichen Situationen zwischen Fußgängern und Radfahrern kommt ist unvermeidlich.

Gestern war das Problem aber ein Verkehrsschild, das genialerweise zwischen der Radspur und dem Fußgängerbereich, also mitten auf dem Gehweg aufgestellt ist. Der Weg ist an dieser Stelle (Übergang zwischen Bergstraße und Fritz-Löffler-Straße, knapp oberhalb der orthodoxen Kapelle) ziemlich abschüssig und man kommt mit dem Rad ohne Treten in die hohen zwanziger Geschwindigkeiten.

Ein Radfahrer hatte in der Dämmerung offenbar dieses Schild übersehen und war dagegen gefahren. Ich habe nur das Krachen gehört und ihn dann langgestreckt daliegen sehen. Um den Kopf hatte sich schon eine kleine Blutlache gebildet und ich musste das Schlimmste befürchten, aber zum Glück bewegte er sich als ich bei ihm ankam und konnte sogar sprechen.

Es war schon ein glücklicher Zufall, dass ich mein Mobiltelefon dabei hatte, obwohl ich ja eigentlich nur ins Kino wollte, und so konnte ich den Notruf absetzen. Das Schwierigste dabei ist, sich vorher gut zu überlegen, wo man eigentlich steht, damit man eine akkurate Standortbeschreibung geben kann.

Der Verunfallte hatte eine große, stark blutende Platzwunde auf dem Nasenrücken und ein paar ziemlich angematschte Stellen im Gesicht. Da er sich aber ‚gut fühlte‘ und natürlich ziemlich unter Schock stand, war die wichtigste Ersthelfertätigkeit, ihn ohne Gewalt daran zu hindern gleich weiterzufahren.

Der Notarzt war wirklich sehr schnell vor Ort und hat die Sache übernommen. Ich hoffe es war nicht so schlimm wie es aussah und wünsche Kai gute Besserung!

JETZT…

… habe ich abgegeben!

😀

*Tänzchen nach rechts*,

*Tänzchen nach links* ,

*Tänzchen nach vorne*,

*merkwürdige, unkoordinierte Bewegungen mit der Hüfte*,

*Tänzchen zurück*,

🙂 😀 🙂

Schenken macht Freude

Und wie ich gerade erfahre macht Schenken besonders viel Freude, wenn man Sachen verschenken kann, die einem gar nicht gehören.

TEM-Pinzetten in gutem Zustand, fix und fertig aufgeklebte Glimmersubstrate fürs AFM, Skalpelle, Tupfer, Probenschachteln sorgen für leuchtende Augen bei den lieben Kollegen.

ambient conditions

…spielen bei meinen Versuchen eine entscheidende Rolle. Aber wie schreibt man das auf Englisch? Meine erste idee: in ambient conditions. Korrektur vom Chef: at ambient conditions.

Da Leo hier den entscheidenden Hinweis schuldig blieb musste eine googel-Umfrage helfen.

  • „in ambient conditions“ -> 100.000 Treffer. Ich bin also nicht allein in meiner Ahnungslosigkeit
  • „at ambient conditions“ -> 300.000 Treffer. Also schon besser
  • „under ambient conditions“ -> 400.000 Treffer, der Gewinner.

Meine Interpretation: In ist zwar falsch, aber ein weit verbreiteter Irrtum. At und under geht beides, under ist aber etwas beliebter. Weiß es jemand genau?