Meine Sockenneurose

Ich trage gerne Tennissocken. Da die klassischen Weißen aber modegechmacklich verpönt sind und und sich auch wäschetechnisch nicht so toll machen, trage ich meistens Graue oder Schwarze. Von Puma. Diese gibt es billig im praktischen Sechserpack und in zig Varianten. Selbst die Paare innerhalb eines Sechserpacks unterscheiden sich meistens voneinander.

Es gibt verschiedene Grautöne, verschiedene Kombinationen von Sockenfarbe und Pumalogofarbe und verschiedene Logovarianten. Mit der Zeit komm noch dazu, dass jeder Socken eine andere Geschichte hat und die Häufigkeit der Benutzung sich im Grad der Verfärbung und Ausleierung widerspiegelt. So ist es möglich selbst ursprünglich gleiche Socken wieder paarweise einander zu zuordnen.

SockenSockenSocken

Leider verursacht die Vorstellung, mit nicht zusammenpassenden Socken das Haus zu verlassen, bei mir fast körperilche Schmerzen. Es stört mich sogar wenn die Socken unsortiert auf dem Wäscheständer hängen. Also verbringe ich einen nicht unerheblichen Teil meiner Hausarbeit damit, die Socken zu sortieren.

Kaputt

Nach neun Jahren und (sehr konservativ geschätzt) mindestens 1000 gemeinsamen Kilometern hat sich einer meiner Inliner auf seine letzte Reise begeben. Schade nur, dass ich gerade letzten Herbst zum ersten mal neue Rollen gekauft habe…

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Hab‘ ich Fieber oder schwimmt da ein Bieber?

Des isch des noch erlebbe derf!

Vorhin war ich zum ersten Mal hier in der Gegend joggen. Ich bin ohne groß zu planen einfach in den nächsten Wald gerannt und hab mich grob nach Himmelsrichtung orientiert. Schließlich kam ich in eine relativ sumpfige Gegend mit einem Bach direkt neben dem Weg. In dem Bach lag ein Haufen Äste. Das sieht ja fast wie eine Bieberburg aus, dachte ich und schaute mir die Enden der Äste genauer an.

Ich kam zu dem Schluss, dass das doch eher nach Heckenschere aussieht, als nach Bieberzahn. Dann drehte ich mich um und glotze einem richtigen, richtig knuffigen, Bieber mitten in die Knopfaugen. Gibts doch gar nicht!

Bei Gelegenheit werde ich mein Safari-Outfit aus dem Schrank holen, den Foto einpacken und versuchen ein Beweisfoto nachzuliefern.

So long, fröhlichen Montag!

Update: Erwischt!

Bei meinem zweiten Jagdversuch hatte ich Glück.

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Flow on the snow

Der strahlend blaue Himmel hat schmückt sich mit wenigen weißen Wölkchen und Bayerns bester Wetterbericht kündigt 28°C an. Genau richtig also, um über Rauschzustände beim Skifahren zu philosophieren.

Skifahren in alpinem Gelände ist etwas sehr abwechslungsreiches. Deshalb ergeben sich verschiedene Möglichkeiten einen Kick zu bekommen. Man kann also einen ganzen Urlaub lang jeden Tag Skifahren, ohne dass es langweilig wird.

  1. Der Geschwindigkeitsrausch. Am besten bekommt man den auf einer steilen, glatten Piste, die man gut einsehen kann und die in einen Gegenhang mündet oder wenigstens einen weiten Auslauf. Man stellt sich ganz leicht breitbeinig auf die Ski, geht in die Hocke (Knie an die Brust), streckt die Arme nach vorne und ab geht die Luzi. Ich komme dabei auf Geschwindigkeiten um 100 km/h. Das Gefühl ist unbeschreiblich!
    Im Zeitalter der Carvingski kann man sich auch in schnellen Kurven den Kick holen. Mittelsteile, breite ebene Piste, ordentlich Tempo (70 km/h) und dann auf die Kante legen. Die taillierten Ski ziehen einen dann durch die Kurve.
  2. Der Rodeo Rausch. Dabei geht es darum wirklich mit den Skiern um die Kontrolle zu kämpfen. Der Kick entsteht aus der völligen Konzentration und der Entspannung danach. Man braucht schwieriges Gelände, entweder einen Steilhang, eine Buckelpiste oder Tiefschnee. Man fährt so schnell, dass man alle Kraft und Geschicklichkeit braucht um sich auf den Skiern zu halten.
  3. Der leichte Flow. Wenn die Piste nicht allzu schwierig ist, kann man die Steuerung dem Körper überlassen und träumen oder die Aussicht genießen. Ich habe dabei meistens irgendeinen Ohrwurm und denke mir neue Texte zu der Melodie aus.
  4. Der Flow. Die Piste ist etwas schwieriger, vielleicht schon ein bisschen ausgefahren und wellig. Man kann mit dem Gelände spielen. Körper und Kopf sind in harmonischem Einklang. Man denkt sich seine Route 5-10 m vorraus und der Körper setzt das dann im Idealfall perfekt um.
  5. Jedi Skifahren. Das ist der etwas spezielle Kick, den vielleicht nur wenige nachvollziehen können. Skifahren bei Nebel. Dazu sollte man natürlich das Skigebiet schon gut kennen, damit man nicht verloren geht. Bei Nebel gibt es keinen Kontrast zwischen Piste und Himmel, man kann Details wie kleine Unebenheiten oder Schneehaufen nicht mehr erkennen. Der Jedi-Skifahrer fühlt sich seinen Weg. Zu spüren, wie der Gleichgewichtssinn direkt über das Rückenmark die Steuerung des Körpers übernimmt ist einfach ganz großes Kino.

Soviel dazu. In zwei Monaten kann man mit der Planung für DEN Skiurlaub 2008 beginnen. Und bis dahin: Radfahren, Inlineskaten und Schwimmen ist ja auch schön.

Überall Fernsehen!

Wie cool ist das denn? Da hab ich mir vor ca. 2 Jahren einen Aldi Laptop gekauft und mich nicht groß dran gestört, dass da allerlei Gelersch dabei war, das kein Mensch braucht. Z. B. ein DVB-T Empfänger.

Weder in Seeheim, noch in DD konnte man das damals empfangen. Analoges TV kann der Minituner zwar auch, aber in so grottenschlechter Qualität, dass man damit den Rechner auch nicht als DVD-Rekorder verwenden kann. Deshalb landete dieses nützliche Zubehörteil sehr weit hinten in meiner Technikschublade.

Jetzt beim Umziehen fiel es mir natürlich wieder in die Hände. Bloß zum Spaß schau ich mal rein und kriege hier, mitten in meiner Wohnung, 10 Öffentlich-Rechtliche Programme in 1-A-Qualität!

(Nicht dass ich jetzt wirklich mit meinem Laptop fernsehen werde, wo der Fernseher doch gleich nebenan steht und am teuren ‚Kabel‘ hängt, aber dass es prinzipiell geht begeistert mich aus unerfindlichen Gründen gerade sehr!)

Jetzt hab ich eine Küche

Der Campingurlaub in meiner Wohnung nährt sich dem Ende. Seit gestern bin ich stolzer Besitzer einer richtigen Küche!

Mitte Mai hatte ich eine Küchenberaterin im Haus, die mir von meiner Tante in Fürstenfeldbruck empfohlen wurde. Das war eine sehr kleine, ganz entzückend lispelde Thüringerin. Die überforderte mich zunächst mit einer Auswahl möglicher Küchenfronten und ca. 200 Mustern für Arbeitsplattenoberflächen. Während ich diese mit wachsender Verzweiflung duchblätterte, wurde mein Küchenplatz kompetent vermessen und in den Computer übertragen. Nachdem die Farben ausgesucht waren ging es relativ schnell, da ich bezüglich der Einrichtung schon gewisse Vorstellungen hatte und die Lage der Anschlüsse weitere Freiheitsgrade eliminierte.

Nichtmal einen Monat später bekam ich den Anruf von der Montagefirma: Mittwoch ’so gegen acht‘ sollte es losgehen. Da es in der Arbeit grade besonders interessant ist, wollte ich keinen Urlaub nehmen, sondern mich anrufen lassen, wenn die Küche fertig montiert ist. Gegen halb neun wurde ich etwas nervös. Gegen neun war ich ein bisschen sauer. Gegen viertel nach neun kam endlich der große Laster. Aus taktischen Gründen schluckte ich meinen Ärger herunter wies die Handwerker ein und ging arbeiten.

Gegen zwei kam der Anruf, dass die Küche fertig wäre.  Als ich zu Hause angekommen bin, war die Küche noch nicht fertig, weil einer der Handwerker noch ein paar Teile kaufen musste. Ausserdem war der falsche Spülenunterschrank geliefert worden. Aber schließlich und endlich wurde dann doch noch alles (bis auf den Spülenschrank natürlich) fertiggestellt und ich konnte sogar nochmal losflitzen.

Auch wenn es also noch einen Nachtermin geben wird, alles Wesentliche funktioniert und ich kann anfangen zu wohnen :-).

Völlig fehlkonstruierter Handtuchspender

In der Firma haben wir an den Waschbecken so Geräte aus denen man sich Papierhandtücher ziehen kann. Theoretisch wenigstens. Ein genialer Ingenieur, oder vielleicht sogar ein Physiker, hat damit nämlich ein viel zu raffiniertes Konzept umgesetzt.

Das Handtuchpapier liegt als Endlosrolle im Gerät vor. Wenn der User eine ausreichende Länge (naja man braucht wenigstens die doppelte Länge für frisch gewaschene Hände, aber über solche Kleinigkeiten sehen wir mal großzügig hinweg) abgezogen hat, schneidet ein Mechanismus im Innern der Maschine das Papierhandtuch ab.

Der Schneidmechanismus ist natürlich soweit im Innern, dass versehentliche Fingeramputationen ausgeschlossen werden können. Und jetzt kommt der Clue: Durch das Abwickeln wird in der Papierrolle oder deren Halter soviel Drehimpuls gespeichert, dass auch nach dem Abschneiden weiter Papier abgewickelt wird, so dass der nächste User wieder was zum dran ziehen hat.

Leider klappt das nur, wenn man mit ordentlich Schwung zieht. Habt ihr mal versucht, mit nassen Fingern und ordentlich Schwung an einem dünnen Papierhandtuch zu ziehen? Jedenfalls hat dieser großartige Handtuchspender einen manuellen Zwei-Finger-Notbetrieb an der Seite, der _sehr_ häufig zum Einsatz kommt.

Neuer Standort

Mein neues Zuhause in Google Maps.

Zum Laufen ist man sehr schnell im Grünen, zum Radfahren gibts jede Menge Radwege, zum Job sind’s 7 Minuten mit’m Radl. Zum nächsten Kino brauche ich 15 min. und zum Badesee 20.

Ein paar erste Impressionen aus der Regensburger Innenstadt gibts hier:

wurstkuchl.jpg _Die_ Steinerne Brücke Der Dom

Wie nett, ein Bett

Nach etwa 10 Jahren auf der Couch habe ich mir ein richtiges Bett geleistet. Meine Wahl fiel auf Malm von Ikea. Bemerkenswerterweise ist das Bettgestell das billigste Teil vom Bett. Ins Geld gehen Lattenrost und Matratze.

Ach ja, Lattenrost: Falls man so einen Bettchen-rauf-Bettchen-runter Klapplattenrost kauft, sollte man die Klebestreifen am Klappmechanismus am besten dran lassen, oder erst öffnen, wenn der Rost richtigrum im Bett liegt.

Ikea ist ein wirklich cooler Laden (war jetzt ca. 20 Jahre nicht mehr da gewesen). Die Regensburger Filiale liegt bei mir gleich um die Ecke. Ich denke, da bin ich in Zukunft öfter. Zur Zeit laufen Planspiele mit dem Pax Kleiderschranksystem.