Oh wie unromantisch

Ich bin heute aus Zufall im SMS-Vorlagenordner meines dienstlichen Mobiltelefons gelandet. Neben den üblichen Verspätungs- und ich-kann-grade-nicht-telefonieren Nachrichten gibt es auch eine Vorlage für „Ich liebe dich auch“.

Sowas aus der fertigen Vorlage zu schicken, als Antwort auf was auch immer finde ich irgendwie extrem unromantisch. Dadurch verliert es doch jede Bedeutung. Mehr noch: Aus „Ich liebe Dich auch“ wird so ein weiteres Synonym für „Leck mich am Arsch“.

Hätt ich doch bloß nicht in diesen Ordner geschaut.

Dampfdruckschnellkochtopf from hell

Irgendwie habe ich es schon immer gewusst. Schnellkochtöpfe sind eine Erfindung des Toifels. Das gilt besonders für das Modell Stalingrad meiner Oma.

Falls euch mal ein Dampfkochtopf suspekt vorkommt, nehmt ihn vom Herd und fahrt sofort in die nächste Pizzaria (oder zu McDoof wenn ihr’s wirklich so eilig habt). Und kommt erst wieder wenn das Gerät abgekühlt ist.

Lasst euch auf keinen Fall dazu verleiten das Ding vorher anzufassen. Schon gar nicht am Ventil.

120°C heißer Dampf durchdringt mühelos sämtliche Topflappen und macht richtig fiese Verbrennungen.

Schnelles Kochen = gefährliches Kochen! Ein paar Minuten in der Küche ersparen viele Stunden in der Notaufnahme!

(Okay, sooo schlimm wars dann doch nicht. Aber fast. Fröhlichen Montag zusammen!)

Ich bin so toll (Ironie Ende)

Wie sonst ist es zu erklären, dass ich als Amateur in zwei Tagen schaffe, was eine professionelle Sekretärin in zwei Monaten nicht auf die Reihe gekriegt hat?

Es ist zwar noch nicht 100%ig offiziell, aber mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit werde ich meine Dissertation am 16.1.2008 verteidigen.

Da ist noch viel zeit sich verrückt zu machen und sich perfekt vorzubereiten ;-).

Was auch geschieht, hier bleibt ihr auf dem Laufenden.

Welle Teilchen Dualismus

Da es ‚Making Money‘ vom großartigen Therry Pratchett noch nicht als Taschenbuch gibt habe ich in meinen alten Büchern gekramt und beschlossen, der ‚kürzesten Geschichte der Zeit‘ (so eine Art ‚Eine kurze Geschichte der Zeit‘ für Dummies) nochmal eine Chance zu geben.

Gestern abend war das Kapitel über den sogenannten Welle-Teilchen-Dualismus dran. Dieses Thema verfolgt mich inzwischen schon seit über zehn Jahren und ich krieg’s immer noch nicht auf die Reihe.

  • Licht ist eigentlich mehr ne Welle. Die Lichtenergie ist aber gequantelt. Licht hat eigentlich keine Masse, aber einen Impuls. Nagut.
  • Elektronen sind eigentlich mehr Teilchen. Aber sie haben eine Energieabhängige Wellenlänge und können miteinander interferieren. Von mir aus.

Krass wirds, wenn man jetzt dieses berühmte Doppelspaltexperiment macht und die Elektronen _einzeln_ und _nacheinander_ da durch jagt. Obwohl immer nur ein Elektron unterwegs ist und die Elektronen einzeln am Detektor ankommen, bildet sich mit der Zeit ein Interferenzmuster!

Scheiße, wie geht das denn?

Im Buch steht die etwas unbefriedigende Erklärung, dass die einzelnen Elektronen mit sich selbst interferieren.

Ich denke dass ist eine Lüge um die Gehirne der Leser zu schonen. Denn jedes Elektron kann am Detektor nur an einem Ort ankommen. Der Detektor kann sich nicht merken, dass sich dieses eine Elektron eigentlich über die verschiedenen Interferenzstreifen aufgeteilt hat.

Wenn sich aber der Detektor das nicht merken kann, wer merkt sich denn dann wie die bisherigen einzelnen Elektronen geflogen sind? Der Spalt?

So ähnlich. Ich glaube, dass Elektronen nicht nur im Raum eine gewisse Ausdehnung haben, sondern auch in der Zeit. So können auch Elektronen, die mit scheinbar relativ großem zeitlichem Abstand durch den Spalt fliegen doch miteinander interferieren.

Ich bin natürlich zu faul das zu recherchieren. Vielleicht gibt es schon ausgefuchste Theorien darüber. Oder es ist totaler Blödsinn. Keine Ahnung.

Aber diesen komischen Stromteilchen würde ich alles zutrauen!

Schlüsselerlebnis

Drei Jahre in Dresden habe ich vergeblich auf diesen Tag gewartet. Und jetzt ist es passiert. Und das kam so:

Ich wollte eigentlich nur den Koffer aus dem Keller holen. Gleichzeitig war ich aber wohl schon zu sehr mit der Packliste beschäftigt. Und wenn Männer (die wahrscheinlich tollsten Menschen der Welt) irgendwas nicht können, dann sind das zwei Sachen gleichzeitig. Jedenfalls hoffe ich, dass sich die Neurowissenschaften noch zu meinen Lebzeiten weit genug entwickeln, um mir folgende Fehlleistung meines Gehirns schlüssig zu erklären:

Ich dachte noch daran, dass ich ja den Schlüssel brauchen würde. Dann ging ich an das entsprechende Regal, griff mir das Mobiltelefon und verließ die Wohnung. Ich war schon halb die Treppen runter, als mir auffiel, dass sich der Schlüssel irgendwie nicht richtig anfühlte.

Ja, es hätte schlimmer kommen können. Ich hätte mir etwas völlig nutzloses greifen können. Ein Buch oder ein Holzpuzzle, meinen MP3-Player oder eine LED-Stirnlampe. Aber so hatte ich wenigstens ein Telefon mit dem ich den Schlüsselnotdienst anrufen konnte, ohne meine peinliche Situation mit den Nachbarn teilen zu müssen. Und ich konnte Sudoku spielen, während ich auf Rettung wartete.

Der Schlüsseldienst, dessen Nummer meine fürsorgliche Hausverwaltung im Treppenhaus angebracht hatte, hat prima gearbeitet. Ohne was kaputt zu machen war er innerhalb von 30s in meiner Wohnung. (Den Stundenlohn rechne ich mir lieber nicht aus.)

Zu sehen, wie man eine moderne Wohnungstür, die nur ins Schloss gefallen ist, mit primitivsten Mitteln in kürzester Zeit aufmachen kann ohne Spuren zu hinterlassen, war eine interessante Erfahrung. Ich werde jetzt wohl öfter mal zuschließen wenn ich weggehe.

Fröhlichen Montag!

(Don’t trust no one, least yourself!)

Betreuungsgeld

Kinder sind laut und machen Dreck. Außerdem wollen sie ständig was und hören nur selten.

Was passiert also wenn der Staat gratis Betreuungsplätze anbietet? Klar, jede Mutter/Hausfrau bzw. jeder Vater/Hausmann (ja, ich weiß, die gibts fast gar nicht, aber dass ist ja noch kein Grund Randgruppen zu diskriminieren) schafft seinen anstrengenden Nachwuchs schneller in die KiTa als man Kruzifix sagen kann.

Das jedenfalls erwartet die CSU. Damit dieser unerwünschte Kolateralschaden der kostenlosen Kinderbetreuung ausbleibt wollen sie denen, die ihre Kinder persönlich und zu Hause erziehen (wie sich des k’hert) ein Schmerzensgeld Betreuungsgeld zahlen.

Ob man die Leistungen der Vollzeitmamas (bzw. Papas), die zurzeit neben denen, die Kinder und Beruf gleichzeitig auf die Reihe kriegen (müssen) etwas blaß aussehen, besser würdigen kann (vielleicht sogar finanziell), ist ein anderes Thema. Aber im Zusammenhang mit der Verbesserung der Betreuungssituation von Kindern aus finanziell schwachen Familien ist das Betreuungsgeld ein Schuß ins Knie. Denn dieselben Familien, die es sich jetzt nicht leisten können ihre Kinder betreuen zu lassen, würden es sich in Zukunft nicht leisten können auf das Betreuungsgeld zu verzichten.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Betreuungsgeld -> Dagegen!

Ein fast perfekter Moment

Donnerstag morgen (Feiertag) auf A3 zwischen Regensburg und Nürnberg und auf dem Weg nach Hause. Ich fahre auf der hügeligen Strecke über den Donaunebel hinaus in einen sonnigen, bilderbuchbunten Herbstlaubwald. Im Radio singen R.E.M. ‚everybody hurts‘ und ich singe den Refrain wunderschön daneben mit.

Schade, dass ich keine Schokolade in Reichweite hatte.