Ultimate minute Geschenk

Schenken macht Freude. Wenigstens wenn man rechtzeitig eine gute Geschenkidee hat. Andernfalls ist Schenken ein Alptraum!

Die meisten meiner Geschenke hatte ich rechtzeitig besorgt. Allerdings gibt es eine Person in unserer Familie, die etwas schwierig zu beschenken ist. Normalerweise bekommt sie ‚ein Buch‘. Da ihr Lesegeschmack sich aber dramatisch von meinem unterscheidet, kann ich nicht einfach ein Buch schenken, dass ich gut finde und wissen, dass es ihr auch gefällt, sondern muss das Geschenk nach dem Klappentext auswählen. Die Wahrscheinlichkeit auch damit danebenzuliegen grenzt an Sicherheit.

Somit ist also ‚ein Buch‘ nur die Notlösung und ich wartete auf eine bessere Idee. Als optimistischer Mensch warte ich in solchen Situationen bis zur letzten Minute. Als die Idee dann kam, war es leider schon nach der letzten Minute und das Geschenk wäre nicht mehr rechtzeitig geliefert worden. Ich merke mir diese Idee (Gutschein für die Therme in Erding) also für nächstes Jahr.

Amazon hingegen behauptete, noch rechtzeitig liefern zu können. Also suchte ich ‚ein Buch‘ aus und bestellte. Es wurde auch prompt versandt. Am Werktag vor Heiligabend hätte es kommen sollen. Heiligabend bis Mittag hätte es auf jeden Fall kommen müssen. Und als optimistischer Mensch wartete ich solange es ging. Für Um eins war Ladenschluss angekündigt.

Um 12:54 gab ich die Hoffnung auf und stürmte in den Supermarkt um die Ecke und dort zum Bücherregal. Kleine Auswahl erleichtert die Entscheidung. Ich kaufte ‚ein Buch‘ und ging wieder nach Hause.

Dort suchte ich mir eine Rolle Geschenkpapier, nahm sorgfältig Maß und schnitt einen Bogen ab, der sich als genau zwei cm zu klein herausstellte. Nichts leichter, als das mit einem 2 cm Streifen zu beheben.

Naja, einen kurzen Kampf mit vielen losen Papierenden und reichlich Tesafilm später schnitt unter Fluchen ich einen neuen Bogen ab, der in jede Richtung 10cm zu groß war.

Schleife drum, ab unter den Baum und hoffen, dass mich niemand fragt, warum ich genau dieses Buch ausgesucht hatte…

Gemein, gemein…

Neulich war ich beim Blödmarkt, um Geschenke zu kaufen. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass das keine besonders originelle Idee war. Vor allem auf dem Parkplatz herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände.

Nach wenigen Warteschleifen hatte ich Glück und konnte eine der begehrten Lücken ergattern. Auf dem (recht langen) Weg zum Geschäft konnte ich die unterschiedlichen Taktiken der anderen, noch suchenden, Autofahrer studieren. Es gab die Jäger, die ständig im Kreis fuhren, um freie Plätze zu finden und die Camper, die an strategisch günstigen Positionen anhielten um auf Ausparker zu warten.

Am Eingang angekommen, entschloss ich mich zu einem kleinen Streich und ging zielstrebig zurück zum Auto. Sofort heftete sich ein Jäger an meine Fersen. Natürlich kam es schnell zum Konflikt mit dem Camper, der meine Parkreihe belauerte. Beide tauschten ein paar unflätige Gesten durch die Windschutzscheiben und versuchten sich in die jeweils günstigere Ausgangsposition zu manövrieren.

Ich öffnete die Fahrertür und stieg ein. Dann griff ich genüsslich in die Mittelkonsole, wo die Bonbonschachtel steckt. Mit dem süßen Geschmack des Triumphs im Mund stieg ich wieder aus, schloss den Wagen ab, winkte den beiden Parkplatzgeiern fröhlich zu und ging schnell zurück zum Geschäft.

Zum Glück hatten sich die beiden inzwischen so vermanövriert, dass sie mich nicht mehr überfahren konnten.

Ich wünsche euch allen wunderschöne Weihnachten! Und falls mir dieses Jahr nix mehr einfällt, einen guten Rutsch und ein formidables Jahr 2008!

Zukunftspreis für LED-Technologie!!!

Morgen wird der 11. Deutsche Zukunftspreis verliehen (22:15 ZDF). ‚Mein Laden‘, Osram OS, ist nominiert und tritt unter dem Titel ‚Licht aus Kristallen‚ an.

Dabei geht es um LED Innovationen auf drei Ebenen: Dem eigentlichen LED-Chip, dem Chipgehäuse und der Optik.

Im Zentrum steht die LED-Dünnfilmtechnologie, die es durch ein Flip-Chip-Verfahren ermöglicht, die dünne, lichterzeugende Halbleiterschicht vom ursprünglichen Substrat-Wafer abzulösen und auf der Rückseite zu verspiegeln. So kann auch das Licht, das bei den früheren Bauformen im Substrat verschwunden ist, nach vorne ausgekoppelt werden. Die Effizienz von LEDs wurde dadurch dramatisch erhöht.

Ich bin gespannt und drücke den Kollegen die Daumen!

Update: Yessssss!

Frühstückseier

Sie sind braun oder weiß, mittel oder groß aber vor allem eiförmig. Gewissenhafte Menschen kaufen nur die Bio-Variante oder achten wenigstens auf Freilandhaltung. Hauptsache die Hühner sind glücklich.

Fast jeder den ich kenne ißt ab und zu gerne mal ein Ei zum Frühstück. Doch schon bei der Zubereitung scheiden sich die Geister.

Der eine mag es wasserweich, der andere gerne etwas härter. Für die meisten Leute aber, hat das perfekte Frühstücksei überwiegend festes Eiweiß und weitgehend flüssigen Dotter.

Doch wie kommt man zum perfekten Ei? Inzwischen gibt es sehr gute technische Lösungen in Form von automatischen Eierkochern.

Wenn man aber zwischen Brotbackautomaten, Joghurtmaschinen, Mikrowellen, Fritösen, Waffeleisen, Sandwichtoastern und dem ganzen andern technischen Schnickschack keinen Platz mehr findet für den Eierkocher, dann muss man die Eier auf althergebrachte Weise in einem Topf mit kochendem Wasser zubereiten.

Dazu kenne ich zwei Verfahren. Entweder man legt die Eier in den Topf mit kaltem Wasser und läßt sie, sobald es kocht, noch zwei bis drei Minuten drin. Oder man bringt erst das Wasser zum kochen und gibt dann die Eier hinein.

Die erste Methode hat den Vorteil, dass die gesamte Zubereitungszeit etwas kürzer ist und dass man angeblich auf das Anpieken der Eierschale verzichten kann. Es erfreut sich daher bei praktischen Menschen einer gewissen Beliebtheit. Mir ist das aber viel zu ungenau. Alleine zu entscheiden, ab wann genau das Wasser kocht ist sehr heikel.

Die zweite Methode funktioniert recht zuverlässig sobald man die Kochzeit an den Luftdruck und die Eiergröße angepasst hat. Das berühmte fünf-Minuten-Ei ist allerdings viel zu flüssig. Wahrscheinlich waren die Eier zu Omas Zeiten einfach kleiner.

Endgültig gespalten wird die Republik, wenn es darum geht, wie das Frühstücksei zu öffnen ist. Man unterscheidet Klopfer und Köpfer.

Die Klopfer benutzen ihren Eierlöffel, um die Oberseite (oder Unterseite) des Eis genüßlich weichzuklopfen bevor sie die Splitter nach und nach abpopeln.

Die Köpfer greifen zum Messer, holen kurz aus und trennen mit einem saubern Schlag den Eierdeckel ab.

Ich weiß nicht ob es schon Studien darüber gibt, und ich bin gerade zu faul das nachzugoogeln, aber ich bezweifle ernsthaft, dass Klopfer und Köpfer auf Dauer in Frieden zusammenleben können. Den Köpfern geht das umständliche getue der Klopfer nämlich schwer auf die Nerven, während die Köpfer eine gewisse Brutalität mitbringen, die der gemütliche Klopfer an seinem sonntäglichen Frühstückstisch einfach nicht haben möchte.

Meine Methode die Eier zu öffnen ist eine perfekte Kombination der Nachteile beider Methoden. Zunächst versuche ich durch vorsichtiges Klopfen ein paar Sollbruchstellen zu erzeugen. Dann versuche ich mit viel zu viel Unentschlossenheit das Ei zu köpfen und richte dabei meistens eine gewaltige Sauerei mit dem Eidotter an. Schließlich entferne ich durch sorfältiges Popeln die losen Splitter vom Eierrand.

Übrigens frühstücke ich Sonntags meistens alleine.

Zufall?