RTFM – read the fucking mail

Aus gegebenem Anlass suche ich eine Canon Werkstatt zur Garantie-Reparatur meiner Digicam. In den Bedingungen steht, dass dazu die vollständig ausgefüllte Garantiekarte benötigt wird. Amazon hat sich natürlich nicht als Händler in die Garantiekarte eingeschrieben. Das wollte ich geklärt haben, bevor ich die Kamera sinnlos durch die Gegend schicke.

Meine Frage:

Hallo,

leider ist meine Canon SX100 schon nach wenigen Wochen kaputt gegangen.
Sie meldet ‚Objektivfehler-Kamerareset‘ und läßt sich nicht mehr
einschalten. Dazu zwei Fragen:

– Können Sie in etwa abschätzen wie lange so eine Reparatur dauern würde?

– Gilt die Garantiekarte auch ohne Firmenstempel des Händlers?

Vielen Dank und viele Grüße

Die Antwort:

 

Sehr geehrter Herr T.,

gerne können sie uns ihr Gerät zur Reparatur einsenden.

Bei Einsendung genaue Fehlerbeschreibung

(wenn Garantie bitte die Garantieunterlagen -kaufbeleg) beilegen,

ggfs. einen Kostenvoranschlag verlangen.

Der abgelehnte Kostenvoranschlag ist kostenpflichtig.

Mit freundlichen Grüßen
Fotoreparatur

Wenn man mit Kunden korrespondiert, macht es sich gut, den Text zu lesen und nicht nur den Betreff der Mail!

Man kann nicht immer gewinnen…

Der regelmäßige Leser wird wissen, das ich viele der schönsten Stunden meines Lebens in Skiurlauben verbracht habe. Auch dieses Jahr gabs ein paar schöne Momente und es wurde wieder niemand ernsthaft verletzt. Aber unterm Strich bleibt als Fazit nur: Arrrrgh!

Es begann mit der Erkenntnis, dass Halsiberg von Regensburg aus ziemlich schlecht zu erreichen ist. Irgendwie ist da der Bodensee im Weg. Jedenfalls war ich über 7 Stunden unterwegs, zum Teil unter sehr unerfreulichen Verkehrsbedingungen.

Das Ferienhaus war sehr schön und gemütlich und der erste Skitag war uneingeschränkt prima. Man konnte sogar auf einigen Schneeresten bis zur Hütte abfahren.

Doch schon Tag zwei war eine Pleite: Heftiger Sturm, alle Lifte geschlossen. Auf der ersatzweise angesetzten Wanderung musste ich dann das viel zu vorzeitige Ableben meiner nagelneuen Digitalkamera feststellen! Das alleine hätte eigentlich schon gereicht um mir den Urlaub zu vermiesen.

Am nächsten Tag konnten wir zwar wieder Skifahren, aber ich habe überall nur nichtfestzuhaltende Fotomotive gesehen…

Mittwoch war dann wieder Sturm mit warmem Regen, der sämtlichem Schnee unterhalb der Mittelstationen den Rest gab. War aber egal, weil ich inzwischen die fiese Erkältung von meiner Schwester und ihrem Knirps übernommen hatte und es mir richtig schlecht ging.

So konnte ich die verbleibenden zwei Skitage nur halbtags auf die Piste und auch dass nur unter Kopfschmerzen und Ohrensausen.

In der Nacht von Freitag auf Samstag brach dann bei meinen beiden Schwestern ein Magen-Darm-Virus aus, so dass die Ärmsten sich fast die ganze Nacht auf der Toilette abwechseln mussten.

Am übelsten war die Rückfahrt, die genauso lange dauerte wie die Hinfahrt, nur dass ich halt obendrein noch krank war.

Inzwischen geht es mir besser und ich freue mich auf nächsten Winter. Denn es kann nur besser werden!

Komunalwahlkonsequenzen

Man muss die CSU nicht unbedingt mögen. Es gibt sogar einige gute Gründe sie nicht zu mögen. Allerdings hat Bayern, dank der CSU, das konsequenteste Rauchverbot von ganz Deutschland.  Das finde ich gut.

Jetzt haben die Weicheier von der CSU bei der Kommunalwahl ein paar Stimmen verloren und schon fangen sie an rückwärts zu rudern! Da ich am Sonntag auch ein paar meiner 50 Sitmmen an CSU-Kandidaten verteilt habe, fühle ich mich natürlich berufen den Gurken gehörig die Meinung zu geigen:

In den Medien wurde heute verbreitet, dass die CSU-Führung erwägt als Konsequenz aus den Ergebnissen der Komunalwahl vom vergangenen Sonntag die Regelungen zum Nichtraucherschutz wieder zu lockern.

Ich finde es sehr gut, dass Bayern deutschlandweit den Nichtraucherschutz am konsequentesten geregelt hat und ich wünsche mir, dass das auch so bleibt!
Die zunächst verärgerten Raucher werden die neue Situation bald verstehen und akzeptieren. (Es sei denn, sie werden durch fortgesetzte Diskussionen fortwährend an den Verlust ihres Privilegs zur Luftverunreinigung erinnert.) Eine Lockerung der Gesetze würde aber viele Nichtraucher verärgern.
Die Entscheidung für einen wirklich umfassenden Nichtraucherschutz war richtig, bitte bleiben Sie dabei!

Kommunalwahlqual

Monatelang haben die verschiedenen Parteien meinen Briefkasten mit Wahlwerbung geflutet. Einige Kandidaten standen sogar persölich vor der Tür. Heute war es dann soweit: Wahltag.

Als mündiger, verantwortungsvoller Bürger hätte ich die Zeit natürlich nutzen sollen, mich über die Parteien und Kandidaten zu informieren. Hab ich aber nicht gemacht.

So stand ich also völlig unvoreingenommen vor dem Wahllokal und musste mit Entsetzen feststellen, das ich bis zu 50 (in Worten: FÜNFZIG) Stimmen verteilen durfte.

Leider bin ich ideologisch nicht besonders festgelegt, sonst hätte ich einfach eine der Listen ankreuzen können und wäre fertig gewesen. Aber ich hatte natürlich schon den Ehrgeiz das Wahlrecht voll auszukosten und meine Stimmen über mindestens 5 der 8 Wahllisten zu verteilen.

Die erste Herausvorderung war schon der überdimensionale Wahlzettel an sich. Der musste nämlich in geeigneter Weise umgefaltet werden, bis er überhaupt in die Wahlkabine passte.

Dann ging ich die Listen der Kandidaten durch und machte mehr oder weniger zufällig meine Kreuzchen, wenn mir ein Name oder ein Beruf sympathisch vorkam.

Das ist sicher noch nicht die hohe Schule der demokratischen Willensfindung, aber vielleicht habe ich einen kleinen Beitrag gegen die Extremisten geleistet.

Und vielleicht hab ich beim nächsten Mal etwas mehr Ahnung und kann eine qualifiziertere Entscheidung treffen. Denn auch wenn das Wahlrecht uns manchmal quält, sollten wir nie vergessen froh zu sein, dass wir es haben!