Neo-Kommunisten

Heute habe ich ein Flugblatt von einem Arbeiterbund für den Wideraufbau der KPD im Briefkasten gefunden. Ich frage mich gerade ob Neokommunisten genau so Matsch in der Birne sind wie Neonazis. Klar, die Linken sind im allgemeinen harmloser, weil sie mehr auf die Gewalt ihrer Worte als auf die Gewalt ihrer Schlagringe setzten und böse Kapitalisten nicht so schutzlos durch die Gegend tapern wie wehrlose Ausländer. Aber eine massiv gestörte Wahrnehmung der Realität haben beide Seiten gemeinsam.

War ja nicht alles schlecht damals. Klar, die ganzen Juden gleich alle vergasen zu wollen, war vielleicht ein bisschen krass. Und der zweite Weltkrieg war eventuell auch nicht die allerbeste Idee. Hey, aber Deutschland (äh, ich meine natürrrrrlich Toitschlant) gehörte den Deutschen und es wurden Autobahnen gebaut. AUTOBAHNEN, Jawoll!!

Und dann das andere Damals wo ja bekanntlich erst recht nicht alles schlecht war (was unter Eingeweihten soviel bedeutet wie alles war eigentlich besser). Ich zitiere:

Die Kombinate
waren keine Monopole. Sie funktionierten nicht,
indem sie Rohstoffe und Arbeitskräfte und Elend in der
ganzen Welt ausbeuteten.

Die Kombinate funtionierten nicht. Punkt!

Sie gehörten den Arbeitern,
also brauchten sie alle Hände und hatten davon noch viel
zu wenig. Ihre Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften
kannten keine Stillegungsprämien und
schlachteten keine neugeborenen Kälber. Denn sie
brauchten jedes Pfund Fleisch, jeden Quadratmeter
Boden und jedes zeugungsfähige Stück Vieh für das Volk.

Und trotz Einsatz aller verfügbaren Arbeitskräfte, Quadratmeter und Kälber waren jeden Samstagmorgen um acht die Brötchen alle? Da sag ich ma nix zu.

Auch sehr schön:

Gegen den Notstand der Berliner Einverleiber-Republik:
Die Annektierer, der deutsche Imperialismus und
seine Monopole, schaffen sich eine ihnen 1945 verbotene
Polizei, zentral organisiert als Bundespolizei.

Aber Stasi war schon okay, oder?

Kapitalismus (Marktwirtschaft) und Demokratie sind sicher nicht perfekt. Es gibt Schwächen und manchmal sogar große Ungerechtigkeiten. Aber unterm Strich muss man weit reisen, um Länder oder Gesellschaften zu finden in denen es den Menschen besser geht als bei uns. (Und wenn ich weit reisen sage, meine ich sicher nicht Nordkorea oder Kuba).

Fazit: Wiederaufbau der KPD braucht kein Mensch. Und die NPD gehört verboten. Aber richtig!

Ich liebe es, wenn ein Plan funkioniert.

Den entscheidenden Termin in meinem Promotionsverfahren hatte ich am 16.1.. Danach blieb nur noch eine kleine Formalität, für die ich ein Jahr Zeit hatte.

Alles was Zeit hat läuft gerne in Gefahr aufgeschoben zu werden, vor allem wenn es mit einem gewissen Aufwand verbunden ist.

Schließlich konnte ich mich doch aufraffen:

  1. Dokument überarbeiten (Verteidigungsdatum eintragen, Liste der Veröffentlichungen ergänzen, Schreibfehlerdichte veringern).
  2. Termin mit der Bibliothek vereinbaren (letzten Freitag, 9:00).
  3. Freitag frei nehmen.
  4. Mit der Druckerei verhandeln (Auch bei Onlineveröffentlichung braucht man ein paar Printexemplare). Druck in DD zum Abholen Freitag um 8:00.
  5. PDF auf den Hochschul-Schriften-Server der SLUB hochladen und Metadaten eingeben.
  6. Kontrollanruf in der Druckerei, Donnerstag Vormittag.
  7. Nach DD fahren, Donnerstag Abend.
  8. Printexemplare abholen, Freitag um 8:00. (Danke Reprogress, hat prima geklappt!)
  9. Treffen mit der netten Frau Heinrich.
  10. 9:45 Überraschendes Antreffen der ungewöhnlich gut aufgelegten Frau F. und Entgegennahme der Schreibfehlerfreien Urkunde.

Jetzt hab ich’s auch schriftlich!!!

Fröhlichen Montag!

Im falschen Film?

Mädchen und Frauen wohin Mann blickt und auffallend wenige Kerle. Spätestens als beim ‚Sex and the City‘-Trailer hysterisches Kreischen ausbricht, steht fest, dass mein Testostreronspiegel kilometerweit über dem Durchschnitt liegt. In was für einen Film bin ich da bloß geraten?

Juno ist sechzehn geht auf die Hischool und ist aus Versehen schwanger geworden. Wie sie mit der Situation umgeht und wie sich dadurch ihre Beziehungen zu Eltern, Freundin, dem erschrockenen Vater in spe, und den werdenden Adoptiveltern ihres ungeborenen Kindes entwickeln ist Thema dieser niedlichen Komödie.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass sich die Geschichte vielleicht ein kleines bisschen zu glatt entwickelt. Aber grade deshalb ist Juno ein idealer Aprilwetterkuschelfilm und bekommt von mir (7/10) Punkte.

Ps.: Der sehr geniale Soundtrack darf auf keinen Fall unerwähnt bleiben!