So blöd bin ich aber auch nicht…

Treue Leser dieser Seite wissen, das ich so ein kleines GPS-Spielzeug von Garmin besitze. Ein kleiner Nachteil dieses Geräts ist, dass es über die serielle Schnittstelle mit dem PC kommuniziert, die bei neueren Geräten und vor allem Notebooks gerne eingespart wird.

Leider ist mein Schreibtisch PC inzwischen so alt, dass meine modernste Kartensoftware nicht mehr drauf läuft. Und ratet mal, was das Schleppi nicht hat.

Also wenn ich im mal eine Tour mache, plane ich die Route am Schleppi, übertrage die Daten dann per Netzwerk auf ‚die alte Krücke‘ und von da auf das GPS.

Nach der Tour übertrage ich die aufgezeichneten Wegpunkte wieder per altem PC in den Schleppi und gucke, wo ich tatsächlich langgefahren bin.

Ab dem dritten mal fängt diese Methode an zu nerven. Sicher werde ich mir irgendwann in nicht allzuferner Zukunft einen neuen PC leisten,

Die Lösung: Ein Adapter USB->RS232.

Also bin ich zum nächsten Blödmarkt gefahren. Nach 15 min. erfolgloser Eigenrecherche hab ich eine nette blonde Verkäuferin nach dem Adapter gefragt und nach kurzem Nachdenken hat sie mich zum richtigen Regal gefunden.

Da war die Freude groß aber kurz, denn die Auswahl war, äh, übersichtlich und der Preis astronomisch: 24€ und 99 Cents!!!

Ich bin doch nicht blöd! Wenn da jemand blöd ist, dann jawohl die!!!

Also bin ich dann doch wieder im Internet auf Shoppingtour gegangen. Da gibts die Dinger nämlich für Drei-fufzig.

Testosteron

Neulich lag ich träge auf meinem Sofa und zapp(el)te unmotiviert durch alle Kanäle des Kabelfernsehens. Schließlich blieb ich an einem dieser unseriösen Wissenschaftsmagazine des unseligen Privatfernsehens hängen, die ich so gerne sehe, und lernte ein paar neue Sachen über Testosteron:

  1. Wieviel Testosteron man hat, sieht man an der Fingerlänge. Langer Ringfinger (länger als der Zeigefinger) heißt viel Testosteron. Kurzer Ringfinger = Sissi.
  2. Testosteron = Motivation.
  3. Mehr Bewegung, mehr Testosteron.

Da mein Ringfinger nur bei sehr günstigen Lichtverhältnissen länger als der Zeigefinger erscheint, und ich meistens lethargisch auf der Couch liegend dem Bildungsfernsehen zweiter Klasse fröhne, während sich meine Libido in einer dunklen Kellerecke versteckt (vielleicht wars auch ne Spinne; war jedenfalls nicht sehr groß das), muss ich wohl davon ausgehen, dass mein persönlicher Testosteronvorrat unmittelbar nach Ausbildung meiner prächtigen Körperbehaarung erschöpft war.

Dem Problem könnte man natürlich wieder abhelfen, durch mehr Sport. Dazu fehlt mir aber die Motivation (kann ich nix für, liegt am Testosteron, wie mein Ringfinger beweist!).

Ich werde mir jetzt also mal so ein Testosteronpflaster (gibts im Radsportfachgeschäft unter der Ladentheke) auf’n Sack kleben und drauf warten, dass ich Lust bekomme.

Auf Joggen zum Beispiel. Oder Radfahren…

Zeit- und Selbstmanagement Teil 2

Heute war der zweite Tag meines Weiterbildungsseminares und heute wurde es konkreter. Zwar gab es immer noch einige esoterische Anteile, daneben gab es aber auch sehr konkrete Tips und Hinweise, wie man seinen Arbeitsalltag besser organisiert und sein Leben entrümpeln kann.

Es ging um das Kategorisieren und Priorisieren von Aufgaben, um die Balance zwischen Eustress, Entspannung und Frustration. Um realistische Tages- und Wochenplanungen mit den nötigen Pufferzeiten. (Man sollte z. B. maximal 60% seiner Zeit verplanen und mindestens 40% als Puffer vorsehen, eher sogar mehr).

Ich habe jetzt natürlich gute Vorsätze und bin gespannt, ob ich irgendwas umsetzten kann.

Mit dem Leitsatz frei nach Meister Yoda: Es gibt kein Versuchen. Tue es oder tue es nicht!

Zeit- und Selbstmanagement Teil 1

Die Beichte zuerst: Ich bin ein bisschen schlampig, vor allem mit Terminen (Sorry für alle Geburtstage, die ich vergessen habe), und neige zu heftigster Verzettelung, sobald ich mit mehr als einer Aufgabe gleichzeitig konfrontiert bin.

Da meine großartige Firma dankenswerterweise Weiterbildungen anbietet, hielt ich es also für eine gute Idee, an einem Seminar ‚Selbst- und Zeitmanagement‘ teilzunehmen.

Heute war Tag eins und habe bisher gelernt: Gutes Zeitmanagement heißt, seine Zeit nicht auf irgendwelchen SozPäd-Seminaren zu vertrödeln.

Ich bin natürlich ungerecht, denn Selbsterkenntnis ist ja der erste Schritt zur Besserung. Also war heute der große Selbstfindungstag mit lustigen Spielchen. Zum Beispiel saß ich irgendwann mit ‚Liebe‘, ‚Familie‘ und ‚Veränderung‘ in einem Rettungsboot und musste traurigen Blickes zusehen, wie ‚Ehrlichkeit‘, ‚Loyalität‘ und andere mir werte Werte mit der Titanic den Bach runter gingen.

Höhepunkt war eindeutig das Mittagessen, bei dem die Dozentin unvermittelt anfing uns Details der gerade vollzogenen Trennung von ihrem Mann zu erzählen und dabei den Tränen recht nahe kam.

Den Tag durften wir mit einem zehnminütigen Aufsatz zum Thema ‚ICH‘ beenden.

Ich bin sehr gespannt auf morgen und hoffe, dass das nicht wieder so unergiebig wird.

Okay, etwas haben wir ja doch gelernt: Ziele positiv und im Präsens formulieren:

Ich lerne mich besser zu organisieren! In diesem Sinne Tschakkka!!!

Die rettende Idee

Momentan hat die Welt zwei große Probleme:

  1. Das Klima geht gaga.
  2. Das Öl geht alle.

Und beides geht schneller als gut ist.

Während Problem 2 noch weitgehend verdrängt wird (Schuld an den hohen Preisen sind angeblich irgendwelche bösen Spekulanten und nicht das dramatische Auseinanderlaufen von Angebot und Nachfrage), löst Problem 2 schon seit einiger Zeit nervösen Aktivismus aus. Viel ändern wird das nicht, denn zu glauben, dass man durch ‚CO2-Einsparungen‘ alleine noch irgendetwas reißen kann, ist reichlich naiv.

Selbst wenn wir Europäer es schaffen, die Emissionen auf das immer noch viel zu hohe Niveau von 1990 zurückzufahren, werden die eingesparten fossilen Brennstoffe dankbar von den aufstrebenden Schwellenländern verheitzt.

Lange Rede, kurzer Sinn, die einzige Möglichkeit, genug CO2 aus der Atmosphäre zu bekommen, um einen Unterschied zu machen, ist das Zeug aktiv zu entfernen.

Natürlich könnte man das Zeug einfach irgendwo wegpacken. Noch besser wäre es, das CO2 zu spalten und wieder in Energieträger umzuwandeln.

Der sogenannte ‚Biosprit‘ ist die natürliche Variante davon. Aber das kostet Flächen, die man für den Anbau von Lebensmitteln, oder den Schutz von Regenwäldern braucht.

Stattessen möchte ich eine technische Alternative: Eine Maschine, die Sonnenenergie nutzt um CO2 zu spalten und in Methan oder Alkohol umzuwandeln. Die Geräte müssen möglichst robust konstruiert werden, damit sie, einmal aufgestellt, sehr lange wartungsfrei arbeiten können.

Von den Dingern müssen dann Tausende gebaut werden und Überall aufgestellt werde, wo die Sonne scheint. In allen Wüsten oder auf dem Meer. Auf lange Sicht ließen sich so beide Probleme lösen.

Es müsste halt nur gemacht werden.