Müllterror reloaded

Ich habe grade meinen Chip für das neue Abfallmanagementsystem in unserem Haus entgegengenommen.

Woran merkt man, dass die guten alten Zeiten endgültig vorbei sind? – Wenn man nicht mal mehr den Müll runterbringen kann, ohne dass ein Computer im Spiel ist.

Das neue System sieht vor, dass man seinen Restmüll jetzt über eine Schleuse entsorgt und sich vor jedem Einwurf per Chip identifiziert. Die Müllkosten werden dann nicht mehr Pauschal nach Quadratmetern abgerechnet, sondern nach dem Muster Grundgebühr + Anzahl der Einwürfe.

Was genau das System jetzt managt ist mir nicht klar. Jedenfalls hat man uns versprochen, dass wir durch das System bis zu 40% der Entsorgungskosten sparen können. Auch wie das funktionieren soll ist mir nicht wirklich klar.

Nagut, ich habe einen Verdacht:

Angedeutet wird, dass die Einsparung entsteht, weil jetzt alle fleißig den Müll trennen und nicht mehr das ganze gelbe/grüne- Sack-Zeugs einfach in den Restmüll stecken. Allerdings gehe ich davon aus, dass die menschliche Kreativität angesichts von Einsparmöglichkeiten über diese sehr naheliegende und wenig attraktive Option bald hinaus kommen wird.

Ich will gar nicht dürber nachdenken, wo der Müll meiner lieben Nachbarn in Zukunft landen könnte.

Ich überlege schon, meinen Briefkasten zuzukleben und den Vermerk anzubringen „Bitte scannen und per Email schicken“.

Außerdem sollte ich meinen Balkon wahrscheinlich mit feinem Maschendraht absichern, damit da niemand Mülltüten rauf wirft…

Aber egal, die größte Sauerei ist, dass ich jetzt total diskriminiert werde. Wenn ich in meinem Singlehaushalt nämlich Müll sammel, bis ich die Schleusenklappe voll füllen kann, haben die untersten Schichten im Müllbeutel schon ein sehr vortgeschrittenes Verwesungsstadium erreicht. Mir entstehen also zusätzliche Kosten für Duftsprays und Duftkerzen.

In Zukunft erkennt man mich also schon von weitem am Geruch nach Tannenwald mit vergammeltem Hausmüll.

Ach ja, bevor ich’s vergesse: Die Amis suchen doch immer noch diesen Osama bin Laden. Ich glaube, die sollten sich mal in der hiesigen Abfallwirtschaft umschauen….

Parks – wer hat den größten

Neulich kam bei uns die Frage auf, ob der Hyde Park in London größer oder kleiner ist als der Central Park in New York.

Meine Erinnerung hat einigermaßen gepasst. Der Central Park (3,5km²) ist etwa doppelt so groß wie der Hyde Park (1,4km²).

Um dieses sinnlose Ranking noch etwas auszubauen, der der Englische Garten in München (4,2km²) ist noch größer. Der große Garten in Dresden (1,8km²) hat ungefähr das Hyde Park Niveau.

Richtig groß ist der Nationalstadtpark in Stockholm (27km²) der allerdings nicht nur in Stockholm liegt und deshalb eigentlich nicht gezählt werden kann.

Paris hat auch einen sehr großen, den Bois de Boulogne (8,4km²).

Soviel dazu…