Mein persönliches ‚Dschungelcamp‘ – Teil 1

Okay, Dschungelcamp ist vielleicht ein bisschen übertrieben.  Ich schlafe nicht unter freiem Himmel und die direkte Umgebung des Hotels ist eher städtisch – aber ich kann den Dschungel sehen. Er ist nur noch wenige 100m von mir entfernt.

Was noch?  Das Essen von ekligen  Sachen ist (hoffentlich) optional, aber dafür  gibt es auch keine realistische Möglichkeit früher als nach 4 Wochen abzureisen. Mein Instinkt bei Besichtigung der Unterkunft sagt mir, dass mit Kakerlaken oder ähnlichen Mutproben durchaus zu rechnen ist.

Aber ich bin wohl viel zu schnell. Wo bin ich eigentlich? Warum, und wie bin ich hergekommen?

Ich befinde mich auf der Insel Penang vor der Westküste von Malaysia.

Und warum geht man ins Dschungelcamp? Natürlich für Geld und in der wagen Hoffnung, dass es der Karriere förderlich sein könnte 😉

Die Reise beginnt morgens am 28.1. in Regensburg im Schneefall. Das Sammeltaxi ist etwas zu früh dran, aber das ist auch gut so, denn auf der Strecke kommen wir an zwei frischen Schneeunfällen vorbei was das ganze etwas verzögert. Zum Glück sieht es nur nach Blechschäden aus.

Einchecken und Flug mit Singapore Airlines klappt erfreulich gut. Ich halte mich mit Lesen und TV-Serien-Gucken auf dem anständigen Entertainment-System wach. Kinofilme wind immer ein bisschen anstengend auf dem Minibildschirm.

In Singapur ist füher Morgen. Meine innere Uhr sagt mitten in der Nacht. Ich suche und finde ein Café mit Fenster nach Osten. Tageslicht ist am Besten geeignet, die innere Uhr neu einzustellen.

Von Singapur geht es erstmal wieder rückwärts Richtung Nordwest nach Penang. Mein Sitznachbar liest sich erst sämtliche Geldanlagetips der Singapore Sunday Times durch, dann holt er sein iPad raus und spielt Monopoly :-).

Der nächste Kulturschock erwartet mich am Flughafen Penang.  Nach dem Aussteigen geht es durch einen schmalen Gang der zur Hälfte mit allen erdenklichen Buden vollgestellt ist. Besonders Hochprozentiges wird angeboten. Krasser gegensatz zu dem großzügig angelegten und penibel geordneten Luxusflughafen von Singapur.

Nach einigem Suchen finde ich einen Geldautomaten. Welche Karten er nimmt, sagt er nicht. Also probier ich einfach mal die normale Sparkassenkarte und, Wunder der modernen Technik, selbst auf dieser etwas abgelegenen Dschungelinsel kann ich Bargeld abheben :-).

Nächste Neuheit:  Für’s Taxi kauft man sich einen Voucher am Taxi-Kiosk und damit bezahlt man dann den Fahrer.

Das Hotel sieht auf den ersten Blick ganz okay aus. Aber mein Appartment im Hintergebäude kann das Niveau nicht ganz halten. Dafür ist es extrem geräumig ich habe mit drei Schlafzimmern und zwei Bädern mehr Platz als zuhause. In der Küche könnte ich auch kochen – wenn es denn Töpfe gäbe..

So, jetzt hab ich Hunger und werde mich mal auf die Suche nach essbaren Mutproben begeben… Und dann muss ich mich nur noch bis mindestens 9 Uhr abends wach halten, damit der Jetlag schnell am Ende ist…

– Fortsetzung folgt