MPDC Teil 3b – Hi! Wo?

Urlaub haben heißt nicht immer ausschlafen können. Pick-up für den Trip zum Schnorcheln war um 8:00.  Aber im Nachhinein war es sehr schön quasi in den Sonnenaufgang hinein zu frühstücken. Die Sonne geht hier praktischerweise auch im Sommer zu recht zivilen Zeiten auf.

Die Anreise war relativ langwierig. Mit dem Bus bis zum Fährhafen auf der anderen Seite der Insel, dann noch ca. eine Stunde mit dem Boot. Unterwegs bekamen wir unsere Ausrüstung: Maske, Schnorchel, KEINE FLOSSEN dafür eine SCHWIMMWESTE??? WTF?? Erklärung für die fehlende Flosse war, dass man damit zuviel kaputt machen kann bzw. zuviel Sand aufwirbelt. Ich war sehr skeptisch. Nächste Enttäuschung war der Strand bzw. die mit Bojen abgesperrte Schnorchelzone, die auf den ersten Blick mal verdammt klein aussah. Immerhin waren wir mit die ersten am Strand und konnten uns an den überdachten Tischen gut ausbreiten.

Dann gabs die Einweisung vom Oberguide. Kurz zusammengefasst: Nix anfassen, denn alles steht unter strengem Naturschutz und ist im Zweifelsfall auch hochgiftig. Und die Haie würden so zwischen 12:00 und 14:00 auftauchen. Haie? Okay….

Immerhin war die Weste optional und Flossen brauchte man in dem nicht allzu großen Gebiet eigentlich auch nicht. Und dann gings los.

Ich war noch nicht knietief im Wasser, da hab ich schon Fische gesehen, die doppelt so Groß waren wie alles was ich bisher im Mittelmeer gesehen habe. Und an den Korallen war dann alles zu spät. Fische in allen Gößen und Farben, die man sonst nur aus ‚Findet Nemo‘ oder dem Aquarium kennt. Und das alles so dicht zusammen, dass der kleine Schnorchelbereich plötzlich völlig ausreichend war.

Die Haie kamen leicht verspätet um halb eins. Ich hatte quasi schon aufgegeben, da wurde ich plötzlich von einem überholt.  Etwas mehr als ein Meter lang und ziemlich flott. Und dann waren es drei, vier, sie kamen von allen Seiten und haben mich gepackt und in Stücke gerissen völlig ignoriert.

Nach der Mittagspause waren es dann richtig viele. Auch sehr kleine Babyhaie, bis hin zu 1,5m-Exemplaren und erstaumlich nahe am Strand…

Das frühe Aufstehen hat sich übrigens wirklich gelohnt. Nach uns sind noch viele Boote angekommen und am Ende war es ein ziemliches Gewusel. Und dann ist mir auch der Sinn der Schwimmweste klar geworden. Das scheint beim Malayen, vielleicht sogar beim Asiatenim Allgemeinen recht üblich zu sein, mit Weste zu Schnorcheln. Einige haben sich auch echt angestellt, als hätten sie ‚Schwimmen‘ nur mal im Fernsehen gesehen bevor sie zum Schnorcheln gegangen sind.

Insgesamt ein toller Ausflug und jeden Ringgit und sogar den fiesen Sonnenbrand am Rücken auf jeden Fall wert.

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