Ampelgehampel

Gestern war ich mal wieder im Kino (Dredd, spannend, brutale action, endlich mal wieder ein 3D-Film, bei dem man merkt, dass er 3D ist, aber eigentlich egal). Jedenfalls bin ich mit dem Fahrrad dahin gefahren.

Unterwegs komm ich an eine rote Ampel. Und halte an. (Natürlich, ich halte mit dem Rad _immer_ an roten Ampeln. Hab ja auch Licht am Rad, bin also Vorbild).
Ein anderer Radfahrer (ebenfalls mit Licht, und sogar mit Warnweste [Soll wohl heißen ‚Achtung ich bin kein Vorbild‘]) fährt an mir vorbei, gibt Handzeichen!!! biegt an der roten Ampel rechts ab, umkurvt daraufhin elegant die Verkehrsinsel an der Einmündung der Querstraße, gibt wieder Handzeichen!!! und biegt rechts auf die ursprüngliche Strecke ab.

Rechtlich und praktisch hat er damit natürlich die rote Ampel überfahren (ich glaube sogar zweimal, weil beim zweiten Abbiegen die Ampel auch schon wieder rot war). Von daher wäre es eigentlich schneller gegangen, wenn er einfach grade aus drüber gefahren wäre.
Was sollte also der komische Umweg?

  • Rechts über die Ampel ist nicht so schlimm, wie grade aus?
  • Rote Ampel überfahren = Minuspunkt, aber Handzeichen = Pluspunkt, also in Summe neutral?
  • Ich hab die Ampel schon gesehen, ich respektier sie auch irgendwie, aber ich hab trotzdem keine Lust zu warten?

Also liebe Radfahrer, wenn ihr schon rote Ampeln überfahren wollt, dann steht wenigstens dazu!

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