Mission accomplished – Projekt 20 Abschlussbericht

Servus zusammen,

ich weiß ich bin ein schlechter Blogger zur Zeit, aber es war und ist ja auch viel los zur Zeit. Da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll.

Bevor der Sommer endgültig ausbricht, nutze ich die Zeit um etwas zuende zu bringen: Mein Projekt 20, dass ich vor sieben Monaten (Oh, G, wie die Zeit vergeht) großspurig angekündigt habe.

Es war ein guter Winter. Nicht nur was das Skifahren angeht, auch so. Aber die kurzen und die langen Skireisen gehören sicher zu den besonderen Höhepunkten. Am Anfang war der Schnee ein bisschen knapp, aber dann kam immer mehr davon und der Winter wollte gar kein Ende nehmen und so war zu Ostern noch genug da um die Wintersaison angemessen ausklingen zu lassen.

Angefangen hat es im Dezember in Kaprun, wo mir die Ski-Outlaws um Erns Garhammer eine neue Art des Tiefschneefahrens beigebracht haben. Seitdem schlenker ich beschwingt mit den Stöcken, wenn das Gelände schwierig wird (4 Pistentage).

Dann gabs ein im Januar Wochenende in Kirchberg, wo ich wegen der IWEPN-Konferenzen viele gute Erinnerungen habe (2 Pistentage).

Im Februar folgte DER Skiurlaub in Fiss nach bewährtem Rezept: Gute Freude + tolles Skigebiet = super Urlaub (7 Pistentage). Allerdings hatte ich hier auch zwei schwere Stürze, die mir meine Grenzen aufgezeigt haben. Zum Glück gabs nur leichte Blessuren (7 Pistentage).

Der Saisonhöhepunt war der Aldo-Busch-Pokal von Osram, Anfang März, den mein Team aus Regensburg dieses Jahr gewinnen konnte. Einen kleinen Beitrag dazu hat mein denkwürdiger Ausflug in den Langlaufsport geleistet, aber auch im Riesenslalom konnte ich wieder punkten. Lustig wars mit Stefan D., der mich durch die Todesrinne vom Mittager scheuchte. Leider bin ich da mit dem Kopf zuerst wieder rausgekommen, aber ich hätt’s beinahe geschafft (3 Pistentage).

Direkt im Anschluss ging’s ins Zillertal mit der Familie. Mit meinen Eltern und beiden Schwestern mit Familie habe ich eine sehr interessante Woche erlebt. Die lieben Kleinen haben ihren Onkel ganz schön geschafft, aber Lukas stand mit 2,5 Jahren schon auf den Skiern und hatte Spaß dabei (5 Pistentage, 1 Tag Kinderwagenschieben).

Anfang April kam der Osterhase und ich bin schon wieder ins Zillertal gefahren, aber etwas tiefer als davor. In Finkenberg und am Tuxer Gletscher kam die Saison zu einem würdigen Abschluss. Auch wenn ich am Anfang der Reise ziemlich erkältet war und bestätigen kann, dass Skifahren unter Medikamenteneinfluss nicht so der absolute Oberhit ist. Der absolute Oberhit sind die Bratkartoffeln im Spannagelhaus mit 3 Spiegeleiern (4 Pistentage)!

Alles zusammengezählt ergibt das 25 Pistentage. Soviel hab ich früher in 4 Jahren nicht zusammengebracht! Mein Ziel hab ich also locker erreicht. Und jetzt reicht es dann auch mit Winter und Skifahren. Im Moment glaube ich nicht, dass ich diese Skisaison nächstes Jahr toppen kann und werde. Somit wird der Winter 2010 wohl ein ganz besonderer bleiben.

(Hmm, ich habe ne Einleitung, nen Mittelteil, ne Zusammenfassung einen Ausblick, aber irgendwas fehlt… Bilder!)

Ein Wintermärchen

Das war er also, DER Skiurlaub 2010. Diesmal ging es ins Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis, im Westen Tirols. Wir hatten eine  etwas *hüstel* überteuerte FeWo aber immerhin in perfekter Lage, direkt neben der Seilbahn und mit Sauna inklusive.

Ich habs mal wieder probiert, aber Sauna ist echt nicht mein Sport. Ich verstehe einfach denn Sinn nicht sich nackig in eine völlig überheizte Holzkiste zu hocken um sich anschließend selbst mit sehr kaltem Wasser zu traktieren. Das ist doch gelebter Masochismus! Meine Theorie ist, dass die Finnen das erfunden haben, als sie eine Methode suchten, die Wirkung von Bier zu verstärken.

Ich fand den Skikeller am Besten: Tür auf, Ski 25 m weit tragen, anschnallen und los gings. Abends abschwingen, abschnallen, Ski aufheben, 4m in den Skikeller tragen – fertig.

Neben zwei alten Freunden waren diesmal auch zwei nette Regensburgerinnen mit von der Partie. Leider sind die Leute die ich kenne inzwischen so wichtig, dass man sie nicht mehr für eine komplette Woche unter einen Hut kriegt, so dass  wir nur drei Abende lang die komplette Besetzung da hatten.

Was das Skifahren anging, war einiges geboten. Das Skigebiet ist riesig und sehr abwechlungsreich. Die Liftanlagen sind fast ausnahmslos sehr modern. Es gibt flache, breite Abfahrten zum Carven aber auch sehr anspruchsvolle schwarze Pisten und Skirouten.  Außerdem gibt es reichlich Gelegenheit, zwischen die Pisten ins Gelände zu fahren, ohne sich in große Lawinengefahr zu begeben.

Optimal war auch das Wetter: Von Neuschnee bis Sonne war alles dabei, wir konnten jeden Tag fahren.

An die neuen Ski hab ich mich prima gut gewöhnt. Sind wirklich sauschnell :-).

Am Abend wurde gekocht, meistens unter der kreativen Leitung von Michael, der erstaunliches zu Wege brachte, vor allem aus dem übrigen Quark und einer Dose Ananas. Danach wurde gegessen und dann meistens gespielt. Ein Highlight war der Schafkopfkurs.

Entgegen der Tradition war diesmal Samstag nicht nur der Abreisetag sondern wir sind (fast alle) nochmal Ski gefahren. Gute Entscheidung, denn bis zum Späten Nachmittag war Stau extrem angesagt und Brigitte, die gleich morgens gefahren ist, war fast doppelt so lange unterwegs wie normal.

Fazit: Es war ein toller Urlaub und wir sind alle fast ganz gesund wiedergekommen. (Okay, ich hab nen Verband an der linken Hand, aber das war Künstlerpech und ist halb so wild.)

In diesem Sinne: Ski or Die 😉

Ach ja, Projekt 20: 12,5 Tage sind absolviert,  9 gebucht, 4 angedacht: Es schaut nach Übererfüllung der Zielvorgabe aus :-).

Tiefschneekurs

Am Freitag war es endlich soweit: Projekt 20 ist aus der Planungsphase in die Durchführungsphase übergegangen!

Früh um sieben gings von Regensburg nach Kaprun, wo von Samstag bis Montag ein Tiefschneekurs gebucht war. Gegen elf sind wir angekommen und konnten noch 3-4 Stunden bei prima Wetter gescheit auf der Piste fahren.

Am Abend lernten wir dann den Guru der Veranstaltung, Ernst Garhammer, kennen und bekamen gleich mal unser LVS ausgeteilt.

LVS steht für Lawinen Verschütteten Suchgerät, oder auch Lebensversicherung wenn ihr wollt. Das Gerät sendet je nach aktivem Modus Signale aus, oder ortet eben diese Signale, mit dem Sinn, dass man lawinenverschüttete Skischüler finden und ausgraben kann.

Am nächsten Morgen um 08:30 Uhr trafen sich dann 50-60 lernwillige Skifahrer an der Talstation und es folgte die Gruppeneinteilung. Zunächst wurde nach Kursdauer aufgeteilt. Zwei Tage oder drei Tage. Dann wurden die Gruppen wohl nach Fahrkönnen eingeteilt und ich blieb als einer der letzten neben lauter top ausgerüsteten Geländefahrern und dem wahrscheinlich sportlichsten Skilehrer von allen stehen.

Ich schluckte trocken und versuchte mich zu erinnern, was ich damals bei der Anmeldung unter „Fahrkönnen“ eingetragen hatte. „Fährt wie ein junger Gott auf Speed“ hatte ich doch hoffentlich nur gedacht und nicht getippt?

Ich sah mich jedenfalls schon wieder bis in die letzte Mädchengruppe durchgereicht werden, so wie damals beim Mountainbiken.

Als alle Gruppen eingeteilt waren ging es ganz nach oben auf den Gletscher, auf 3000m. Dort gab es die Einweisung in das Lawinenpiepsdingens und ein bisschen Theorie zur neuen Fahrtechnik.

Normalerweise versucht der Schönskifahrer den Oberkörper ruhig zu halten, während die Beine darunter die Bögen machen.  Die von Garhammer propagierte ABS Technik hingegen verlangt, dass man jeden Schwung durch eine schwungvolle Oberkörperdrehung einleitet, die bis in die Skistockspitze durchzuziehen ist.

Das ganze hat ein bisschen was von Kung-Fu-Skifahren und bei uns Anfängern läuft es auf ein wildes Gefuchtel mit den Armen hinaus. Richtig umgesetzt hat es den Vorteil, dass man sehr stabile, kontrollierte Kurven fahren kann und zwar weitgehend unabhängig von der Unterlage. Man kommt also auch im Tiefschnee um die Ecke.

Bis die Umsetzung halbwegs gelingt, vergehen die Kurstage recht schnell. Zumal wir Samstag und Sonntag viele Pausen machen mussten, weil -30°C auch bei guter Kleidung etwas grenzwertig sind zum Skifahren. Lustig, wie einem danach -8°C richtig warm vorkommen können :-).

In der Gruppe bin ich doch ganz  gut mitgekommen, obwohl ich keinen eigenen Anti-Lawinen-Airbag-Rucksack dabei hatte und noch nie in Kamtschatka  oder Kanada beim Heli-Skiing war :-).

Ein Highlight war das Fahren in einer selbst eingefahrenen Buckelspur. Hier kommt eine Variation der ABS-Fahrtechnik zum Einsatz, bei der die Schwünge durch kurze Bewegungen aus dem Unterarm/Skistock eingeleitet werden. Hat viel Spaß gemacht und recht gut funktioniert.

Ich hoffe, dass ich diese Saison noch ein paar Tiefschneetage erleben darf um die Technik mal so richtig auszutesten, auch im Vergleich zu meiner alten Methode.

Projekt 20 ist also auf einem guten Weg: 3,5 Tage absolviert, 14 gebucht, 2,5 offen!

Hier ein paar Impressionen aus den Bergen:

Und hier noch was zum Staunen oder Gruseln:

TeamThirteen

Neue Ski

Urlaub zu hause ist nix für mich, da geb ich einfach zuviel Geld aus. Heute wollte ich ein von unserer Betriebssportgruppe vermitteltes Skiservice-Sonderangebot wahrnehmen. Als ich die Ski aus dem Keller holte, sahen sie aber noch viel schlimmer aus, als ich es in Erinnerung hatte. Deshalb hab ich ersmal nur die Snowblades, die ich als Dauerleihgabe für meine Schwester aufhebe, zum Service gebracht und mir erstmal das Angebot des Skiladens angeschaut.

Tja, was soll ich sagen? Head Supershape in der Magnum Version mit signifikantem Rabatt. Da konnte ich nicht nein sagen.

🙂

So besitze ich zum ersten Mal im Leben wirklich richtig richtig gute Ski und hoffe, dass die Magnum-Variante fast so schnell ist wie der Superspeed, den ich letztes Jahr in Meran hatte, und vielleicht noch ein bisschen besser für’s Gelände taugt.

Skigymnastik – oder das Dämlichste was ich seit langem getan habe

Gute Vorbereitung ist alles. Und da ich das Thema Projekt 20 sehr ernst nehme, bin ich auf das Angebot meiner Betriebssportskigruppe eingegangen und habe mich zur Skigymnastik angemeldet.

Nach zwei Trainingseinheiten ist es nun an der Zeit eine erste Bilanz zu ziehen:

Zunächstmal muss ich darauf hinweisen, dass das Ski in Skigymnastik etwas irreführend ist. Die Betonung liegt eigentlich auf Gymnastik. Nun ja, der Zweck heiligt die Mittel und die Idee bei der Skigymnastik liegt darin, seinen Körper auf die Beanspruchung durch die bevorstehende Skisaison vorzubereiten.

Zum Skifahren braucht man Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht – und Beweglichkeit schadet auch nicht. Also im Endeffekt läuft es auf stinknormale Gymnastik raus.

Apropos stink. Da ich leider der wahrscheinlich einzige Mensch bin, der beim Sport nach Rosen mit Honig und einem kleinen Schuß Vanille riecht bin, ist die Luft in der kleinen Turnhalle und in der Umkleide (Angstschweiß) nicht so ganz erfrischend.

Aber zurück zur Gymnastik: Die meiste Zeit muss man da komische Bewegungen machen. Manchmal mit Armen und Beinen gleichzeitig. Zur Musik. Und im Rhythmus.

Aus meiner ganz eigenen Perspektive spielt sich das ungefähr so ab:

Vorturner bewegt irgendwie die Arme und Beine. Im Rhythmus. Ich schau kurz wie ein Bus und versuche dann das nachzumachen. Klappt nicht. Nochmal gucken. Geht der Arm nach rechts, wenn das Bein nach links geht, oder anders? Klappt wieder nicht. Ah, so ungefähr. Mist, ich mach’s genau andersrum, wie alle anderen. Kurz Pause und dann richtig wieder reinkommen. Mist, wieder falsch. Fast hingefallen. Ogott. Zum Glück kennt mich hier fast keiner. Hat keinen Zweck das. Vielleicht ist mein Schuh offen? Nee, leider nicht. Mach ich halt was anderes. Irgendwie Hopsen und mit Armen und Beinen wackeln. Merkt bestimmt keiner. Oh, strenger Blick vom Vorturner. Nagut einen Versuch noch. Ups, Nachbarn getreten. Sorry. Ich gucke konzentriert auf den Boden und hopse einfach nur hoch und runter. Pfiff, nächste Übung…

Ach ja, zu meiner intuitiven Entscheidung damals in der achten Klasse die Tanzschule zu verweigern gratuliere ich mir hiermit nochmal ganz herzlich.

Jedenfalls ist Skigymnastik eine super Sache, ich werde total fit und wahnsinnig beweglich sein und deshalb werde ich nicht aufgeben. Die eine oder andere kleine Demütigung am Montag abend hat ja schließlich noch keinem geschadet.

Projekt 20

Wenn man morgens aus dem Haus geht, oder abends länger als bis um neun unterwegs ist, kann es einem nicht entgehen:

Der Sommer geht langsam aber sicher seinem Ende entgegen.
Das ist zwar schade, aber nicht sehr, denn nach dem Sommer kommt ja ein (hoffentlich im guten Sinne) turbulenter Herbst und nach dem Herbst kommt – (kurze Pause um Spannung zu erzeugen) – der Winter.

Und für diesen Winter habe ich mir etwas vorgenommen. Bzw. ich habe mir viel vorgenommen. Und meinem Vorhaben habe ich den Titel Projekt 20 gegeben.

Der Name ist Programm und bedeutet, dass ich vorhabe, im kommenden Winter mehr als 20 Skitage auf der Piste zu verbringen.

Das Projekt wird natürlich aus mehreren kleinen und mittelgroßen Teilprojekten bestehen und wenn sich jemand beteiligen möchte, findet sich bestimmt eine Gelegenheit!

Ich freu mich schon drauf!!