Euro – find ich gut!

December 31st, 2011

Seit zehn Jahren haben wir jetzt den Euro statt der D-Mark. Und aus meiner Sicht ist das das beste Argument gegen direkte Demokratie. Ich find den Euro klasse und es gibt viele Fakten die dieses Gefühl untermauern.  Aber wenn ich mir die Leserbriefe und Straßeninterviews zum Thema anschaue, komme ich mir ziemlich einsam vor.

Der Euro war in den letzten zehn Jahren sehr stabil. Nach Meinung der meisten Experten hat die Wirtschaft in Europa und vor allem in Deutschland sehr vom Euro profitiert. Ich kann kreuz und quer durch Europa reisen, ohne Geld zu tauschen und ohne irgendeinen Ausweis zu zeigen. Das ist doch der Hammer.

Trotzdem glaubt der Mann von der Straße, dass wegen dem Teuro alles teuer geworden ist. Als Beweis werden dann dunkel erinnerte D-Mark-Preise von ‘irgendwann in den Neunzigern’ mit den aktuellen Euro-Preisen verglichen. Als ob zu D-Mark Zeiten nie irgendwas teuerer geworden wäre.

Deswegen gibt es wahrscheinlich bald ein Volksbegehren, die D-Mark wieder einzuführen und die Mauer wieder aufzubauen, weil früher eben einfach alles besser war.

Ach ja und dann gibt es da noch die sogenannte Euro-Krise. Diese Krise ist aber in Wirklichkeit eine Staatsschuldenkrise die zustande gekommen ist, weil Politiker strukturelle Probleme lieber verdrängen, kaschieren und durch Haushaltsdefizite verschieben, als sie durch unpopuläre Reformen nachhaltig zu lösen. Von diesem Problem sind bei weitem nicht nur Eurostaaten betroffen. Im Euro-Raum muss es allerdings eine gemeinsame Lösung geben. Das führt zu Diskussionen und die führen zu Aufmerksamkeit und dem falschen Eindruck, dass das Problem hier größer ist, als überall sonst.

Im Maastricht-Vertrag ist ein Verschuldungsziel von <60% des BIP vorgesehen. Nach diesen Kriterien ist auch Deutschland seit 2003 überschuldet mit aktuell ~80%! (Das entspricht ziemlich genau dem Durchschnitt der Euro-Zone)

Ganz düster sieht es in Japan aus mit >200% und die großartigen US of A haben bereits die 100% Marke gerissen.  Einen relativ aktuellen Zwischenstand sieht man hier.

Die Krise bestätigt, was eigentlich schon jeder weiß: Es ist nicht möglich auf Dauer über die eigenen Verhältnisse zu leben, ohne dass das Konsequenzen hat. Für Staaten gilt das gleiche wie für Unternehmen und private Haushalte: Ein Defizit muss die Ausnahme sein und nicht die Regel!

Und weil die Politiker im alltäglichen Wahlkampfwahn die dafür nötige Disziplin niemals durchhalten, muss es dafür strenge Regeln geben, die auch nicht einfach bei Bedarf gebeugt werden können (siehe USA Schuldengrenze).

Das wär doch mal was für’s neue Jahr…

Surf Stick

September 11th, 2011

Ich sitze im Zug zwischen Frankfurt und Regensburg und schreibe einen Post für mein Blog.

Direkt.

Online.

Quasi live.

Nein, ich habe kein Smart Phone. Aus beruflichen Gründe habe ich eine leichte Phobie gegen Touchscreens entwickelt. Ich verwende ein Netbook mit USB-Surf-Stick.

Den erten Test habe ich im Bahnhof absolviert, um zu schauen, welcher Zug wieviel Verspätung hat und ob es sich evtl. lohnt, auf eine andere Verbindung auszuweichen (Die Bahn hat nicht nur Probleme bei Hitze oder Kälte, sondern auch bei Regen).

Die Verbindung funktioniert einwandfrei. Normale Surfen geht fast so gut wie zuhause über wlan.

Die echte Herausvorderung ist natürlich das Surfen vom Zug aus. Hier wo man oft sogar mit dem Handy in Funklöchern landet, hat man natürlich keine durchgehend gute Verbindung mehr.

Der Stick wechselt aber selbständig zwischen UMTS, EDGE und GPRS und schafft es die meiste Zeit irgendeine Verbindung aufrecht zu erhalten.

Die Übergabe ist aber nicht immer flüssig und manchmal komme ich nicht ins Netz, obwohl der Stick Empfang hat.

Insgesamt bin ich recht zufrieden und jetzt fast überall online. Auch wenn ich die Gadgedts dafür noch im Rucksack dabei habe und nicht in der Hosentasche.

Börsenchaos

September 6th, 2011

Ich bin absolut davon überzeugt, dass es eine gute Sache ist, sein Geld langfristig in Aktien anzulegen. Allerdings hab ich irgendwie ein schlechtes Gefül dabei.

Alle Fachbücher, die ich zum Thema gelesen habe (und ich hab schon einige gelesen), sind sich einig, dass man mit Aktien, die man lange hält, gute Renditen erziehlt, wenn man im Crash keine Panik bekommt. Als Argument werden immer sehr langfristige Kursentwicklungen herangezogen.

Wenn man sich die langfristigen Charts z. B. vom Dax mal anschaut, bekommt man den Eindruck, dass sich Mitte der Neunziger was verändert hat.

Ich hab mir ein paar Indizes angeschaut. Es gibt schon Abweichungen untereinander, aber die Tendenz ist die selbe: Seit den 90 sind die Kursanstiege und Abstürze viel extremer geworden.

Zeitlich passt das mit der Einführung elektronischer Handelssysteme an den Börsen zusammen. Ich hab mal irgendwo gehört, dass früher die Zeit, die für Börsengeschäfte benötigt wurde, eine Art Dämpfungseffekt hatte, der durch den elektronischen Handel weggefallen ist.  Vielleicht ist da was dran…

Protected: Oh Guido

September 4th, 2011

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Statement zur Euro-Krise

August 22nd, 2011

Hier das offizielle Statement der Populistischen Panik Partei (PPP) zur sogenannten Schuldenkrise in der sogenannten Eurozone:

Der Euro muss um jeden Preis gerettet werden, außer wenn es was kostet.

Finanzielle Unterstützung nur gegen Sicherheiten! Vorzugsweise in Form von Immobilien auf sonnigen Mittelmeerinseln.

La Paloma Oheeee

August 9th, 2011

Also an alle die es interessiert, ich lebe noch, aber heut war’s einigermaßen knapp.

Bin grad mit Felix und seinen Schwestern beim Segeln und wir machen die holländischen Binnenmeere unsicher. (Wurden heut schon wüst beschimpft, weil wir in der Schleuse allen die Vorfahrt genommen haben).

Segeln ist gar nicht so einfach. Zuwenig Wind ist doof, zuviel ist aber auch nicht gut.

Heute war etwas viel. Knapp über 20 Knoten im Mittel. Wir hatten nur ein kleines Stück vom Vorsegel gesetzt und trotzdem war’s recht sportlich.

Hoffe mal, dass der Wind morgen genau richtig ist, dann macht nämlich mordsmäßig Spaß :-) .

(Das Bild ist von gestern, heute hat sich nur der Captain aus dem Cockpit gewagt.)

 

Verunsicherter Verbraucher

July 21st, 2011

Warum wollte ich das wohl nicht kaufen?

Sauerei

July 3rd, 2011

Heute ist SONNTAG der 3. JULI und das Thermometer auf meinem Balkon hat um 15:00 Uhr exakt 12 (in Worten: ZWÖLF) °C gemessen.

Ich wollte nur festhalten, dass ich das nicht okay finde.

Sexsüchtigenselbsthilfegruppe

May 15th, 2011

Habe grade auf SPON einen Artikel zum Thema Sexsucht gelesen.  Offenbar gibt es zu diesem schwerwiegenden Problem jetzt immer mehr Selbsthilfegruppen. Frag mich nur grade, was passiert, wenn mehrere Sexsüchtige regelmäßig in einem kleinen, schummrig beleuchteten Hinterzimmer zusammen hocken und über Sex reden. Das wär fast so, als ob sich die Anonymen Alkoholiker in einer Bar träfen.

Ein besonders schönes Zitat aus dem Artikel möcht ich euch nicht vorenthalten:

But is too much sex harmful, too? The human body can handle a dose of half a dozen orgasms a day without experiencing any detrimental effects.

Also dann, viel Spaß und fröhlichen Montag!

Rhythmusstörung

April 23rd, 2011

Also ich probier grad ein neues Lied auf der Ukulele aus. Durch ein bisschen Rumprobieren hab ich einen Schlagrhythmus für die Begleitung rausbekommen, der ganz gut passt. Irgendwas Reggae-mäßiges. Aber kein Rhythmus, den wir offiziell im Kurs gelernt haben.

Jetzt würd ich mir den Rhythmus gern notieren, damit ich später nicht wieder ewig rumprobieren muss. Aber sobald ich mich auf den Rhythmus konzentriere um ihn mir bewußt zu merken, krieg ich ihn nicht mehr richtig hin.

Ups, ich bin in nur einem Jahr zum merkwürdigen Musiknerd mutiert :-) .

Frohe Ostertage an alle!!