Filme der Woche: 300 und Last Radio Show

Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen in den Film 300 gegangen, denn mein Eindruck nach den Trailern war: so’n Scheiß.

Diese geringen Erwartungen konnte 300 dann natürlich doch übertreffen. Wenn man darüber hinwegsehen kann, dass der Film als Plädoyer für Eugenik gesehen werden kann und wenn einem martialische Sprüche wie: “Freiheit gibt es nicht umsonst, Freiheit kostet Blut!” nicht zuviel Galle in den Mund treiben, ist der Film gar nicht so schlecht. Die Machart erinnert an Sin City und Wächter der Nacht. Es wird viel mit Musik und Zeitlupe gearbeitet, die Effekte stehen im Vordergrund. Ich würde 300 als Popcornfilm mit Einschränkung empfehlen (6/10).

Uneingeschränkt empfehlen kann ich den letzten Film von Robert Altman, Last Radio Show. Es geht um die letzte Ausgabe einer Radiosendung, die in einem Theater live vor Puplikum produziert wird. Das Geschehen auf der Bühne, Moderationen, live gesprochene Werbebotschaften und natürlich live gesungene Songs, nimmt im Film genauso viel Raum ein, wie Szenen hinter der Bühne. Dabei gibt es slapstickartige Komik vom Sicherheitschef, großartige Dialoge in der Maske, einen blonden Engel und einen Todesfall. Ich musste oft lachen, der Film ist einfach nur schön (8/10).

2 Responses to “Filme der Woche: 300 und Last Radio Show”

  1. Jana says:

    :-)
    Meine Lieblingscomicheldin ist ja bekanntlich Nemi und ich verlinke auf den entsprechenden Strip zum Film 300.

    Da es auf norwegisch ist, sollte ich es vielleicht kurz übersetzen:
    “Endlich ein ziemlich guter Pornofilm für Frauen.”
    Das war mit Sicherheit nicht die Absicht der Regisseure :-D

  2. Arne says:

    Deine Beschreibung von Last Radio Show erinnert mich etwas an Radio no jikan, dass wir seinerzeit im studentischen Filmkreis zu sehen bekamen. Wenn Last radio Show nur halb so lustig ist, ist der Film eigentlich ein Muss!

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