Wie vor kurzem angedeutet hat mich meine Sony W1 Digitalkamera in letzter Zeit immer öfter im Stich gelassen. Vor allem draußen.
Eine Digicam, die im Skiurlaub nicht einsatzbereit ist, ist natürlich völlig indiskutabel. Also habe ich einen Sonntagnachmittag investiert, um Ersatz zu beschaffen.
Obwohl ich jetzt natürlich ein paar Memorysticks übrig habe, habe ich mich diesmal gegen Sony entschieden. Ich kenne nämlich außer mir noch jemanden, der mit dem gleichen Modell ähnliche Schwierigkeiten hat. Und technische Geräte, die kaputt gehen, bevor sie hoffnunglsos veraltet sind, werden meinen hohen Qualitätsansprüchen nicht gerecht.
Meine Internetrecherche ergab relativ schnell, dass Canon bei vielen Tests überdurchschnittlich gut abgeschnitten hat. Ich suchte ein Modell mit viel Schnickschnack, das aber nicht zu groß für die Jackentasche sein durfte.
So viel meine Wahl schließlich auf die Canon Powershot SX 100 (Oh, Mist, die haben den Preis gerade gesenkt).
Die coolsten Features sind der optische (!) 10x-Zoom und eine mechanische Bildstabilisierung. Die manuellen und halbautomatischen Aufnahmemodi lassen keine Wünsche offen, was nicht heißen soll, dass der Vollautomatikmodus schlecht wäre. Die Cam hat leicht übertriebene 8 Megapixel auf einem etwas zu kleinen Chip, was natürlich die Gefahr von verrauschten Bildern mit sich bringt. Tatsächlich tritt das Bildrauschen schon ab ISO 200 deutlich zu Tage.
Zum Schnickschnack gehört auch eine Gesichtserkennung, die mich bisher aber noch nicht sonderlich beeindrucken konnte. Die SX 100 wird mit zwei AA-Zellen betrieben, kann also auch mit Batterien gefüttert werden, falls man mal für länger irgendwo ohne Strom unterwegs ist.
Insgesamt waren die ersten Testbilder sehr überzeugend. Vom Makromodus bis hin zum maximalen Zoomfaktor arbeitet die Optik praktisch frei von Verzeichnungen. Der automatische Weißabgleich funkioniert viel besser als bei meiner alten, die Farben kommen realistischer rüber.
Was gibts zu meckern? Die Abdeckung der USB-Buchse im Plastikgehäuse macht keinen sehr stabilen Eindruck. Und leider benötigen Canon-Kameras einen TWAIN-Treiber, anstatt sich einfach als USB-Laufwerk zu verbinden. Ist sicher Geschmackssache, aber ich fände letzteres praktischer und angenehmer.
So, Bilder sagen mehr als 1000 Worte, also hier ein paar Beispiele:
Plasmakugel:
Nachts vom Balkon 1 Sekunde belichtet (aufgelegt aber von Hand ausgelöst):
Zum Vergleich das selbe mit der alten:
Makromodus:
Die Starkenburg, rangezoomt:
Auf den ersten Blick unscheinbar, aber ich finde das sehr spektakulär. Der Mond bei maximalem Zoom, aus der Hand fotographiert:
Ich hoffe, das Gerät kann seine vielversprechenden Ansätze in der Praxis (also beim Skifahren
) bestätigen!