Archive for the ‘Sonstiges’ Category

Und so führte eins zum anderen…

Saturday, February 27th, 2010

Es war einmal Ende letzten Jahres, als mein Schwager zufällig am Mediamarkt vorbei kam. Dort gab es billige Playstations (PS3s). Also es war wohl wirklich ein richtig tolles Sonderangebot, deshalb nahm er gleich mehrere mit um auch den Rest der Familie mit diesen Segnungen der modernen Technik zu beglücken.

Da seine Schwester schon eine PS2 hat und keine PS3 haben wollte, war auch für mich noch eine übrig. Okay, es bedurfte einiger Überredung. Da ich ja selbst am PC kaum noch spiele, was sollte ich dann mit einer Spielkonsole?

Ich lernte, dass nur dumme Kinder die PS3 als Spielekonsole verwendeten. Zu dem Preis sei das Gerät nämlich ein super günstiger Blue-Ray-Player und obendrein sehr geeignet als Medienserver für Filme, MP3 und zum Fotos am TV gucken.

Da ich just zu dieser Zeit auf der Suche nach einer Lösung für eben diese Funktion war und da ich nicht riskieren wollte, dass meine Geschwisterkinder hungern müssen, weil ihr Erzeuger das Haushaltsgeld in PS3 investiert hat, wurde ich zum stolzen Besitzer einer japanischen Spielstation.

Als nächstes ließ ich mich von meinem Schwager beraten, wie man das kleine Wunder korrekt in die übrige Haushaltselektronik integrieren sollte. Im Ergebnis überzeugte mich mein Schwager, dass Blue Ray guken nur Spaß macht, wenn man einen ordentlichen Surround-Sound dabei hatte. Also brauchte ich noch einen AV-Receiver.

Leider reichte das immer noch nicht, denn so ein Receiver braucht nämlich je einen Right Front, einen Left Front einen Center, einen Left Rear, einen Right Rear und eine Subwoofer. Das ist nicht die taktische Formation einer Ballsportmannschaft, sondern das sind die 5+1 Lautsprecher, die man für ein mittelmäßiges Dolby-Sourround-System braucht (eigentlich braucht man 7+1 Lautsprecher aber da war ich zu geizig).

Lautsprecher kaufen ist eine schwierige Angelegenheit, vor allem, wenn man wie ich über das absolute Gehör verfügt und genau weiß, was man will. Also hab ich mir schließlich ein Boxenset nach der Farbe ausgesucht und im Internet bestellt.

Dummerweise muss man so Lautsprecher auch noch anschließen.

Das Projekt ging ich sehr systematisch an:

Zuerst die vorderen Lautsprecher. Das war okay, das kannte ich von früher.

Dann den Center. Der soll irgendwie in die Mitte. Dummerweise hat meine Medienbank unten zwei Fächer und in der Mitte eine Stüzte. Aber es passt, wenn man den Center quer vor den Fernseher legt.

Dann der Subwoofer. Ein riesen Gerät mit eigener Stromversorgung. Sehr suspekt. Ich hab mir ein paar Tage Zeit gelassen ihn aufzustellen und noch ein paar Tage gebraucht um rauszufinden, wie er funktioniert.

Zuletzt die hinteren Lautsprecher. Die haben das große Problem, dass sie auf der anderen Zimmerseite zu installieren sind. Also braucht man sehr lange Kabel, die quer durch die Wohnung verlegt werden müssen.

Dank meines überragenden handwerklichen Talents, mit dem ich alles machen kann, was nicht mehr als zwei linke Hände voller Daumen erfordert, war das ganze natürlich kein Problem. Naja okay, Murphys Gesetz musste natürlich befolgt werden: Egal wie sorgfältig man schätz und wie großzügig man die Reserve berrechnet, mindestens ein Kabel ist immer zu kurz.

Und gestern abend, kurz nach Beginn des zweiten Laufs im Viererbob, war es dann soweit: Yes we can sourround!

Aber zurück zur PS3, was kann die denn jetzt: Ich nutze sie nicht zum Spielen, sondern zum Abspielen von CDs, DVDs, Bluerays, MP3s und Fotos, entweder direkt von der eingebauten Festplatte oder per Medienserversoftware über WLAN-Zugriff direkt von meinem PC. Außerdem kann das Gerät Internet, falls man mal einen Film aus dem Netz von der Couch aus gucken möchte.

Auf die Ketten

Sunday, February 14th, 2010

Da ich meinen Wintersport sehr ernst nehme, lege ich Wert darauf, dass mein Auto mit winterlichen Verhältnissen klar kommt. Dazu gehört natürlich, dass man auch damit fahren kann (zur Not sogar bergauf), wenn Schnee auf der Straße liegt.

Also hab ich mir letztes Jahr Schneeketten geleistet.

Den ersten Test hab ich im ‘Sommer’ in der Tiefgarage vorgenommen. Dem stehenden Auto Schneeketten angezogen und wieder ausgezogen. Meine einzige, trügerische, Erinnerung an diesen Versuch ist, dass es eigentlich nicht so schwer war.

Heute habe ich dann beschlossen, den vielen Schnee auszunutzen um den Ernstfall unter gefechtsmäßigen Bedingungen zu proben. Ich bin auf einen tief verschneiten und darunter wie sich herausstellte dick vereisten, Waldwanderparkplatz gefahren und hab die Ketten ausgepackt.

Die Montageanleitung besteht aus vier mehr oder weniger vollstädigen Sätzen im Stile von ‘Nippel durch die Lasche ziehen’ und ebenso vielen 3×3cm großen Fotos. Wenn ich den Kerl erwische, der das verzapft hat!

Und die Schneekettenmontage ist tatsächlich um einiges leichter, wenn der Reifen auf festem trockenem Untergrund steht, als wenn er schon halb im Schnee steckt.

Einige hundert Flüche später und nachdem ich mich total eingesaut hatte, konnte ich tatsächlich ein paar Meter fahren, mit den Ketten. Leider hat es nur auf der rechten Seite gut funktioniert, auf der Linken hat sich die Kette immer wieder verabschiedet…

Aber im Augenblick fühle ich mich fit, die Ketten auch im Ernstfall einzusetzen, vor allem, wenn dann noch jemand dabei ist, der mir hilft.

Die Übung hat sich also gelohnt. Und nicht nur für mich, sondern auch für drei andere Autofahrer, deren festgefahrene Vehikel ich im Verlauf meiner Versuche vom Eis schieben helfen konnte.

Fast völlig unzumutbar

Sunday, February 14th, 2010

In diesen Tagen scheint es nur zwei Sorten von Menschen zu geben:

  • Unausstehlich ostentativ verliebte Pärchen (ihhh, die knutschen).
  • Verkleidete Narren, die sich verbissen bemühen, die vom Kalender verordnete Fröhlichkeit auszuleben.

Unzumutbar ist das und zwar doppelt! Man sollte irgendwie verhindern, das Fasching uns Valentinstag wie dieses Jahr quasi übereinanderherfallen.

Wenigstens kan man sich auf den Abend freuen, denn dann kommt Olympia im Fernsehen.

Deswegen will ich mal nicht so sein, bin gar nicht neidisch, und drück allen Verliebten die Daumen, dass es möglichst lange hält. Und die zwei Tage bis Aschermittwoch werd ich wohl auch noch irgendwie durchhalten…

Hochgefühl (Vorsicht, kitschig)

Wednesday, February 3rd, 2010

Es ist kalt. Die eisige Luft brennt auf der Haut im Gesicht und bei jedem Atemzug in den Lungen. Es ist ein angenehmer, willkommener Schmerz der ein intensives Gefühl von Lebendigkeit bewirkt.

Das Herz schlägt schnell. Es beruhigt sich nur langsam in der dünnen Luft. Der Aufstieg war weder leicht noch ungefährlich. Doch derAusblick entschädigt für alle Anstrengung.

Unberührter Schnee erstreckt sich von der Sohle des Hochtals bis hinauf zu den Bergkämmen und Gipfeln. Ein Wetterwechsel hat seine Vorhut geschickt. Weiße Wölkchen, sind bemüht über den Grat zu klettern. Doch noch steht die Sonne ein paar Fingerbreit über den höchsten Gipfeln am blauen Himmel und strahlt, zeichnet dunkle Schatten in den Schnee.

Ein schüchternes Lächeln erobert vorsichtig die gefrorenen Lippen, und breitet sich schließlich über das ganze Gesicht aus. Befangen zwischen begeistertem Stolz und demütiger Dankbarkeit, in diesem Augenblick hier sein zu dürfen. Es gilt den Moment in sich aufzunehmen und tief im Innern festzuhalten.

Um ihn mitzunehmen und hinunter zu tragen, zurück in die  unruhige, laute, betriebsame Welt des Alltäglichen. Um sich dort von ihm tragen zu lassen, durch die hektischen Zeiten von Tag zu Tag zu Tag.

Bis günstige Umstände es wieder erlauben, hinaus zu gehen und hinauf zu steigen, dem nächsten Gipfel entgegen.

Zu schön um wahr zu sein

Sunday, January 10th, 2010

Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die sind zu schön um wahr zu sein (Okay nicht schön im Sinne von schön, sondern mehr im Sinne von ganz schön komisch, ich bin ein kleiner Zyniker, nicht vergessen).

Jedenfalls durfte ich gerade Lesen, dass der Premier von Nordirland Probleme hat, weil seine Frau eine Affäre hatte.

Aber es wird noch besser: Die Frau ist über sechzig.

Wartet, wartet, es wird sogar noch besser: Die Affäre ist erst 19.

Und jetzt kommt das allerbeste: Die Frau heiß Mrs. Robinson!

Ich geh mich jetzt totlachen und wünsche einen fröhlichen Montag (fahrt vorsichtig, is Schnee draußen).

LEDs in Regensburg

Tuesday, December 8th, 2009

In Regensburg werden gerade LED-Lampen zur Beleuchtung in der Altstadt erprobt. Ich hab mich schon live davon überzeugt, dass das echt gut ausschaut. Schön zu erleben, dass das woran man jeden Tag arbeitet am Ende auch wirklich was bringt.

Link

Volksbegehren

Thursday, November 19th, 2009

Grade war ich im Bürgerbüro und hab einen auf direkte Demokratie gemacht.
Zur Zeit läuft hier in Bayern ein Volksbegehren zur Wiedereinführung eines konsequenten Rauchverbots und da hab ich natürlich unterschrieben.
Ob die Sache durchgeht ist schwer einzuschätzen. Es werden ca. 900 000 Unterschriften gebraucht, um einen Volksentscheid zu ermöglichen.
Aber auch wenn es nicht reicht, kommen hoffentlich genug Stimmen zusammen um ein kleines Ausrufezeichen zu setzen.

Killerspiele endlich verbieten!

Wednesday, September 30th, 2009

Neulich bei dem Amoklauf in Ansbach gab es zum Glück keine Toten sondern ‘nur’ ein paar Verletzte. Und was fällt auf: Auf dem Computer des Täters wurden _keine_ Killerspiele gefunden!

Das beweist eindeutig, dass Killerspiele an allem schuld sind. Amokläufer, die sich mit Killerspielen vorher auf das Amoklaufen vorbereiten, richten erheblich mehr Schaden an als andere, die es nur ‘mal im Fernsehen gesehen haben’.

Damit ist klar, es gibt absolut keinen Grund den sportlichen Sportschützen das Trainieren mit großkalibrigen, automatischen Waffen zu verleiden, sondern es ist viel wichtiger die Killerspiele, vor allem dieses brutale Paintball zu verbieten.

Auf der anderen Seite

Sunday, September 27th, 2009

Inzwischen kann man wohl sagen, dass ich auf gutem Weg vom Sportradler zum Radsportler bin. Und so habe ich inzwischen an einigen Radsportveranstaltungen teilgenommen. Deshalb wurde es mal Zeit, die Seite zu wechseln und mich mal als Helfer nützlich zu machen.
Die von meinem Verein ausgerichtete Welt-Kult-Tour im Südwesten von Regensburg bot dafür die richtige Gelegenheit.

Ich war an der ersten Verpflegungsstation beim Kloster Weltenburg im Einsatz. Das bedeutete leider aufstehen um fünf Uhr früh.

Gegen halb sieben hatte ich den Einsatzort im nächtlichen Nebel gefunden und traf dort unsern Einsatzleiter mit seiner Familie.

Die Aufbauarbeiten erstreckten sich über ein riesiges Buffet, mehrere provisorische Radständer, und diverse Elektrische Kochgelegenheiten für Suppe, Tee und Wasser. Danach ging es ans Brote schmieren, Kuchen aufschneiden und Obstzerkleinern.

Rechtzeitig, bevor die ersten Radler mit der Fähre übersetzten, waren wir mit allem fertig.

Die Fähre an sich ist eigentlich schon ein Ausflugsziel für sich: Sie wird nur mit Wasser- und Muskelkraft betrieben.

Leider bildet sie so auch ein echtes Nadelöhr und die ca. 800 Teilnehmer brauche viel Geduld, bis sie da durch sind. Ausserdem wird es ziemlich kühl, wenn man länger im Donaufrühnebel steht.

Jedenfalls konnten wir die ersten Ankömmlinge mit einer großartigen Verkostung über die Fahrtunterbrechung hinwegtrösten. Leider war die Logistik etwas optimistisch gewesen und gegen zehn wurden die Lebensmittel knapp. Einer der Mithelfer begab sich auf die Suche nach Nachschub, aber am Sonntag war das keine leichte Aufgabe und das Ergebnis brachte nur kurz Entspannung.

Die meisten Sportler kamen aber gut auf ihre Kosten und von denen, die etwas zu kurz (bzw. zu spät) kamen nahmen es fast alle sportlich.

Am Ende stand dann das Aufräumen, bevor sich eine kleine Karavane aus mit Müll beladenen Autos wieder auf den Rückweg nach Regensburg machte.

Dort war die große Party im Zielbereich schon voll im Gange. Und als Helfer hatte ich dort zum ersten mal im Leben VIP-Status.

Fazit: Auch als Helfer hat man auf solchen Veranstaltungen seinen Spaß, aber es ist fast so anstrengend wie selberfahren :-) .

Zum Schluß ein paar Impressionen:

Dult 2009

Thursday, September 10th, 2009

Zweimal im Jahr gibts in Regensburg ein Volksfest, das sich Dult nennt. Das ist so ähnlich wie’s Oktoberfest in München, nur viel kleiner.

Montag war ich da und bin so derb abgestürzt, wie man mit Apfelschorle abstürzen kann. Und am Ende hab ich sogar auf einer Bierbank getanzt ;-) .

Aber eigentlich wollte ich nur erzählen, dass ich dank Schusseligkeit etwas verfrüht zu einer neuen Digicam (Canon SX200)  gekommen bin, die da zum ersten mal ernsthaft im Einsatz war. Riesenrad und Flipper mit langer Belichtungszeit.

Soweit bin ich zufrieden: