Archive for the ‘Sonstiges’ Category

Flirten beim Fliegen

Friday, September 10th, 2010

Eigentlich könnte alles so schön sein:

Ein netter Blick, ein freundliches Hallo, anregende Gespräche vom Start bis zur Landung und schließlich der Austausch von Telefonnummern. And they lived happily ever after….

In der Realität könnte es natürlich daran scheitern, dass es bei einem vorsichtigem Blick aus dem Augenwinkel und einem schüchtern “…’llo…” bleiben würde, bevor ich bis zur Landung versuchen würde ein Buch zu lesen, ohne zu atmen oder mich dabei sonst irgendwie zu bemerkbar zu machen.

Aber soweit kommt es ja gar nicht:

Im Wartebereich am Gate kann man vielleicht noch die eine oder andere nett aussehende, alleinreisende Dame ausmachen. Aber dann sitzt man auf seinem Platz  im Flieger und schaut was da kommt:

Hmm, die wär doch was…. Schade, drei Reihen zu früh.

Oder die? Sie kommt näher… Oh ja, bitte die! – Vorbei.

Ui. Oh nein. Nicht der. NICHT DER! Och nö!

Es ist nie die junge hübsche Frau sondern immer der dicke, alte, häßliche Mann, der sich in den Sitz neben einen wuchtet. Oder der Asiate, der zwei Minuten nach dem Start einschläft und sich zutraulich an deine Schulter kuschelt.

Okay, ich gebe zu, die Statistik spricht gegen mich. Das Angebot an alleine reisenden, gutaussehenden Frauen im passenden Alter ist begrenzt. Die Wahrscheinlichkeit zufällig neben einer solchen zu sitzen liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich (ja, ich habe das nachgerechnet, na und?).

Vielleicht sollte man nachhelfen. Wenn beim Einchecken die Frage kommt: “Gang oder Fenster?” einfach antworten: “Mir egal, setzten Sie mich doch neben irgendeine nette junge Frau, die allein reist.”

Für mich ist das natürlich keine Option, denn wenn die nette Bodenstewardes mich aus ihrer adretten Uniform anlächelt und fragt, kann ich meistens nur mit “gng” antworten.

Aber vielleicht liest das ja jemand, der etwas unschüchterner ist und die Idee ausprobieren kann. Wenn dem so wäre würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen.

Symbolismus

Friday, August 13th, 2010

Wer ist eigentlich auf die tolle Idee gekommen, die offizielle Software für Steuerformulare nach der diebischen Elster zu benennen?

Ja, ich weiß das ich spät dran bin.

Protected: Oh Susanna

Sunday, June 27th, 2010

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Mülltrennung

Friday, May 14th, 2010

Es war einmal in den ganz frühen Neunzigern, da kam jemand auf die Idee, die (Um)welt zu retten indem man möglichst viel Abfall recycelt. Und damit sich das auch lohnt wurde das DUALE SYSTEM geschaffen auf dass ein jeder seinen Müll trennen solle.

Von da an kam Müll nicht mehr einfach in DIE Tonne sondern musste, je nachdem, in die schwarze, grüne, blaue oder gelbe Tonne, bzw. in den gelben oder grünen Sack oder was auch immer sich der kommunale Entsorgungsausschuss ausgedacht hatte, einsortiert werden.

Das ganze war eine tolle Erfindung denn endlich konnte jeder etwas für die Umwelt tun. Leider wurde das gute Gewissen, dass die Mülltrennerei erzeugte, aber auch oft durch das schlechte Gewissen aufgehoben, wenn man das Gefühl hatte, doch mal etwas falsch einsortiert zu haben, oder wenn man doch noch Essensreste in einem Yoghurtbecher zurückgelassen hatte.

Inzwischen gilt die Mülltrennerei als technisch überholt, das System gibt es aber noch immer.  Hier in Regensburg gibt es den gelben und den grünen Sack für Plastik und für Alles wo irgendwie Metall drin sein könnte.

Das Tolle daran sind die Gratismüllsäcke, die man dafür bekommt und offenbar regen Gratismüllsäcke die Fantasie vieler Leute an, die damit alles mögliche anstellen, außer Müll zu trennen. Keine Ahnung was. Zelte bauen, Swimmingpools vielleicht. Lenkdrachen? Wahrscheinlich nehmen einige Kaminbesitzer das Zeug auch einfach zum Heizen. Jedenfalls macht es die Stadt einem immer schwieriger die Dinger zu bekommen.

Vor drei Jahren gab es am Eingang zum Bürgerbüro eine große Kiste, aus der man sich die Säcke einfach mitnehmen konnte. Letztes Jahr gab es die Säcke nur noch auf Nachfrage am Wertstoffhof. Heute wollte ich mir frische Säcke holen, da fragt man mich nach meinem Coupon.

Jaaa – inzwischen braucht man einen Coupon, der im Internet oder schriftlich zu beantragen ist, der einem per Post nach Hause zugeschickt wird um dann an diversen Ausgabestellen gegen eine Rolle mit Säcken eingetauscht zu werden. Was soll ich noch dazu sagen? – Ich glaub ich dreh einfach mal durch!

Heiliger Bimbam

Saturday, March 13th, 2010

Für die einen ist es die katholische Kirche, für die anderen der wahrscheinlich größte Kinderschänderring der Welt.

Und so führte eins zum anderen…

Saturday, February 27th, 2010

Es war einmal Ende letzten Jahres, als mein Schwager zufällig am Mediamarkt vorbei kam. Dort gab es billige Playstations (PS3s). Also es war wohl wirklich ein richtig tolles Sonderangebot, deshalb nahm er gleich mehrere mit um auch den Rest der Familie mit diesen Segnungen der modernen Technik zu beglücken.

Da seine Schwester schon eine PS2 hat und keine PS3 haben wollte, war auch für mich noch eine übrig. Okay, es bedurfte einiger Überredung. Da ich ja selbst am PC kaum noch spiele, was sollte ich dann mit einer Spielkonsole?

Ich lernte, dass nur dumme Kinder die PS3 als Spielekonsole verwendeten. Zu dem Preis sei das Gerät nämlich ein super günstiger Blue-Ray-Player und obendrein sehr geeignet als Medienserver für Filme, MP3 und zum Fotos am TV gucken.

Da ich just zu dieser Zeit auf der Suche nach einer Lösung für eben diese Funktion war und da ich nicht riskieren wollte, dass meine Geschwisterkinder hungern müssen, weil ihr Erzeuger das Haushaltsgeld in PS3 investiert hat, wurde ich zum stolzen Besitzer einer japanischen Spielstation.

Als nächstes ließ ich mich von meinem Schwager beraten, wie man das kleine Wunder korrekt in die übrige Haushaltselektronik integrieren sollte. Im Ergebnis überzeugte mich mein Schwager, dass Blue Ray guken nur Spaß macht, wenn man einen ordentlichen Surround-Sound dabei hatte. Also brauchte ich noch einen AV-Receiver.

Leider reichte das immer noch nicht, denn so ein Receiver braucht nämlich je einen Right Front, einen Left Front einen Center, einen Left Rear, einen Right Rear und eine Subwoofer. Das ist nicht die taktische Formation einer Ballsportmannschaft, sondern das sind die 5+1 Lautsprecher, die man für ein mittelmäßiges Dolby-Sourround-System braucht (eigentlich braucht man 7+1 Lautsprecher aber da war ich zu geizig).

Lautsprecher kaufen ist eine schwierige Angelegenheit, vor allem, wenn man wie ich über das absolute Gehör verfügt und genau weiß, was man will. Also hab ich mir schließlich ein Boxenset nach der Farbe ausgesucht und im Internet bestellt.

Dummerweise muss man so Lautsprecher auch noch anschließen.

Das Projekt ging ich sehr systematisch an:

Zuerst die vorderen Lautsprecher. Das war okay, das kannte ich von früher.

Dann den Center. Der soll irgendwie in die Mitte. Dummerweise hat meine Medienbank unten zwei Fächer und in der Mitte eine Stüzte. Aber es passt, wenn man den Center quer vor den Fernseher legt.

Dann der Subwoofer. Ein riesen Gerät mit eigener Stromversorgung. Sehr suspekt. Ich hab mir ein paar Tage Zeit gelassen ihn aufzustellen und noch ein paar Tage gebraucht um rauszufinden, wie er funktioniert.

Zuletzt die hinteren Lautsprecher. Die haben das große Problem, dass sie auf der anderen Zimmerseite zu installieren sind. Also braucht man sehr lange Kabel, die quer durch die Wohnung verlegt werden müssen.

Dank meines überragenden handwerklichen Talents, mit dem ich alles machen kann, was nicht mehr als zwei linke Hände voller Daumen erfordert, war das ganze natürlich kein Problem. Naja okay, Murphys Gesetz musste natürlich befolgt werden: Egal wie sorgfältig man schätz und wie großzügig man die Reserve berrechnet, mindestens ein Kabel ist immer zu kurz.

Und gestern abend, kurz nach Beginn des zweiten Laufs im Viererbob, war es dann soweit: Yes we can sourround!

Aber zurück zur PS3, was kann die denn jetzt: Ich nutze sie nicht zum Spielen, sondern zum Abspielen von CDs, DVDs, Bluerays, MP3s und Fotos, entweder direkt von der eingebauten Festplatte oder per Medienserversoftware über WLAN-Zugriff direkt von meinem PC. Außerdem kann das Gerät Internet, falls man mal einen Film aus dem Netz von der Couch aus gucken möchte.

Auf die Ketten

Sunday, February 14th, 2010

Da ich meinen Wintersport sehr ernst nehme, lege ich Wert darauf, dass mein Auto mit winterlichen Verhältnissen klar kommt. Dazu gehört natürlich, dass man auch damit fahren kann (zur Not sogar bergauf), wenn Schnee auf der Straße liegt.

Also hab ich mir letztes Jahr Schneeketten geleistet.

Den ersten Test hab ich im ‘Sommer’ in der Tiefgarage vorgenommen. Dem stehenden Auto Schneeketten angezogen und wieder ausgezogen. Meine einzige, trügerische, Erinnerung an diesen Versuch ist, dass es eigentlich nicht so schwer war.

Heute habe ich dann beschlossen, den vielen Schnee auszunutzen um den Ernstfall unter gefechtsmäßigen Bedingungen zu proben. Ich bin auf einen tief verschneiten und darunter wie sich herausstellte dick vereisten, Waldwanderparkplatz gefahren und hab die Ketten ausgepackt.

Die Montageanleitung besteht aus vier mehr oder weniger vollstädigen Sätzen im Stile von ‘Nippel durch die Lasche ziehen’ und ebenso vielen 3x3cm großen Fotos. Wenn ich den Kerl erwische, der das verzapft hat!

Und die Schneekettenmontage ist tatsächlich um einiges leichter, wenn der Reifen auf festem trockenem Untergrund steht, als wenn er schon halb im Schnee steckt.

Einige hundert Flüche später und nachdem ich mich total eingesaut hatte, konnte ich tatsächlich ein paar Meter fahren, mit den Ketten. Leider hat es nur auf der rechten Seite gut funktioniert, auf der Linken hat sich die Kette immer wieder verabschiedet…

Aber im Augenblick fühle ich mich fit, die Ketten auch im Ernstfall einzusetzen, vor allem, wenn dann noch jemand dabei ist, der mir hilft.

Die Übung hat sich also gelohnt. Und nicht nur für mich, sondern auch für drei andere Autofahrer, deren festgefahrene Vehikel ich im Verlauf meiner Versuche vom Eis schieben helfen konnte.

Fast völlig unzumutbar

Sunday, February 14th, 2010

In diesen Tagen scheint es nur zwei Sorten von Menschen zu geben:

  • Unausstehlich ostentativ verliebte Pärchen (ihhh, die knutschen).
  • Verkleidete Narren, die sich verbissen bemühen, die vom Kalender verordnete Fröhlichkeit auszuleben.

Unzumutbar ist das und zwar doppelt! Man sollte irgendwie verhindern, das Fasching uns Valentinstag wie dieses Jahr quasi übereinanderherfallen.

Wenigstens kan man sich auf den Abend freuen, denn dann kommt Olympia im Fernsehen.

Deswegen will ich mal nicht so sein, bin gar nicht neidisch, und drück allen Verliebten die Daumen, dass es möglichst lange hält. Und die zwei Tage bis Aschermittwoch werd ich wohl auch noch irgendwie durchhalten…

Hochgefühl (Vorsicht, kitschig)

Wednesday, February 3rd, 2010

Es ist kalt. Die eisige Luft brennt auf der Haut im Gesicht und bei jedem Atemzug in den Lungen. Es ist ein angenehmer, willkommener Schmerz der ein intensives Gefühl von Lebendigkeit bewirkt.

Das Herz schlägt schnell. Es beruhigt sich nur langsam in der dünnen Luft. Der Aufstieg war weder leicht noch ungefährlich. Doch derAusblick entschädigt für alle Anstrengung.

Unberührter Schnee erstreckt sich von der Sohle des Hochtals bis hinauf zu den Bergkämmen und Gipfeln. Ein Wetterwechsel hat seine Vorhut geschickt. Weiße Wölkchen, sind bemüht über den Grat zu klettern. Doch noch steht die Sonne ein paar Fingerbreit über den höchsten Gipfeln am blauen Himmel und strahlt, zeichnet dunkle Schatten in den Schnee.

Ein schüchternes Lächeln erobert vorsichtig die gefrorenen Lippen, und breitet sich schließlich über das ganze Gesicht aus. Befangen zwischen begeistertem Stolz und demütiger Dankbarkeit, in diesem Augenblick hier sein zu dürfen. Es gilt den Moment in sich aufzunehmen und tief im Innern festzuhalten.

Um ihn mitzunehmen und hinunter zu tragen, zurück in die  unruhige, laute, betriebsame Welt des Alltäglichen. Um sich dort von ihm tragen zu lassen, durch die hektischen Zeiten von Tag zu Tag zu Tag.

Bis günstige Umstände es wieder erlauben, hinaus zu gehen und hinauf zu steigen, dem nächsten Gipfel entgegen.

Zu schön um wahr zu sein

Sunday, January 10th, 2010

Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die sind zu schön um wahr zu sein (Okay nicht schön im Sinne von schön, sondern mehr im Sinne von ganz schön komisch, ich bin ein kleiner Zyniker, nicht vergessen).

Jedenfalls durfte ich gerade Lesen, dass der Premier von Nordirland Probleme hat, weil seine Frau eine Affäre hatte.

Aber es wird noch besser: Die Frau ist über sechzig.

Wartet, wartet, es wird sogar noch besser: Die Affäre ist erst 19.

Und jetzt kommt das allerbeste: Die Frau heiß Mrs. Robinson!

Ich geh mich jetzt totlachen und wünsche einen fröhlichen Montag (fahrt vorsichtig, is Schnee draußen).