Archive for the ‘Kino’ Category

Flags of our fathers

Monday, February 5th, 2007

Die Schlacht um die kleine japanische Insel Iwojima gilt als Meilenstein im Pazifikkrieg. Clint Eastwood hat diese Schlacht jetzt verfilmt und zwar gleich zweimal. Der erste Film, Flags of our fathers, schildert die Ereignisse aus amerikanischer Sicht. Der zweite, Letters from Iwojima stellt die japanische Sicht dar.

Bei Flags steht weniger das eigentliche Kriegsgeschehen im Mittelpunkt, das jedoch im Stil von Private Ryan sehr eindringlich inszeniert ist, sondern die Vermarktung von drei Überlebenden, die am Aufstellen der US-Flagge auf dem Mount Suribashi beteiligt waren.

Das Ergebnis ist ein wirklich guter Kriegsfilm, der über das eigentliche Gefecht weit hinaus geht und dadurch dem Zuschauer Einblick in neue Dimensionen der Absurdität des Krieges gewährt (7/10).

(Ich unterscheide nicht zwischen Kriegsfilm und Antikriegsfilm. Ein guter Kriegsfilm, der die Begebenheiten realistisch darstellt, wirkt immer als Antikriegsfilm).

The Fountain

Tuesday, January 23rd, 2007

Der Film handelt auf drei verschiedenen Ebenen. Zur Zeit der Inquisition in Spanien und Südamerika, in der Gegenwart und im Weltraum.

Ich habe den Film wohl nicht verstanden, denn in der IMDB hat er von über 3000 Nutzern 10 Punkte bekommen. Das kann ich nicht einmal ansatzweise nachvollziehen, denn ich würde das Ganze als gequirlten Quark beschreiben.

Im Mittelpunkt steht der Baum des Lebens, der als Kultzentrum der Mayas, letzte Hoffnung Spaniens oder Heilmittel gegen Krebs auftritt. Nach zahlreichen wilden Wechseln zwischen den Ebenen, endlosen Minuten beteutungsschwerer Streichmusik und verzweifelt überschauspielerter Verzweiflung wurde schließlich klar, dass Tod und Sterben untrennbare Bestandteile des Lebens sind, und dass der Tod, oder wenigstens das Ende eines Film kein Verlust sein muss, sonder sogar eine Erlösung bedeuten kann (3/10).

Princesas

Monday, January 15th, 2007

Mal ganz was anderes: Ein bewegender Film über das harte Leben von zwei Prostituierten in Spanien. Die Szenen wechseln zwischen ganz alltäglichen und sehr extremen Situationen. Der Film verzichtet weitgehend auf Verurteilungen und beschränkt sich auf’s Beobachten. Also was zum Nachdenken. Und als Bonus gibts einen wunderschönen Soundtrack von Manu Chao (7/10).

Babel

Thursday, January 11th, 2007

Wieder mal ein sehr spannender Episodenfilm! Mit vier parallel laufenden Handlungen gelingt der Regie ein beeindruckendes Spiel mit Perspektiven. Der Film zeigt, dass es viel mehr die kleinen als die großen Dramen sind, die die Menschen wirklich beeinflussen (7,5/10).

The Prestige

Monday, January 8th, 2007

Zwei Magier bekriegen sich auf Leben und Tod. Dieser Film hat einige doppelte Böden und es ist anfangs schwer, der Story zu folgen. Für die Geduld wird man aber mit wunderbaren überraschenden Wendungen belohnt und am Ende hat man einiges zum Grüblen (8/10).

Departed und Déjà Vu

Thursday, January 4th, 2007

Also ein guter Vorsatz für’s neue Jahr könnte ja sein, wieder etwas regelmäßiger Filmkritiken zu bloggen…

Departed – Unter Feinden

Ein Mafiosi wird in die Polizei eingeschleust und ein Polizist geht under cover zur Mafia. Der Film ist brutal und spannend (sogar wenn einem wichtige Details der Story vorher verraten wurden *hüstel*), die Überlänge fällt beim Schauen nicht auf. Jack Nicholson als Mafia-Pate ist grandios (8/10).

Déjà Vu

Wer Seven Days kennt, weiß eigentlich schon, worum es geht. Kann man die Vergangenheit ändern? – Diese Frage bleibt im Film lange offen. Leider wird diese Spannung mit Abstrichen bei der Logik der Handlung erkauft. Das bemerkt man aber erst nach der doch einigermaßen eleganten Auflösung der Geschichte. Dieser Film wäre meiner Meinung nach auch ohne Überlänge zu machen gewesen. Trotzdem sehenswert (7/10).

Borat

Thursday, November 16th, 2006

Michael Moore trifft Jackass. Damit ist eigentlich alles gesagt. Leider treffen sich die beiden Elemente eher bei Jackass, so dass man sich auch bei den entlarvenden Szenen fragen muss, ob da wirklich intelligente Satire drin steckt oder ob es einfach nur doof ist und man die intelligenz vielleicht nur hineininterpretiert.

Wie dem auch sei, ich fand den Film über weite strecken komisch und habe sehr gelacht. Das kann man aber nur, wenn man in Geschmacksfragen flexibel ist und kein Mitleid mit den ‘Opfern’ entwickelt die zum Teil recht traumatische Erfahrungen über sich ergehen lassen müssen.

Ich denke, es wäre besser, sich den Film OF oder OMU anzuschauen, als in der Synchronisation. Eine Punktewertung gibt es diesmal nicht.

The Children of Men

Thursday, November 16th, 2006

Menschenskinder, da wird ein angeblich revolutionär neuartiger Scifi Weltuntergangs Film angekündigt und es kommt eine Mischung aus Bladerunner und Black Hawk down.

Die Story: Kurz nach der großen Grippepandemie von 2008 können sämtliche Frauen keine Kinder mehr kriegen. 2027 ist der jüngste Mensch der Welt also 18 und ein bissl. Alle sind total depri und die ganze Welt geht den Bach runter. Nur in Großbritannien lebt es sich noch einigermaßen, aber nur weil die Illegalen Einwanderer brutal verfolgt und interniert werden.

Soweit so logisch. Jetzt wird eine von den illegalen schwanger. Von der Regierung verfolgt (weil illegal) und von verschiedenen Untergrundorganisationen begehrt (als politisches Symbol) flüchtet sie also durch England, wobei es zu einigen unschönen Szenen, darunter eine Geburt, Hinrichtungen und brutaler Häuserkampf, kommt.

Der Film ist nicht schlecht gemacht und spannend, aber die Story ist nicht besonders logisch und hätte besser entwickelt werden können. Fazit: Nicht schlecht aber ausbaufähig (6,5/10).

Deutschland. Ein Sommermärchen

Friday, October 20th, 2006

Sönke Wortmanns Doku zur WM 2006 ist eine wunderschöne, sehr emotionale Erinnerung mit interessanten Blicken hinter die Kulissen. Ich würde soweit gehen zu sagen: Ein absolutes Muss für jeden, der im Sommer auch nur ein bisschen Mitgefiebert hat.

Adams Äpfel…

Tuesday, October 10th, 2006

..ist eine von diesen skurilen Dänsichen Komödien. Die Handlung ist total schräg, es gibt viel sinnlose Gewalt und noch mehr schwarzen Humor. Bei mindestens einer Szene hab ich Tränen gelacht, also kann ich den Film weiterempfehlen (6/10).