Archive for the ‘Sport’ Category

Auf die Ketten

Sunday, February 14th, 2010

Da ich meinen Wintersport sehr ernst nehme, lege ich Wert darauf, dass mein Auto mit winterlichen Verhältnissen klar kommt. Dazu gehört natürlich, dass man auch damit fahren kann (zur Not sogar bergauf), wenn Schnee auf der Straße liegt.

Also hab ich mir letztes Jahr Schneeketten geleistet.

Den ersten Test hab ich im ‘Sommer’ in der Tiefgarage vorgenommen. Dem stehenden Auto Schneeketten angezogen und wieder ausgezogen. Meine einzige, trügerische, Erinnerung an diesen Versuch ist, dass es eigentlich nicht so schwer war.

Heute habe ich dann beschlossen, den vielen Schnee auszunutzen um den Ernstfall unter gefechtsmäßigen Bedingungen zu proben. Ich bin auf einen tief verschneiten und darunter wie sich herausstellte dick vereisten, Waldwanderparkplatz gefahren und hab die Ketten ausgepackt.

Die Montageanleitung besteht aus vier mehr oder weniger vollstädigen Sätzen im Stile von ‘Nippel durch die Lasche ziehen’ und ebenso vielen 3×3cm großen Fotos. Wenn ich den Kerl erwische, der das verzapft hat!

Und die Schneekettenmontage ist tatsächlich um einiges leichter, wenn der Reifen auf festem trockenem Untergrund steht, als wenn er schon halb im Schnee steckt.

Einige hundert Flüche später und nachdem ich mich total eingesaut hatte, konnte ich tatsächlich ein paar Meter fahren, mit den Ketten. Leider hat es nur auf der rechten Seite gut funktioniert, auf der Linken hat sich die Kette immer wieder verabschiedet…

Aber im Augenblick fühle ich mich fit, die Ketten auch im Ernstfall einzusetzen, vor allem, wenn dann noch jemand dabei ist, der mir hilft.

Die Übung hat sich also gelohnt. Und nicht nur für mich, sondern auch für drei andere Autofahrer, deren festgefahrene Vehikel ich im Verlauf meiner Versuche vom Eis schieben helfen konnte.

Hochgefühl (Vorsicht, kitschig)

Wednesday, February 3rd, 2010

Es ist kalt. Die eisige Luft brennt auf der Haut im Gesicht und bei jedem Atemzug in den Lungen. Es ist ein angenehmer, willkommener Schmerz der ein intensives Gefühl von Lebendigkeit bewirkt.

Das Herz schlägt schnell. Es beruhigt sich nur langsam in der dünnen Luft. Der Aufstieg war weder leicht noch ungefährlich. Doch derAusblick entschädigt für alle Anstrengung.

Unberührter Schnee erstreckt sich von der Sohle des Hochtals bis hinauf zu den Bergkämmen und Gipfeln. Ein Wetterwechsel hat seine Vorhut geschickt. Weiße Wölkchen, sind bemüht über den Grat zu klettern. Doch noch steht die Sonne ein paar Fingerbreit über den höchsten Gipfeln am blauen Himmel und strahlt, zeichnet dunkle Schatten in den Schnee.

Ein schüchternes Lächeln erobert vorsichtig die gefrorenen Lippen, und breitet sich schließlich über das ganze Gesicht aus. Befangen zwischen begeistertem Stolz und demütiger Dankbarkeit, in diesem Augenblick hier sein zu dürfen. Es gilt den Moment in sich aufzunehmen und tief im Innern festzuhalten.

Um ihn mitzunehmen und hinunter zu tragen, zurück in die  unruhige, laute, betriebsame Welt des Alltäglichen. Um sich dort von ihm tragen zu lassen, durch die hektischen Zeiten von Tag zu Tag zu Tag.

Bis günstige Umstände es wieder erlauben, hinaus zu gehen und hinauf zu steigen, dem nächsten Gipfel entgegen.

Ein Wintermärchen

Sunday, January 31st, 2010

Das war er also, DER Skiurlaub 2010. Diesmal ging es ins Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis, im Westen Tirols. Wir hatten eine  etwas *hüstel* überteuerte FeWo aber immerhin in perfekter Lage, direkt neben der Seilbahn und mit Sauna inklusive.

Ich habs mal wieder probiert, aber Sauna ist echt nicht mein Sport. Ich verstehe einfach denn Sinn nicht sich nackig in eine völlig überheizte Holzkiste zu hocken um sich anschließend selbst mit sehr kaltem Wasser zu traktieren. Das ist doch gelebter Masochismus! Meine Theorie ist, dass die Finnen das erfunden haben, als sie eine Methode suchten, die Wirkung von Bier zu verstärken.

Ich fand den Skikeller am Besten: Tür auf, Ski 25 m weit tragen, anschnallen und los gings. Abends abschwingen, abschnallen, Ski aufheben, 4m in den Skikeller tragen – fertig.

Neben zwei alten Freunden waren diesmal auch zwei nette Regensburgerinnen mit von der Partie. Leider sind die Leute die ich kenne inzwischen so wichtig, dass man sie nicht mehr für eine komplette Woche unter einen Hut kriegt, so dass  wir nur drei Abende lang die komplette Besetzung da hatten.

Was das Skifahren anging, war einiges geboten. Das Skigebiet ist riesig und sehr abwechlungsreich. Die Liftanlagen sind fast ausnahmslos sehr modern. Es gibt flache, breite Abfahrten zum Carven aber auch sehr anspruchsvolle schwarze Pisten und Skirouten.  Außerdem gibt es reichlich Gelegenheit, zwischen die Pisten ins Gelände zu fahren, ohne sich in große Lawinengefahr zu begeben.

Optimal war auch das Wetter: Von Neuschnee bis Sonne war alles dabei, wir konnten jeden Tag fahren.

An die neuen Ski hab ich mich prima gut gewöhnt. Sind wirklich sauschnell :-) .

Am Abend wurde gekocht, meistens unter der kreativen Leitung von Michael, der erstaunliches zu Wege brachte, vor allem aus dem übrigen Quark und einer Dose Ananas. Danach wurde gegessen und dann meistens gespielt. Ein Highlight war der Schafkopfkurs.

Entgegen der Tradition war diesmal Samstag nicht nur der Abreisetag sondern wir sind (fast alle) nochmal Ski gefahren. Gute Entscheidung, denn bis zum Späten Nachmittag war Stau extrem angesagt und Brigitte, die gleich morgens gefahren ist, war fast doppelt so lange unterwegs wie normal.

Fazit: Es war ein toller Urlaub und wir sind alle fast ganz gesund wiedergekommen. (Okay, ich hab nen Verband an der linken Hand, aber das war Künstlerpech und ist halb so wild.)

In diesem Sinne: Ski or Die ;-)

Ach ja, Projekt 20: 12,5 Tage sind absolviert,  9 gebucht, 4 angedacht: Es schaut nach Übererfüllung der Zielvorgabe aus :-) .

Tiefschneekurs

Wednesday, December 23rd, 2009

Am Freitag war es endlich soweit: Projekt 20 ist aus der Planungsphase in die Durchführungsphase übergegangen!

Früh um sieben gings von Regensburg nach Kaprun, wo von Samstag bis Montag ein Tiefschneekurs gebucht war. Gegen elf sind wir angekommen und konnten noch 3-4 Stunden bei prima Wetter gescheit auf der Piste fahren.

Am Abend lernten wir dann den Guru der Veranstaltung, Ernst Garhammer, kennen und bekamen gleich mal unser LVS ausgeteilt.

LVS steht für Lawinen Verschütteten Suchgerät, oder auch Lebensversicherung wenn ihr wollt. Das Gerät sendet je nach aktivem Modus Signale aus, oder ortet eben diese Signale, mit dem Sinn, dass man lawinenverschüttete Skischüler finden und ausgraben kann.

Am nächsten Morgen um 08:30 Uhr trafen sich dann 50-60 lernwillige Skifahrer an der Talstation und es folgte die Gruppeneinteilung. Zunächst wurde nach Kursdauer aufgeteilt. Zwei Tage oder drei Tage. Dann wurden die Gruppen wohl nach Fahrkönnen eingeteilt und ich blieb als einer der letzten neben lauter top ausgerüsteten Geländefahrern und dem wahrscheinlich sportlichsten Skilehrer von allen stehen.

Ich schluckte trocken und versuchte mich zu erinnern, was ich damals bei der Anmeldung unter “Fahrkönnen” eingetragen hatte. “Fährt wie ein junger Gott auf Speed” hatte ich doch hoffentlich nur gedacht und nicht getippt?

Ich sah mich jedenfalls schon wieder bis in die letzte Mädchengruppe durchgereicht werden, so wie damals beim Mountainbiken.

Als alle Gruppen eingeteilt waren ging es ganz nach oben auf den Gletscher, auf 3000m. Dort gab es die Einweisung in das Lawinenpiepsdingens und ein bisschen Theorie zur neuen Fahrtechnik.

Normalerweise versucht der Schönskifahrer den Oberkörper ruhig zu halten, während die Beine darunter die Bögen machen.  Die von Garhammer propagierte ABS Technik hingegen verlangt, dass man jeden Schwung durch eine schwungvolle Oberkörperdrehung einleitet, die bis in die Skistockspitze durchzuziehen ist.

Das ganze hat ein bisschen was von Kung-Fu-Skifahren und bei uns Anfängern läuft es auf ein wildes Gefuchtel mit den Armen hinaus. Richtig umgesetzt hat es den Vorteil, dass man sehr stabile, kontrollierte Kurven fahren kann und zwar weitgehend unabhängig von der Unterlage. Man kommt also auch im Tiefschnee um die Ecke.

Bis die Umsetzung halbwegs gelingt, vergehen die Kurstage recht schnell. Zumal wir Samstag und Sonntag viele Pausen machen mussten, weil -30°C auch bei guter Kleidung etwas grenzwertig sind zum Skifahren. Lustig, wie einem danach -8°C richtig warm vorkommen können :-) .

In der Gruppe bin ich doch ganz  gut mitgekommen, obwohl ich keinen eigenen Anti-Lawinen-Airbag-Rucksack dabei hatte und noch nie in Kamtschatka  oder Kanada beim Heli-Skiing war :-) .

Ein Highlight war das Fahren in einer selbst eingefahrenen Buckelspur. Hier kommt eine Variation der ABS-Fahrtechnik zum Einsatz, bei der die Schwünge durch kurze Bewegungen aus dem Unterarm/Skistock eingeleitet werden. Hat viel Spaß gemacht und recht gut funktioniert.

Ich hoffe, dass ich diese Saison noch ein paar Tiefschneetage erleben darf um die Technik mal so richtig auszutesten, auch im Vergleich zu meiner alten Methode.

Projekt 20 ist also auf einem guten Weg: 3,5 Tage absolviert, 14 gebucht, 2,5 offen!

Hier ein paar Impressionen aus den Bergen:

Und hier noch was zum Staunen oder Gruseln:

TeamThirteen

Neue Ski

Thursday, October 29th, 2009

Urlaub zu hause ist nix für mich, da geb ich einfach zuviel Geld aus. Heute wollte ich ein von unserer Betriebssportgruppe vermitteltes Skiservice-Sonderangebot wahrnehmen. Als ich die Ski aus dem Keller holte, sahen sie aber noch viel schlimmer aus, als ich es in Erinnerung hatte. Deshalb hab ich ersmal nur die Snowblades, die ich als Dauerleihgabe für meine Schwester aufhebe, zum Service gebracht und mir erstmal das Angebot des Skiladens angeschaut.

Tja, was soll ich sagen? Head Supershape in der Magnum Version mit signifikantem Rabatt. Da konnte ich nicht nein sagen.

:-)

So besitze ich zum ersten Mal im Leben wirklich richtig richtig gute Ski und hoffe, dass die Magnum-Variante fast so schnell ist wie der Superspeed, den ich letztes Jahr in Meran hatte, und vielleicht noch ein bisschen besser für’s Gelände taugt.

Conil 2009

Tuesday, October 27th, 2009

Irgendwie war ich mal wieder zu Rücksichtsvoll und habe allen Kollegen und sonstigen Arbeitsangelegenheiten beim Urlaubeintragen den Vortritt gelassen. Und so kam es, dass erst Mitte Oktober die Zeit günstig war.

Wenn man zu so einer komischen Zeit Urlaub macht und dann noch relativ spontan, tut man sich schwer jemanden zu finden, der mitfährt. Also musste ein Plan B her.

Deshalb war ich letzte Woche mit Frosch Sportreisen in Conil de la Frontera in Andalusien/Spanien. Das ganze war ein erster Versuch in Sachen Gruppenreise und ich muss sagen, ein gelungener.

Unser Hotel Diufain ist sehr schick, großzügig gebaut mit vielen kleinen frei zugänglichen Balkonen und einer riesigen Dachterasse (ist wohl etwas besser als der Frosch-Standard). Die Leute waren gut drauf und im passenden Alter (wohl normal bei Frosch). Das Wetter war, abgesehen von zwei Vormittagen, genial und selbst ich Frostbeule konnte es im Atlantik noch gut aushalten.

Als Garantie gegen die Langeweile gabs ein abwechslungsreiches Programm. Die Highlights waren eine 13km Strandwanderung mit Durchquerung einer Flussmündung (Wasser bis zum Hals, Rucksack auf dem Kopf, spannend das…), mehrere geführte MTB-Touren (Sportlich gesehen eher harmlos, aber trotzdem sehr schön), ein Tagesausflug nach Sevilla und eine Wanderung duch einen Korkeichenwald (leider im Regen).

Dazu gab es individuelles Sportprogramm am Strand (Beachballrekord mit 85 Ballwechseln!!) oder am Pool und die Möglichkeit in weiteren Sportarten Kurse zu belegen. Ich hatte einen Schnupperkurs im Wellenreiten und stand sogar schon mal kurz auf dem Brett. Andere haben sich im Kitesurfen versucht oder waren Reiten.

Oh und ich habe meine neu erworbene Lenkmatte im Levante geflogen. Macht eigentlich genauso viel Spaß wie ein Deltadrache, passt aber  in jeden Koffer!

Und zwischendrin konnte ich immer wieder ein bisschen Spanisch üben. Das klappte relativ gut, aber nicht immer. Zum Beispiel kam eine Fanta-Vodka obwohl ich einen Zumo de Naranja bestellt hatte. Aber egal, lustig wars!

War also alles in allem ein prima Urlaub und falls ich mal wieder nichts besseres vorhabe, werde ich wieder schaun was Frosch so anbietet.

Winter im Oktober

Friday, October 16th, 2009

Gestern wehte es grosse Schneeflocken an meinem Buerofenster vorbei. Es war saukalt.

Heute bin ich um 02:30 aufgestanden, ohne Winterreifen zum Flughafen geeiert, in ein Flugzeug gestiegen und nach Andalusien gejettet.

Hier hatte es weit ueber 20 Grad, sogar im Atlantik, Und die Sonne knallt nur so runter.

Das Hotel ist chiq, die Leute sind nett und vielleicht mache ich die Tage noch nen Surfkurs.

Aber ein bisschen hab ich auch ein schlechtes Gewissen: Am Montag Abend verpasse ich die Skigymnastik…

Skigymnastik – oder das Dämlichste was ich seit langem getan habe

Tuesday, October 13th, 2009

Gute Vorbereitung ist alles. Und da ich das Thema Projekt 20 sehr ernst nehme, bin ich auf das Angebot meiner Betriebssportskigruppe eingegangen und habe mich zur Skigymnastik angemeldet.

Nach zwei Trainingseinheiten ist es nun an der Zeit eine erste Bilanz zu ziehen:

Zunächstmal muss ich darauf hinweisen, dass das Ski in Skigymnastik etwas irreführend ist. Die Betonung liegt eigentlich auf Gymnastik. Nun ja, der Zweck heiligt die Mittel und die Idee bei der Skigymnastik liegt darin, seinen Körper auf die Beanspruchung durch die bevorstehende Skisaison vorzubereiten.

Zum Skifahren braucht man Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht – und Beweglichkeit schadet auch nicht. Also im Endeffekt läuft es auf stinknormale Gymnastik raus.

Apropos stink. Da ich leider der wahrscheinlich einzige Mensch bin, der beim Sport nach Rosen mit Honig und einem kleinen Schuß Vanille riecht bin, ist die Luft in der kleinen Turnhalle und in der Umkleide (Angstschweiß) nicht so ganz erfrischend.

Aber zurück zur Gymnastik: Die meiste Zeit muss man da komische Bewegungen machen. Manchmal mit Armen und Beinen gleichzeitig. Zur Musik. Und im Rhythmus.

Aus meiner ganz eigenen Perspektive spielt sich das ungefähr so ab:

Vorturner bewegt irgendwie die Arme und Beine. Im Rhythmus. Ich schau kurz wie ein Bus und versuche dann das nachzumachen. Klappt nicht. Nochmal gucken. Geht der Arm nach rechts, wenn das Bein nach links geht, oder anders? Klappt wieder nicht. Ah, so ungefähr. Mist, ich mach’s genau andersrum, wie alle anderen. Kurz Pause und dann richtig wieder reinkommen. Mist, wieder falsch. Fast hingefallen. Ogott. Zum Glück kennt mich hier fast keiner. Hat keinen Zweck das. Vielleicht ist mein Schuh offen? Nee, leider nicht. Mach ich halt was anderes. Irgendwie Hopsen und mit Armen und Beinen wackeln. Merkt bestimmt keiner. Oh, strenger Blick vom Vorturner. Nagut einen Versuch noch. Ups, Nachbarn getreten. Sorry. Ich gucke konzentriert auf den Boden und hopse einfach nur hoch und runter. Pfiff, nächste Übung…

Ach ja, zu meiner intuitiven Entscheidung damals in der achten Klasse die Tanzschule zu verweigern gratuliere ich mir hiermit nochmal ganz herzlich.

Jedenfalls ist Skigymnastik eine super Sache, ich werde total fit und wahnsinnig beweglich sein und deshalb werde ich nicht aufgeben. Die eine oder andere kleine Demütigung am Montag abend hat ja schließlich noch keinem geschadet.

Auf der anderen Seite

Sunday, September 27th, 2009

Inzwischen kann man wohl sagen, dass ich auf gutem Weg vom Sportradler zum Radsportler bin. Und so habe ich inzwischen an einigen Radsportveranstaltungen teilgenommen. Deshalb wurde es mal Zeit, die Seite zu wechseln und mich mal als Helfer nützlich zu machen.
Die von meinem Verein ausgerichtete Welt-Kult-Tour im Südwesten von Regensburg bot dafür die richtige Gelegenheit.

Ich war an der ersten Verpflegungsstation beim Kloster Weltenburg im Einsatz. Das bedeutete leider aufstehen um fünf Uhr früh.

Gegen halb sieben hatte ich den Einsatzort im nächtlichen Nebel gefunden und traf dort unsern Einsatzleiter mit seiner Familie.

Die Aufbauarbeiten erstreckten sich über ein riesiges Buffet, mehrere provisorische Radständer, und diverse Elektrische Kochgelegenheiten für Suppe, Tee und Wasser. Danach ging es ans Brote schmieren, Kuchen aufschneiden und Obstzerkleinern.

Rechtzeitig, bevor die ersten Radler mit der Fähre übersetzten, waren wir mit allem fertig.

Die Fähre an sich ist eigentlich schon ein Ausflugsziel für sich: Sie wird nur mit Wasser- und Muskelkraft betrieben.

Leider bildet sie so auch ein echtes Nadelöhr und die ca. 800 Teilnehmer brauche viel Geduld, bis sie da durch sind. Ausserdem wird es ziemlich kühl, wenn man länger im Donaufrühnebel steht.

Jedenfalls konnten wir die ersten Ankömmlinge mit einer großartigen Verkostung über die Fahrtunterbrechung hinwegtrösten. Leider war die Logistik etwas optimistisch gewesen und gegen zehn wurden die Lebensmittel knapp. Einer der Mithelfer begab sich auf die Suche nach Nachschub, aber am Sonntag war das keine leichte Aufgabe und das Ergebnis brachte nur kurz Entspannung.

Die meisten Sportler kamen aber gut auf ihre Kosten und von denen, die etwas zu kurz (bzw. zu spät) kamen nahmen es fast alle sportlich.

Am Ende stand dann das Aufräumen, bevor sich eine kleine Karavane aus mit Müll beladenen Autos wieder auf den Rückweg nach Regensburg machte.

Dort war die große Party im Zielbereich schon voll im Gange. Und als Helfer hatte ich dort zum ersten mal im Leben VIP-Status.

Fazit: Auch als Helfer hat man auf solchen Veranstaltungen seinen Spaß, aber es ist fast so anstrengend wie selberfahren :-) .

Zum Schluß ein paar Impressionen:

Projekt 20

Thursday, September 10th, 2009

Wenn man morgens aus dem Haus geht, oder abends länger als bis um neun unterwegs ist, kann es einem nicht entgehen:

Der Sommer geht langsam aber sicher seinem Ende entgegen.
Das ist zwar schade, aber nicht sehr, denn nach dem Sommer kommt ja ein (hoffentlich im guten Sinne) turbulenter Herbst und nach dem Herbst kommt – (kurze Pause um Spannung zu erzeugen) – der Winter.

Und für diesen Winter habe ich mir etwas vorgenommen. Bzw. ich habe mir viel vorgenommen. Und meinem Vorhaben habe ich den Titel Projekt 20 gegeben.

Der Name ist Programm und bedeutet, dass ich vorhabe, im kommenden Winter mehr als 20 Skitage auf der Piste zu verbringen.

Das Projekt wird natürlich aus mehreren kleinen und mittelgroßen Teilprojekten bestehen und wenn sich jemand beteiligen möchte, findet sich bestimmt eine Gelegenheit!

Ich freu mich schon drauf!!