Archive for the ‘Sport’ Category

Winter im Oktober

Friday, October 16th, 2009

Gestern wehte es grosse Schneeflocken an meinem Buerofenster vorbei. Es war saukalt.

Heute bin ich um 02:30 aufgestanden, ohne Winterreifen zum Flughafen geeiert, in ein Flugzeug gestiegen und nach Andalusien gejettet.

Hier hatte es weit ueber 20 Grad, sogar im Atlantik, Und die Sonne knallt nur so runter.

Das Hotel ist chiq, die Leute sind nett und vielleicht mache ich die Tage noch nen Surfkurs.

Aber ein bisschen hab ich auch ein schlechtes Gewissen: Am Montag Abend verpasse ich die Skigymnastik…

Skigymnastik – oder das Dämlichste was ich seit langem getan habe

Tuesday, October 13th, 2009

Gute Vorbereitung ist alles. Und da ich das Thema Projekt 20 sehr ernst nehme, bin ich auf das Angebot meiner Betriebssportskigruppe eingegangen und habe mich zur Skigymnastik angemeldet.

Nach zwei Trainingseinheiten ist es nun an der Zeit eine erste Bilanz zu ziehen:

Zunächstmal muss ich darauf hinweisen, dass das Ski in Skigymnastik etwas irreführend ist. Die Betonung liegt eigentlich auf Gymnastik. Nun ja, der Zweck heiligt die Mittel und die Idee bei der Skigymnastik liegt darin, seinen Körper auf die Beanspruchung durch die bevorstehende Skisaison vorzubereiten.

Zum Skifahren braucht man Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht – und Beweglichkeit schadet auch nicht. Also im Endeffekt läuft es auf stinknormale Gymnastik raus.

Apropos stink. Da ich leider der wahrscheinlich einzige Mensch bin, der beim Sport nach Rosen mit Honig und einem kleinen Schuß Vanille riecht bin, ist die Luft in der kleinen Turnhalle und in der Umkleide (Angstschweiß) nicht so ganz erfrischend.

Aber zurück zur Gymnastik: Die meiste Zeit muss man da komische Bewegungen machen. Manchmal mit Armen und Beinen gleichzeitig. Zur Musik. Und im Rhythmus.

Aus meiner ganz eigenen Perspektive spielt sich das ungefähr so ab:

Vorturner bewegt irgendwie die Arme und Beine. Im Rhythmus. Ich schau kurz wie ein Bus und versuche dann das nachzumachen. Klappt nicht. Nochmal gucken. Geht der Arm nach rechts, wenn das Bein nach links geht, oder anders? Klappt wieder nicht. Ah, so ungefähr. Mist, ich mach’s genau andersrum, wie alle anderen. Kurz Pause und dann richtig wieder reinkommen. Mist, wieder falsch. Fast hingefallen. Ogott. Zum Glück kennt mich hier fast keiner. Hat keinen Zweck das. Vielleicht ist mein Schuh offen? Nee, leider nicht. Mach ich halt was anderes. Irgendwie Hopsen und mit Armen und Beinen wackeln. Merkt bestimmt keiner. Oh, strenger Blick vom Vorturner. Nagut einen Versuch noch. Ups, Nachbarn getreten. Sorry. Ich gucke konzentriert auf den Boden und hopse einfach nur hoch und runter. Pfiff, nächste Übung…

Ach ja, zu meiner intuitiven Entscheidung damals in der achten Klasse die Tanzschule zu verweigern gratuliere ich mir hiermit nochmal ganz herzlich.

Jedenfalls ist Skigymnastik eine super Sache, ich werde total fit und wahnsinnig beweglich sein und deshalb werde ich nicht aufgeben. Die eine oder andere kleine Demütigung am Montag abend hat ja schließlich noch keinem geschadet.

Auf der anderen Seite

Sunday, September 27th, 2009

Inzwischen kann man wohl sagen, dass ich auf gutem Weg vom Sportradler zum Radsportler bin. Und so habe ich inzwischen an einigen Radsportveranstaltungen teilgenommen. Deshalb wurde es mal Zeit, die Seite zu wechseln und mich mal als Helfer nützlich zu machen.
Die von meinem Verein ausgerichtete Welt-Kult-Tour im Südwesten von Regensburg bot dafür die richtige Gelegenheit.

Ich war an der ersten Verpflegungsstation beim Kloster Weltenburg im Einsatz. Das bedeutete leider aufstehen um fünf Uhr früh.

Gegen halb sieben hatte ich den Einsatzort im nächtlichen Nebel gefunden und traf dort unsern Einsatzleiter mit seiner Familie.

Die Aufbauarbeiten erstreckten sich über ein riesiges Buffet, mehrere provisorische Radständer, und diverse Elektrische Kochgelegenheiten für Suppe, Tee und Wasser. Danach ging es ans Brote schmieren, Kuchen aufschneiden und Obstzerkleinern.

Rechtzeitig, bevor die ersten Radler mit der Fähre übersetzten, waren wir mit allem fertig.

Die Fähre an sich ist eigentlich schon ein Ausflugsziel für sich: Sie wird nur mit Wasser- und Muskelkraft betrieben.

Leider bildet sie so auch ein echtes Nadelöhr und die ca. 800 Teilnehmer brauche viel Geduld, bis sie da durch sind. Ausserdem wird es ziemlich kühl, wenn man länger im Donaufrühnebel steht.

Jedenfalls konnten wir die ersten Ankömmlinge mit einer großartigen Verkostung über die Fahrtunterbrechung hinwegtrösten. Leider war die Logistik etwas optimistisch gewesen und gegen zehn wurden die Lebensmittel knapp. Einer der Mithelfer begab sich auf die Suche nach Nachschub, aber am Sonntag war das keine leichte Aufgabe und das Ergebnis brachte nur kurz Entspannung.

Die meisten Sportler kamen aber gut auf ihre Kosten und von denen, die etwas zu kurz (bzw. zu spät) kamen nahmen es fast alle sportlich.

Am Ende stand dann das Aufräumen, bevor sich eine kleine Karavane aus mit Müll beladenen Autos wieder auf den Rückweg nach Regensburg machte.

Dort war die große Party im Zielbereich schon voll im Gange. Und als Helfer hatte ich dort zum ersten mal im Leben VIP-Status.

Fazit: Auch als Helfer hat man auf solchen Veranstaltungen seinen Spaß, aber es ist fast so anstrengend wie selberfahren :-) .

Zum Schluß ein paar Impressionen:

Projekt 20

Thursday, September 10th, 2009

Wenn man morgens aus dem Haus geht, oder abends länger als bis um neun unterwegs ist, kann es einem nicht entgehen:

Der Sommer geht langsam aber sicher seinem Ende entgegen.
Das ist zwar schade, aber nicht sehr, denn nach dem Sommer kommt ja ein (hoffentlich im guten Sinne) turbulenter Herbst und nach dem Herbst kommt – (kurze Pause um Spannung zu erzeugen) – der Winter.

Und für diesen Winter habe ich mir etwas vorgenommen. Bzw. ich habe mir viel vorgenommen. Und meinem Vorhaben habe ich den Titel Projekt 20 gegeben.

Der Name ist Programm und bedeutet, dass ich vorhabe, im kommenden Winter mehr als 20 Skitage auf der Piste zu verbringen.

Das Projekt wird natürlich aus mehreren kleinen und mittelgroßen Teilprojekten bestehen und wenn sich jemand beteiligen möchte, findet sich bestimmt eine Gelegenheit!

Ich freu mich schon drauf!!

Die sind doch alle gedopt…

Monday, July 6th, 2009

Jetzt nicht nur die Radsportler, sondern auch die Pferde von den Reitsportlern.

Neulich stand was dazu bei Spiegel-online. So ein Reitfunktionär hat vorgeschlagen, nicht mehr die Reiter zu sperren sondern die gedopten Pferde.

Find ich nur fair. Was können denn die Reiter dafür, wenn diese neurotischen, krankhaft ehrgeizigen Sportgäule alles schlucken und drücken, was die Apotheke so hergibt?

“Böser SirLancelot, böses böses Pferd! Wie oft hab ich dir gesagt, nicht die Sterroide… Blöder Gaul blöder, siehst du, jetzt bist du gesperrt. Jetzt fahr ich ohne dich zum Derby. Das hast du jetzt davon.” – “Der Sir ist ja so ein intelligentes Pferd, aber er hat einen schwierigen Charakter. Störrisch wie ein Esel sag ich immer und er kann einfach nicht verlieren.”

Zwei verf***te Sekunden!

Tuesday, May 26th, 2009

Letzten Sonntag war Regensburg Marathon und ich war dabei. Natürlich nicht auf der Marathonstrecke (42km, die sind ja total verrückt, das tut doch weh!) oder der Halbmarathonstrecke (s. o.), sondern ich habe mich mit den 10km zufrieden gegeben.

Die Strecke war eine schöne Schleife mitten durch die Regensburger Altstadt und ich muss sagen, die Unterstützung durch das Publikum war großartig.

Ich denke, dass ich mir das Rennen ganz gut eingeteilt habe und bei dem Trainingsstand (*hüstel*) nicht mehr drin war. Dass ich die Stundenmarke aber um ganze zwei Sekunden verpasst habe, nervt schon ein bisschen. Dafür darf ich mich über den zweiten und letzten Platz meiner Wertungsgruppe freuen :-D .

Nächstes Jahr feiert diese Veranstaltung ihr zwanzigstes Jubiläum und ich denke ich werde mir das nochmal antun. Aber vielleicht mach ich dann bei den Inlinern mit, das tut weniger weh.

Richtig Radfahren

Sunday, May 17th, 2009

Von Freitag bis Sonntag habe ich an einem Basic Camp der Moutainbike Academy von Stefan Herrmann teilgenommen. (Ich gebe zu, mir sagte der Name auch nix, aber regelmäßige Leser der Bike denken jetzt bestimmt: ‘Stefan Herrmann? DER Stefan Herrman?’ – Ja genau der.)

Mein persönliches Ziel war es, mich in schwierigem Gelände mit dem MTB souveräner zu bewegen. Und – ich nehme das mal vorweg – das hat soweit funktioniert.

Freitag um zwei war Treffpunkt am Bikepark Geißkopf, im Bayerischen Wald, wo sich im Winter auch das von hier aus gesehen nächste brauchbare Sikgebiet befindet.

Dort angekommen wurden erstmal die schicken Klickies von meinem Rad geschraubt und durch großen ‘Bärentatzenpedale’ ersetzt. Dazu gab es Schienbeinschoner.

Dann kam die Gruppeneinteilung: Es gab eine Gruppe für ‘Anfänger ohne Vorkenntnisse’, eine Gruppe für ‘Könner’ und zwei Gruppen für dazwischen. Mit meiner Selbsteinschätzung ‘Fährt seit vielen Jahren sportlich Rad und kanns auch ein bisschen’ habe ich mich mal in der Mitte einsortiert. Ab dem zweiten Tag war ich dann wieder Anfänger ohne Vorkenntnisse :-) .

Am ersten Tag ging es um die Richtige Grundposition, balancieren, Kurven fahren und bremsen. Am zweiten Tag ging es Absätze rauf und runter und über Bodenwellen. Am dritten Tag ging es um Spitzkehren und einen Single-Trail mit vielen Steinen und Wurzeln.

Die Grundlagen wurden auf dem Parkplatz vermittelt, zum  Üben gab es flache oder auch abschüssige BMX-Bahnen oder spezielle Geländekurse. Aufgelockert wurde das Fahrtechnische mit prima Tips zum Material und zum richtigen Einstellen der Räder.

Am Samstag Vormittag hatten wir Dauerregen und sahen demensprechend aus wie die Wildschweine (evtl. haben wir uns auch ab und zu mal so angehört). Aber dann wurde das Wetter immer besser und Heute war es perfekt. Deshalb war im Park auch sehr viel los: Ständig flogen einem irgendwelche Radfahrer um die Ohren :-) .

Wie schon angedeutet, ich kann die Veranstaltung uneingeschränkt weiterempfehlen denn ich hatte drei sehr abwechslungsreiche, lehrreiche Tage mit jeder Menge Spaß.

Jetzt bin ich um einiges schlauer und geschickter, was das Radfahren angeht und freue mich schon sehr auf die nächsten Touren.

Marilleva – Madonna di Campiglio

Monday, January 19th, 2009

Wie angekündigt habe ich die vergangene Woche beim Skifahren verbracht. Mit der zuständigen Betriebssportgruppe war ich in Marilleva/Mezzana in Südtirol. Der Ort liegt an der Brenta-Gruppe und das Skigebiet ist mit Madonna di Campiglio verbunden.

Der Urlaub war ein kleines Abenteuer, weil ich keinen der Mitreisenden vorher kannte. Leider war ich mit Abstand der Jüngste in der Gruppe, aber die Leute waren sehr nett und es waren ein paar richtig gute Skifahrer dabei.

Das Wetter war perfekt und mir ist klar, dass das ein großes Wort ist: Die ersten drei Tage waren heftig sonnig. Dann gab es zwei Tage mit moderatem Schneefall und zum Abschluss hatten wir wieder einen großartigen Sonnentag auf frischem Schnee.

Den dritten Sonnentag nutzen wir für einen Ausflug in das Skigebiet beim Passo Tonale. Auch das ist ziemlich groß und sehr abwechslungsreich.

Also, ich habe zwei neue Skigebiete und viele neue Leute kennengelert und bin richtig viel und gut Skigefahren:  Ein voller Erfolg :-) .

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Meine zweite RTF

Sunday, September 21st, 2008

Nach der schönen Tour in Heidenau letztes Jahr war ich heute bei der Welt-Kult-Tour dabei, die praktischer Weise ca. 1km von meiner Wohnung entfernt gestartet wurde.

Ich hatte mich Anfang August für die ‘Fun-Sport-Strecke’ angemeldet, die mit 95km angegeben ist und ging davon aus, dass ich in den fast zwei Monaten locker die nötigen Trainigskilometer zusammenbekommen würde.

Eine mehrfach verschleppte Erkältung hat das leider verhindert. Plan B war also, gar nicht zu trainieren und möglichst gut erholt auf die Strecke zu gehen.

Der Plan ist soweit aufgegangen, ich lebe noch… Aber ab km 50 war Schluss mit Fun und der Sport ging los. Und die letzten 10km waren dann echt heftig, obwohl es da nicht mehr bergauf ging. Und dann war die Strecke in Wirklichkeit auch noch 98km lang!!! (Die Schweine!)

Am Ende bin ich glücklich (das es vorbei ist) und natürlich ein bisschen stolz auf mich (was riecht da so komisch).

Für alle Freunde der Statistik, hier noch die Fakten:

Ich bin 4h6min gefahren und habe 46 Minuten Pause gemacht, bzw. auf eine Fähre gewartet.

Den Rest gibts im Bild:

Testosteron

Tuesday, July 29th, 2008

Neulich lag ich träge auf meinem Sofa und zapp(el)te unmotiviert durch alle Kanäle des Kabelfernsehens. Schließlich blieb ich an einem dieser unseriösen Wissenschaftsmagazine des unseligen Privatfernsehens hängen, die ich so gerne sehe, und lernte ein paar neue Sachen über Testosteron:

  1. Wieviel Testosteron man hat, sieht man an der Fingerlänge. Langer Ringfinger (länger als der Zeigefinger) heißt viel Testosteron. Kurzer Ringfinger = Sissi.
  2. Testosteron = Motivation.
  3. Mehr Bewegung, mehr Testosteron.

Da mein Ringfinger nur bei sehr günstigen Lichtverhältnissen länger als der Zeigefinger erscheint, und ich meistens lethargisch auf der Couch liegend dem Bildungsfernsehen zweiter Klasse fröhne, während sich meine Libido in einer dunklen Kellerecke versteckt (vielleicht wars auch ne Spinne; war jedenfalls nicht sehr groß das), muss ich wohl davon ausgehen, dass mein persönlicher Testosteronvorrat unmittelbar nach Ausbildung meiner prächtigen Körperbehaarung erschöpft war.

Dem Problem könnte man natürlich wieder abhelfen, durch mehr Sport. Dazu fehlt mir aber die Motivation (kann ich nix für, liegt am Testosteron, wie mein Ringfinger beweist!).

Ich werde mir jetzt also mal so ein Testosteronpflaster (gibts im Radsportfachgeschäft unter der Ladentheke) auf’n Sack kleben und drauf warten, dass ich Lust bekomme.

Auf Joggen zum Beispiel. Oder Radfahren…