Archive for the ‘Sport’ Category

Man kann nicht immer gewinnen…

Tuesday, March 18th, 2008

Der regelmäßige Leser wird wissen, das ich viele der schönsten Stunden meines Lebens in Skiurlauben verbracht habe. Auch dieses Jahr gabs ein paar schöne Momente und es wurde wieder niemand ernsthaft verletzt. Aber unterm Strich bleibt als Fazit nur: Arrrrgh!

Es begann mit der Erkenntnis, dass Halsiberg von Regensburg aus ziemlich schlecht zu erreichen ist. Irgendwie ist da der Bodensee im Weg. Jedenfalls war ich über 7 Stunden unterwegs, zum Teil unter sehr unerfreulichen Verkehrsbedingungen.

Das Ferienhaus war sehr schön und gemütlich und der erste Skitag war uneingeschränkt prima. Man konnte sogar auf einigen Schneeresten bis zur Hütte abfahren.

Doch schon Tag zwei war eine Pleite: Heftiger Sturm, alle Lifte geschlossen. Auf der ersatzweise angesetzten Wanderung musste ich dann das viel zu vorzeitige Ableben meiner nagelneuen Digitalkamera feststellen! Das alleine hätte eigentlich schon gereicht um mir den Urlaub zu vermiesen.

Am nächsten Tag konnten wir zwar wieder Skifahren, aber ich habe überall nur nichtfestzuhaltende Fotomotive gesehen…

Mittwoch war dann wieder Sturm mit warmem Regen, der sämtlichem Schnee unterhalb der Mittelstationen den Rest gab. War aber egal, weil ich inzwischen die fiese Erkältung von meiner Schwester und ihrem Knirps übernommen hatte und es mir richtig schlecht ging.

So konnte ich die verbleibenden zwei Skitage nur halbtags auf die Piste und auch dass nur unter Kopfschmerzen und Ohrensausen.

In der Nacht von Freitag auf Samstag brach dann bei meinen beiden Schwestern ein Magen-Darm-Virus aus, so dass die Ärmsten sich fast die ganze Nacht auf der Toilette abwechseln mussten.

Am übelsten war die Rückfahrt, die genauso lange dauerte wie die Hinfahrt, nur dass ich halt obendrein noch krank war.

Inzwischen geht es mir besser und ich freue mich auf nächsten Winter. Denn es kann nur besser werden!

Wenn sich zwei Eier treffen, dann gibt es Omelett.

Monday, February 11th, 2008

Freitag Nachmittag, die Arbeitswoche war zuende. Normalerweise wäre ich nun auf eben dieser Couch versackt, auf der ich in diesem Moment tippenderweise sitze. Doch dieses Wochenende sollte ein besonderes werden und deshalb fing ich an zu packen. Nachdem alles im Koffer war, kam der feierliche Moment: Vorsichtig, fast zärtlich hohlte ich die Ski aus der Kellerecke.

Dann ging die Fahrt zunächst nach München. Dort machte Wirzi großartigen Kaiserschmarrn zum Abendessen. Als Einstimmung sozusagen. Wir gingen früh schlafen, denn schon um fünf Uhr nachts klingelte der Handywecker. Als gegen sechs Uhr die ersten Frühaufsteher aus den Bettchen krochen, waren wir schon auf der Straße (machts gut ihr Trottel, bzw. NARREN!).

Die Fahrt ging durch Österreich und über den Brenner nach Südtirol, Italien!

Es war noch dunkel und es war Schneesturm! So kamen wir nicht so schnell voran, wie geplant, aber den Stau konnten wir austricksen und gegen zehn standen wir in St. Ulrich, oder Ortesei, wie die Einheimischen es nennen, an der Gondel.

Es schneite immernoch heftig also setzte ich mir unter erschwerten Bedingungen (im Auto) Kontaktlinsen ein. Bei der Linken ging was schief, vermutlich war die falschrum. Aber ein scharfes Auge ist bei Nebel völlig ausreichend.

Leider gingen dann noch mindestens 15 kostbare Skiminuten drauf, weil man zum Kauf eines Mehrtagesskipasses mit mehreren Rolltreppen bis ins Stadtzentrum vordringen musste (und zurück).

Aber der lange Weg auf die Piste hatte sich gelohnt. Das Skigebiet, Dolomiti Superski, ist megaloman. Alleine vier große Skigebiete sind über die Sella-Ronda miteinander verbunden: 500 Pistenkilometer und 200 Liftanlagen. Mit dem Skipass sind insgesamt 12 Skigebiete zugänglich.

Es schneite und war nebelig, aber das Skigebiet war weitgehend leer und wir konnten super fahren. Das Vergnügen war groß.

Am frühen Abend bezogen wir unser Quartier, das Hotel Garni Mariandl. Die Wirtin war sehr nett, aber etwas umständlich. Sie fragte uns ein duzend mal, ob wir eine Rechnung bräuchten und ob sie die gleich ausstellen sollte. Als wir beides heftig verneinten notierte Sie die wichtige Tatsache, dass wir bar bezahlt hatten mindestens vier mal auf der provisorischen Quittung (Gibts die eigentlich noch? Das glaubt uns doch sonst keiner!). Nebenbei erwähnte sie noch, dass sie Berlusconi gut findet (‘Der isch mit die kleine Loite’). Eine Mischung aus Höflichkeit und Entsetzen hinderte mich an jedem Kommentar.

Dann gab sie uns noch den Tipp in einem Restaurant Namens La Terrazza, bei der großen Kirche, essen zu gehen.

Mit viel Glück erwischten wir noch eine Platz und fanden uns in einem gewaltigen, lauten Chaos wieder. Sämtliche Tische um uns rum wurden unter großem Hallo und viel Gedränge ständig neu besetzt. Die Küche war nicht besonders toll, auch nicht besonders teuer immerhin, und ließ sich vom Chaos noch anstecken. Irgendwann waren wir doch alle satt und froh, wieder draußen zu sein.

Sonntags war auf der Piste schon mehr los. Es schneite kaum und die Sicht war deutlich besser. Wir starteten in St. Christina und fuhren einmal um die Sella-Gruppe. Trotz des Andrangs bildeten sich dank der riesigen Kapazitäten kaum Schlangen an den Liften. Am Montag, dem berüchtigten dritten Tag und gleichzeitig dem berüchtigten letzten Tag (doppelter Todesfetisch), gingen wir es ruhiger an und blieben in der Gegend. Highlight des Tages war die 10,5 km lange Abfahrt von Seceda nach St. Ulrich, die wir einmal fast ohne Pause absolvierten.

Aber jetzt komm ich mal zum Thema: Kaum fährt der Wirzi selber ordentlich Ski, zeigen sich bei ihm erste Anzeichen von Intoleranz gegenüber Skifahrern, die es (noch) nicht so drauf haben und ihm im Weg ‘rumeiern’ ;-) .

Gegen Typen, die zehn Sekunden Vorlauf und ihre sämtliche Willenskraft für jede Richtungsänderung benötigen, hilft in der Tat nur eins: So schnell fahren, dass man sie in guter Nährung als stehende Hindernisse betrachten kann :-D . Probleme gibt es aber wenn unglücklicherweise zwei von der Sorte auf Kollisionskurs geraten. Dann gibt es Omelett!

Ach ja, natürlich hätte ich gerne ein paar Fotos gezeigt, aber mein Knipser hat leider totalverweigert und bisher habe ich auch von meinen Mitreisenden noch keine Bilder bekommen (winkt mit einem kleinen Zaun).

Meine erste RTF

Monday, September 24th, 2007

Letztes Wochenende habe ich an einer Radtourendfahrt (RTF) teilgenommen.

RTFs sind breitensportliche Radsportveranstaltungen. Es gibt keine Zeitnahme, dabei sein und ankommen ist alles.

Die Heidenauer RTF war sehr gut organisiert und prima ausgeschildert. Die Verpflegung auf der Strecke war genial. Man hätte mühelos seine 5€ Startgeld zurückfuttern können. Dazu kam noch das großartigste Spätsommerwetter mit idealen Temperaturen.

Es standen 5 Strecken mit 160, 120, 80, 60 und 25 km zur Auswahl. Ich habe die 80km absolviert und dabei in genialer Landschaft (Osterzgebirge) 1200 Höhenmeter überwunden. Das hat gereicht um anschließend ordentlich platt zu sein ;-) .

Andere, erfahrenere, Teilnehmer haben gesagt, dass die Heidenauer RTF besonders empfehlenswert ist und nicht alle RTFs so gut organisiert sind. Aber ich habe auf jeden Fall Feuer gefangen und werde nächstes Jahr sicher die eine oder andere Veranstaltung mitnehmen.

Deutschland. Ein Sommermärchen

Friday, October 20th, 2006

Sönke Wortmanns Doku zur WM 2006 ist eine wunderschöne, sehr emotionale Erinnerung mit interessanten Blicken hinter die Kulissen. Ich würde soweit gehen zu sagen: Ein absolutes Muss für jeden, der im Sommer auch nur ein bisschen Mitgefiebert hat.

MTB-Runde

Sunday, August 6th, 2006

Ist zwar schon eine Weile her, aber ich wollte euch nicht vorenthalten, dass ich eine schöne neue MTB-strecke gefunden habe. Höhepunkt ist die Babisnauer Pappel, ein über 100 Jahre alter Baum und Aussichtspunkt südlich über Dresden. Auf dem Rückweg hab ich mir die Talsperre Kauscha angeschaut. Dieses File könnt ihr in google earth laden, und die Tour nachvollziehen. Der Vollständigkeit halber gibts noch das Höhenprofil dazu.

Training für Nerds

Monday, July 3rd, 2006

Auf Nachfrage von Chris kommen hier meine Tips zur Hi-Tech Trainingsauswertung:

Ich bin mit einem GPS-Empfänger unterwegs. Mein Garmin Forerunner 201 ist für < 200€ zu haben und reicht für die meisten Belange aus, nur die Fähigkeiten zur Navigation sind etwas eingeschränkt. Wer auch Navi braucht, sollte sich den etwas teureren Fortrex 201 anschauen.

Für GPS gibt es eine ganze Reihe von shareware und freeware. Mittlerweile kann man google Earth ganz gut nutzen. Meine Lieblingssoftware ist das vielseitige GPS Utility, mit dem man GPS Daten verwalten und in alle denkbaren Formate konvertieren kann. Für die schnelle Visualisierung geht GPSVisualizer sehr gut.Für die nähere Umgebung nutze ich digitale, topographische Karten von Magicmaps . Die 3D Funktion ist ziemlich nutzlos, aber die Karten im Maßstab 1:25000 sind billiger als die TOP25-Serie der Landesvermessungsämter. Die Karten nutze ich zur Planung der Touren. Die Höhenprofile sind auch genauer, als die direkt über GPS gemessenen, weil die Höhenmessung per GPS doch noch ziemlich streut.

Meinen kleinen Garmin nutze ich inzwischen für fast alles: beim Radfahren, Joggen, Wandern, Inlineskaten und Skifahren (als Tacho).

Leider laufen hier die Links grade ziemlich Amok. Die wichtigsten zum Schluss:

Garmin, GPS-Utility, GPSVisualizer, Magicmaps

Wieder im Training

Sunday, July 2nd, 2006

Nach einer viel zu langen, krankheitsbedingten Pause von etwas mehr als vier Wochen, habe ich wieder mit Sport angefangen. Am Sonntag morgen ist traditionell wenig Verkehr, also bin ich mal wieder auf meine rote Rennmaschine geklettert und 27 km durch die nördlichen Ausläufer des Erzgebirges geradelt. Richtig rasant wars noch nicht, und an den ersten Anstiegen hab ich gedacht, ich muss sterben :-) . Die zweite Hälfte der Strecke lief dann aber ganz gut, und ich wurde für die Mühen mit großartigen Ausblicken, über Dresden, das Elbtal bis in die sächsische Schweiz oder die Hügel und Täler des Erzgebirges belohnt.

Höhenprofil Radtour DD-Possendor-Kreischa-DD

Ihr seid nur ein Möbellieferant….

Monday, June 26th, 2006

Arne sei Dank und durch viel Glück hatte ich eine Karte für das Deutschland:Schweden FIFA-WM-2006tm Achtelfinaletm. Es war großartig! Das erste Highlight war, die Erfahrung zu machen, wie es ist, sich mit zwei oder mehr anderen vor einem Spiegel zu drängeln, um sich zu schminken.

stFan

Danach wurde es leider ein bisschen stressig, denn die U-Bahn war selbst zwei Stunden vor Anstoss mit dem Andrang der Fans (komisch es kamen wohl WIRKLICH alle die Karten hatten, wer rechnet den mit sowas?) völlig überfordert und es kam zu dramatischen Szenen auf den Bahnsteigen. Wir schafften es mit dem Trick, erstmal zwei Stationen in die Gegenrichtung zu fahren. Dort waren die Bahnen noch leer genug, dass man ohne Gewalt zusteigen konnte. Die Gewalt wurde einem dann aber spätestens am Marienplatz angetan, wo in den völlig überfüllten Zug noch 100 Menschen einstiegen.

Auch vor dem Stadion herrschte dichtes Gedränge, und zeitweise ging gar nichts, so dass wir schon fürchten mussten, den Anstoss zu verpassen. Die “Sicherheitskontrolle” war das entscheidende Nadelöhr. Aber offensichtlich ging es dort nicht um Sicherheit, sondern darum das Mitbringen von unlizensierten Getränken und Lebensmitteln zu verhindern. Ich hatte jedenfalls mein Mobiltelefon in der Hand und nicht in der Hosentasche (um das Abfummeln zu erleichtern). Zufällig hat sich meine Toitschlandflagge um die Hand gewickelt und das Telefon wurde nicht bemerkt. Es hätte auch eine Handgranate sein können…

Fast zeitgleich mit den Mannschaften sind wir dann ins Stadion eingelaufen und auf unseren Plätzen angekommen. Das Stadion in München ist wirklich schön (von innen wenigstens) und man kann eigentlich von allen Plätzen gut sehen. Die Stimmung war gänsehauterzeugend und besonders nach den Toren gradezu euphorisch.

achtelfinale

Hinter uns saßen drei Schweden, die gegen Ende ein bisschen weinen mussten. Angesichts der enttäuschenden Leistung der Schweden kann man das nachvollziehen. Das einzige was dem Spiel nämlich fehlte war Spannung. Die ersten zwei nennenswerten Angriffe der deutschen Mannschaft gingen durch den Strafraum der Schweden wie ein heißes Messer durch warme Butter. Nach 12 Minuten stand es 2:0, und Prinz Poldi war der König von Schweden. Als kurz dananch ein Schwede nach einer etwas zu strengen gelb-roten Karte vom Platz musste, war die Sache eigentlich gelaufen. Und dann machten sich die Schweden endgültig lächerlich, als sie Anfang der zweiten Hälfte einen Elfmeter über das Tor versemmelten. Nur die Latte verhinderte zweimal, dass sich diese Blamage auch im Ergebnis niederschlug. Wenn es doch nur genauso einfach wäre, die Möbel von IKEA aufzubauen….

Der Ausflug ins Münchner Stadion war jedenfalls ein historisches Erlebnis, und wenn wir tatsächlich WELTMEISTER werden, werde ich noch meinen Enkeln davon erzählen.

Urlaub in Umbrien

Tuesday, June 13th, 2006

Die letzte Woche habe ich im Trainingslager Urlaub Rehalager am Trasimenischen See in Umbrien/Italien verbracht. Das ganze begann mit Erschöpfung und einer Schwellung der Lymphknoten im Hals, die in den ersten Tagen gigantische Ausmaße angenommen hat. Meine linke Mandel war so groß, wie ein Tischtennisball. Am Ende kam eine kurze aber heftige Halsentzündung heraus, die inzwischen zum Glück im Abheilen ist.

So konnte ich das Rad, das ich im Flieger mitgeschleppt hatte, nur auf zwei kurzen Touren einsetzen. Interessante Episoden gibts in den nächsten 2-3 Posts, hier ersmal soviel: ‘Going Postal’ ist das aktuelle Paperback von Therry Pratchett und wieder sehr gelungen. Spannend, lustig und wie immer mit einer einzigartigen Perspektive auf die Welt.

Unterwegs in Umbrien

Friday, June 2nd, 2006

Die nächste Woche bin ich beim Mountainbiken in Italien. Ich verspereche hiermit einen ausführlichen Nachbericht, mit Einzelheiten zu ‘Fliegen mit Fahrrad’ und ‘Off-Road-MTB-Touren nach GPS fahren’. Ich könnte auch schon einen ausführlichen Vorbericht schreiben, aber ich bin nicht ganz gesund und will noch möglichst viel Schlafen, bevor es morgen los geht.
Also dann, bis nächste Woche!