Mission accomplished – Projekt 20 Abschlussbericht

April 18th, 2010

Servus zusammen,

ich weiß ich bin ein schlechter Blogger zur Zeit, aber es war und ist ja auch viel los zur Zeit. Da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll.

Bevor der Sommer endgültig ausbricht, nutze ich die Zeit um etwas zuende zu bringen: Mein Projekt 20, dass ich vor sieben Monaten (Oh, G, wie die Zeit vergeht) großspurig angekündigt habe.

Es war ein guter Winter. Nicht nur was das Skifahren angeht, auch so. Aber die kurzen und die langen Skireisen gehören sicher zu den besonderen Höhepunkten. Am Anfang war der Schnee ein bisschen knapp, aber dann kam immer mehr davon und der Winter wollte gar kein Ende nehmen und so war zu Ostern noch genug da um die Wintersaison angemessen ausklingen zu lassen.

Angefangen hat es im Dezember in Kaprun, wo mir die Ski-Outlaws um Erns Garhammer eine neue Art des Tiefschneefahrens beigebracht haben. Seitdem schlenker ich beschwingt mit den Stöcken, wenn das Gelände schwierig wird (4 Pistentage).

Dann gabs ein im Januar Wochenende in Kirchberg, wo ich wegen der IWEPN-Konferenzen viele gute Erinnerungen habe (2 Pistentage).

Im Februar folgte DER Skiurlaub in Fiss nach bewährtem Rezept: Gute Freude + tolles Skigebiet = super Urlaub (7 Pistentage). Allerdings hatte ich hier auch zwei schwere Stürze, die mir meine Grenzen aufgezeigt haben. Zum Glück gabs nur leichte Blessuren (7 Pistentage).

Der Saisonhöhepunt war der Aldo-Busch-Pokal von Osram, Anfang März, den mein Team aus Regensburg dieses Jahr gewinnen konnte. Einen kleinen Beitrag dazu hat mein denkwürdiger Ausflug in den Langlaufsport geleistet, aber auch im Riesenslalom konnte ich wieder punkten. Lustig wars mit Stefan D., der mich durch die Todesrinne vom Mittager scheuchte. Leider bin ich da mit dem Kopf zuerst wieder rausgekommen, aber ich hätt’s beinahe geschafft (3 Pistentage).

Direkt im Anschluss ging’s ins Zillertal mit der Familie. Mit meinen Eltern und beiden Schwestern mit Familie habe ich eine sehr interessante Woche erlebt. Die lieben Kleinen haben ihren Onkel ganz schön geschafft, aber Lukas stand mit 2,5 Jahren schon auf den Skiern und hatte Spaß dabei (5 Pistentage, 1 Tag Kinderwagenschieben).

Anfang April kam der Osterhase und ich bin schon wieder ins Zillertal gefahren, aber etwas tiefer als davor. In Finkenberg und am Tuxer Gletscher kam die Saison zu einem würdigen Abschluss. Auch wenn ich am Anfang der Reise ziemlich erkältet war und bestätigen kann, dass Skifahren unter Medikamenteneinfluss nicht so der absolute Oberhit ist. Der absolute Oberhit sind die Bratkartoffeln im Spannagelhaus mit 3 Spiegeleiern (4 Pistentage)!

Alles zusammengezählt ergibt das 25 Pistentage. Soviel hab ich früher in 4 Jahren nicht zusammengebracht! Mein Ziel hab ich also locker erreicht. Und jetzt reicht es dann auch mit Winter und Skifahren. Im Moment glaube ich nicht, dass ich diese Skisaison nächstes Jahr toppen kann und werde. Somit wird der Winter 2010 wohl ein ganz besonderer bleiben.

(Hmm, ich habe ne Einleitung, nen Mittelteil, ne Zusammenfassung einen Ausblick, aber irgendwas fehlt… Bilder!)

Heiliger Bimbam

March 13th, 2010

Für die einen ist es die katholische Kirche, für die anderen der wahrscheinlich größte Kinderschänderring der Welt.

Und so führte eins zum anderen…

February 27th, 2010

Es war einmal Ende letzten Jahres, als mein Schwager zufällig am Mediamarkt vorbei kam. Dort gab es billige Playstations (PS3s). Also es war wohl wirklich ein richtig tolles Sonderangebot, deshalb nahm er gleich mehrere mit um auch den Rest der Familie mit diesen Segnungen der modernen Technik zu beglücken.

Da seine Schwester schon eine PS2 hat und keine PS3 haben wollte, war auch für mich noch eine übrig. Okay, es bedurfte einiger Überredung. Da ich ja selbst am PC kaum noch spiele, was sollte ich dann mit einer Spielkonsole?

Ich lernte, dass nur dumme Kinder die PS3 als Spielekonsole verwendeten. Zu dem Preis sei das Gerät nämlich ein super günstiger Blue-Ray-Player und obendrein sehr geeignet als Medienserver für Filme, MP3 und zum Fotos am TV gucken.

Da ich just zu dieser Zeit auf der Suche nach einer Lösung für eben diese Funktion war und da ich nicht riskieren wollte, dass meine Geschwisterkinder hungern müssen, weil ihr Erzeuger das Haushaltsgeld in PS3 investiert hat, wurde ich zum stolzen Besitzer einer japanischen Spielstation.

Als nächstes ließ ich mich von meinem Schwager beraten, wie man das kleine Wunder korrekt in die übrige Haushaltselektronik integrieren sollte. Im Ergebnis überzeugte mich mein Schwager, dass Blue Ray guken nur Spaß macht, wenn man einen ordentlichen Surround-Sound dabei hatte. Also brauchte ich noch einen AV-Receiver.

Leider reichte das immer noch nicht, denn so ein Receiver braucht nämlich je einen Right Front, einen Left Front einen Center, einen Left Rear, einen Right Rear und eine Subwoofer. Das ist nicht die taktische Formation einer Ballsportmannschaft, sondern das sind die 5+1 Lautsprecher, die man für ein mittelmäßiges Dolby-Sourround-System braucht (eigentlich braucht man 7+1 Lautsprecher aber da war ich zu geizig).

Lautsprecher kaufen ist eine schwierige Angelegenheit, vor allem, wenn man wie ich über das absolute Gehör verfügt und genau weiß, was man will. Also hab ich mir schließlich ein Boxenset nach der Farbe ausgesucht und im Internet bestellt.

Dummerweise muss man so Lautsprecher auch noch anschließen.

Das Projekt ging ich sehr systematisch an:

Zuerst die vorderen Lautsprecher. Das war okay, das kannte ich von früher.

Dann den Center. Der soll irgendwie in die Mitte. Dummerweise hat meine Medienbank unten zwei Fächer und in der Mitte eine Stüzte. Aber es passt, wenn man den Center quer vor den Fernseher legt.

Dann der Subwoofer. Ein riesen Gerät mit eigener Stromversorgung. Sehr suspekt. Ich hab mir ein paar Tage Zeit gelassen ihn aufzustellen und noch ein paar Tage gebraucht um rauszufinden, wie er funktioniert.

Zuletzt die hinteren Lautsprecher. Die haben das große Problem, dass sie auf der anderen Zimmerseite zu installieren sind. Also braucht man sehr lange Kabel, die quer durch die Wohnung verlegt werden müssen.

Dank meines überragenden handwerklichen Talents, mit dem ich alles machen kann, was nicht mehr als zwei linke Hände voller Daumen erfordert, war das ganze natürlich kein Problem. Naja okay, Murphys Gesetz musste natürlich befolgt werden: Egal wie sorgfältig man schätz und wie großzügig man die Reserve berrechnet, mindestens ein Kabel ist immer zu kurz.

Und gestern abend, kurz nach Beginn des zweiten Laufs im Viererbob, war es dann soweit: Yes we can sourround!

Aber zurück zur PS3, was kann die denn jetzt: Ich nutze sie nicht zum Spielen, sondern zum Abspielen von CDs, DVDs, Bluerays, MP3s und Fotos, entweder direkt von der eingebauten Festplatte oder per Medienserversoftware über WLAN-Zugriff direkt von meinem PC. Außerdem kann das Gerät Internet, falls man mal einen Film aus dem Netz von der Couch aus gucken möchte.

Auf die Ketten

February 14th, 2010

Da ich meinen Wintersport sehr ernst nehme, lege ich Wert darauf, dass mein Auto mit winterlichen Verhältnissen klar kommt. Dazu gehört natürlich, dass man auch damit fahren kann (zur Not sogar bergauf), wenn Schnee auf der Straße liegt.

Also hab ich mir letztes Jahr Schneeketten geleistet.

Den ersten Test hab ich im ‘Sommer’ in der Tiefgarage vorgenommen. Dem stehenden Auto Schneeketten angezogen und wieder ausgezogen. Meine einzige, trügerische, Erinnerung an diesen Versuch ist, dass es eigentlich nicht so schwer war.

Heute habe ich dann beschlossen, den vielen Schnee auszunutzen um den Ernstfall unter gefechtsmäßigen Bedingungen zu proben. Ich bin auf einen tief verschneiten und darunter wie sich herausstellte dick vereisten, Waldwanderparkplatz gefahren und hab die Ketten ausgepackt.

Die Montageanleitung besteht aus vier mehr oder weniger vollstädigen Sätzen im Stile von ‘Nippel durch die Lasche ziehen’ und ebenso vielen 3x3cm großen Fotos. Wenn ich den Kerl erwische, der das verzapft hat!

Und die Schneekettenmontage ist tatsächlich um einiges leichter, wenn der Reifen auf festem trockenem Untergrund steht, als wenn er schon halb im Schnee steckt.

Einige hundert Flüche später und nachdem ich mich total eingesaut hatte, konnte ich tatsächlich ein paar Meter fahren, mit den Ketten. Leider hat es nur auf der rechten Seite gut funktioniert, auf der Linken hat sich die Kette immer wieder verabschiedet…

Aber im Augenblick fühle ich mich fit, die Ketten auch im Ernstfall einzusetzen, vor allem, wenn dann noch jemand dabei ist, der mir hilft.

Die Übung hat sich also gelohnt. Und nicht nur für mich, sondern auch für drei andere Autofahrer, deren festgefahrene Vehikel ich im Verlauf meiner Versuche vom Eis schieben helfen konnte.

Fast völlig unzumutbar

February 14th, 2010

In diesen Tagen scheint es nur zwei Sorten von Menschen zu geben:

  • Unausstehlich ostentativ verliebte Pärchen (ihhh, die knutschen).
  • Verkleidete Narren, die sich verbissen bemühen, die vom Kalender verordnete Fröhlichkeit auszuleben.

Unzumutbar ist das und zwar doppelt! Man sollte irgendwie verhindern, das Fasching uns Valentinstag wie dieses Jahr quasi übereinanderherfallen.

Wenigstens kan man sich auf den Abend freuen, denn dann kommt Olympia im Fernsehen.

Deswegen will ich mal nicht so sein, bin gar nicht neidisch, und drück allen Verliebten die Daumen, dass es möglichst lange hält. Und die zwei Tage bis Aschermittwoch werd ich wohl auch noch irgendwie durchhalten…

Hochgefühl (Vorsicht, kitschig)

February 3rd, 2010

Es ist kalt. Die eisige Luft brennt auf der Haut im Gesicht und bei jedem Atemzug in den Lungen. Es ist ein angenehmer, willkommener Schmerz der ein intensives Gefühl von Lebendigkeit bewirkt.

Das Herz schlägt schnell. Es beruhigt sich nur langsam in der dünnen Luft. Der Aufstieg war weder leicht noch ungefährlich. Doch derAusblick entschädigt für alle Anstrengung.

Unberührter Schnee erstreckt sich von der Sohle des Hochtals bis hinauf zu den Bergkämmen und Gipfeln. Ein Wetterwechsel hat seine Vorhut geschickt. Weiße Wölkchen, sind bemüht über den Grat zu klettern. Doch noch steht die Sonne ein paar Fingerbreit über den höchsten Gipfeln am blauen Himmel und strahlt, zeichnet dunkle Schatten in den Schnee.

Ein schüchternes Lächeln erobert vorsichtig die gefrorenen Lippen, und breitet sich schließlich über das ganze Gesicht aus. Befangen zwischen begeistertem Stolz und demütiger Dankbarkeit, in diesem Augenblick hier sein zu dürfen. Es gilt den Moment in sich aufzunehmen und tief im Innern festzuhalten.

Um ihn mitzunehmen und hinunter zu tragen, zurück in die  unruhige, laute, betriebsame Welt des Alltäglichen. Um sich dort von ihm tragen zu lassen, durch die hektischen Zeiten von Tag zu Tag zu Tag.

Bis günstige Umstände es wieder erlauben, hinaus zu gehen und hinauf zu steigen, dem nächsten Gipfel entgegen.

Ein Wintermärchen

January 31st, 2010

Das war er also, DER Skiurlaub 2010. Diesmal ging es ins Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis, im Westen Tirols. Wir hatten eine  etwas *hüstel* überteuerte FeWo aber immerhin in perfekter Lage, direkt neben der Seilbahn und mit Sauna inklusive.

Ich habs mal wieder probiert, aber Sauna ist echt nicht mein Sport. Ich verstehe einfach denn Sinn nicht sich nackig in eine völlig überheizte Holzkiste zu hocken um sich anschließend selbst mit sehr kaltem Wasser zu traktieren. Das ist doch gelebter Masochismus! Meine Theorie ist, dass die Finnen das erfunden haben, als sie eine Methode suchten, die Wirkung von Bier zu verstärken.

Ich fand den Skikeller am Besten: Tür auf, Ski 25 m weit tragen, anschnallen und los gings. Abends abschwingen, abschnallen, Ski aufheben, 4m in den Skikeller tragen – fertig.

Neben zwei alten Freunden waren diesmal auch zwei nette Regensburgerinnen mit von der Partie. Leider sind die Leute die ich kenne inzwischen so wichtig, dass man sie nicht mehr für eine komplette Woche unter einen Hut kriegt, so dass  wir nur drei Abende lang die komplette Besetzung da hatten.

Was das Skifahren anging, war einiges geboten. Das Skigebiet ist riesig und sehr abwechlungsreich. Die Liftanlagen sind fast ausnahmslos sehr modern. Es gibt flache, breite Abfahrten zum Carven aber auch sehr anspruchsvolle schwarze Pisten und Skirouten.  Außerdem gibt es reichlich Gelegenheit, zwischen die Pisten ins Gelände zu fahren, ohne sich in große Lawinengefahr zu begeben.

Optimal war auch das Wetter: Von Neuschnee bis Sonne war alles dabei, wir konnten jeden Tag fahren.

An die neuen Ski hab ich mich prima gut gewöhnt. Sind wirklich sauschnell :-) .

Am Abend wurde gekocht, meistens unter der kreativen Leitung von Michael, der erstaunliches zu Wege brachte, vor allem aus dem übrigen Quark und einer Dose Ananas. Danach wurde gegessen und dann meistens gespielt. Ein Highlight war der Schafkopfkurs.

Entgegen der Tradition war diesmal Samstag nicht nur der Abreisetag sondern wir sind (fast alle) nochmal Ski gefahren. Gute Entscheidung, denn bis zum Späten Nachmittag war Stau extrem angesagt und Brigitte, die gleich morgens gefahren ist, war fast doppelt so lange unterwegs wie normal.

Fazit: Es war ein toller Urlaub und wir sind alle fast ganz gesund wiedergekommen. (Okay, ich hab nen Verband an der linken Hand, aber das war Künstlerpech und ist halb so wild.)

In diesem Sinne: Ski or Die ;-)

Ach ja, Projekt 20: 12,5 Tage sind absolviert,  9 gebucht, 4 angedacht: Es schaut nach Übererfüllung der Zielvorgabe aus :-) .

Zu schön um wahr zu sein

January 10th, 2010

Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die sind zu schön um wahr zu sein (Okay nicht schön im Sinne von schön, sondern mehr im Sinne von ganz schön komisch, ich bin ein kleiner Zyniker, nicht vergessen).

Jedenfalls durfte ich gerade Lesen, dass der Premier von Nordirland Probleme hat, weil seine Frau eine Affäre hatte.

Aber es wird noch besser: Die Frau ist über sechzig.

Wartet, wartet, es wird sogar noch besser: Die Affäre ist erst 19.

Und jetzt kommt das allerbeste: Die Frau heiß Mrs. Robinson!

Ich geh mich jetzt totlachen und wünsche einen fröhlichen Montag (fahrt vorsichtig, is Schnee draußen).

Deutsche Filme

January 9th, 2010

Ja, ab und zu schaff ich es doch noch ins Kino. Zuletzt waren zwei deutsche Komödien dran: Soul Kitchen und 13 Semester.

Soul Kitchen ist eine sehr gelungene Beziehungskommödie mit viel Witz und Tempo. 13 Semester ist als Film nicht ganz so herausragend, aber auf jeden Fall kurzweilig. Und die Darmstadt-Fraktion wird vieles wiedererkennen von der Bibliothek, den Mensen bis hin zur HEAG-Straßenbahn.

Komisch, wieso war ich eigentlich nie im Woog-Bad?

Tiefschneekurs

December 23rd, 2009

Am Freitag war es endlich soweit: Projekt 20 ist aus der Planungsphase in die Durchführungsphase übergegangen!

Früh um sieben gings von Regensburg nach Kaprun, wo von Samstag bis Montag ein Tiefschneekurs gebucht war. Gegen elf sind wir angekommen und konnten noch 3-4 Stunden bei prima Wetter gescheit auf der Piste fahren.

Am Abend lernten wir dann den Guru der Veranstaltung, Ernst Garhammer, kennen und bekamen gleich mal unser LVS ausgeteilt.

LVS steht für Lawinen Verschütteten Suchgerät, oder auch Lebensversicherung wenn ihr wollt. Das Gerät sendet je nach aktivem Modus Signale aus, oder ortet eben diese Signale, mit dem Sinn, dass man lawinenverschüttete Skischüler finden und ausgraben kann.

Am nächsten Morgen um 08:30 Uhr trafen sich dann 50-60 lernwillige Skifahrer an der Talstation und es folgte die Gruppeneinteilung. Zunächst wurde nach Kursdauer aufgeteilt. Zwei Tage oder drei Tage. Dann wurden die Gruppen wohl nach Fahrkönnen eingeteilt und ich blieb als einer der letzten neben lauter top ausgerüsteten Geländefahrern und dem wahrscheinlich sportlichsten Skilehrer von allen stehen.

Ich schluckte trocken und versuchte mich zu erinnern, was ich damals bei der Anmeldung unter “Fahrkönnen” eingetragen hatte. “Fährt wie ein junger Gott auf Speed” hatte ich doch hoffentlich nur gedacht und nicht getippt?

Ich sah mich jedenfalls schon wieder bis in die letzte Mädchengruppe durchgereicht werden, so wie damals beim Mountainbiken.

Als alle Gruppen eingeteilt waren ging es ganz nach oben auf den Gletscher, auf 3000m. Dort gab es die Einweisung in das Lawinenpiepsdingens und ein bisschen Theorie zur neuen Fahrtechnik.

Normalerweise versucht der Schönskifahrer den Oberkörper ruhig zu halten, während die Beine darunter die Bögen machen.  Die von Garhammer propagierte ABS Technik hingegen verlangt, dass man jeden Schwung durch eine schwungvolle Oberkörperdrehung einleitet, die bis in die Skistockspitze durchzuziehen ist.

Das ganze hat ein bisschen was von Kung-Fu-Skifahren und bei uns Anfängern läuft es auf ein wildes Gefuchtel mit den Armen hinaus. Richtig umgesetzt hat es den Vorteil, dass man sehr stabile, kontrollierte Kurven fahren kann und zwar weitgehend unabhängig von der Unterlage. Man kommt also auch im Tiefschnee um die Ecke.

Bis die Umsetzung halbwegs gelingt, vergehen die Kurstage recht schnell. Zumal wir Samstag und Sonntag viele Pausen machen mussten, weil -30°C auch bei guter Kleidung etwas grenzwertig sind zum Skifahren. Lustig, wie einem danach -8°C richtig warm vorkommen können :-) .

In der Gruppe bin ich doch ganz  gut mitgekommen, obwohl ich keinen eigenen Anti-Lawinen-Airbag-Rucksack dabei hatte und noch nie in Kamtschatka  oder Kanada beim Heli-Skiing war :-) .

Ein Highlight war das Fahren in einer selbst eingefahrenen Buckelspur. Hier kommt eine Variation der ABS-Fahrtechnik zum Einsatz, bei der die Schwünge durch kurze Bewegungen aus dem Unterarm/Skistock eingeleitet werden. Hat viel Spaß gemacht und recht gut funktioniert.

Ich hoffe, dass ich diese Saison noch ein paar Tiefschneetage erleben darf um die Technik mal so richtig auszutesten, auch im Vergleich zu meiner alten Methode.

Projekt 20 ist also auf einem guten Weg: 3,5 Tage absolviert, 14 gebucht, 2,5 offen!

Hier ein paar Impressionen aus den Bergen:

Und hier noch was zum Staunen oder Gruseln:

TeamThirteen