Die wahre Disziplin

Die Olympischen Spiele sind dafür gedacht, dass sich junge sportliche Menschen aus aller Welt begegnen und besser kennenlernen. Dabei sein ist alles!

LANGWEILIG! In Wirklichkeit geht es darum Medallien zu gewinnen. Und zwar viele. Und zwar vor allem goldene. Denn die ultimative Disziplin bei Olympia ist der Medallienspiegel. Hier gilt es den Amis, Chinesen und Russen zu beweisen, dass Größe nicht alles ist, den Ösis zu zeigen, dass Größe alles ist und überhaupt um den Beweis, dass WIR die größten, schönsten und besten sind und haben.

Und im Medallienspiegel zählen nunmal nur die Goldmedallien. Wo stünde man denn im mit sagen wir mal 100 Silbermedallien? Aktuell auf Platz 17!

Ich verstehe deshalb nicht warum unsere staatlichen Jubelmedien die Silber- und Bronzemedallienverlierer so scheinheilig beglückwünschen. Anstatt leicht pikiert im Interview zu fragen, ob man sich denn nicht noch ein kleines bisschen mehr hätte anstrengen können. Schließlich geht es um Deutschland und die Weltherrschaft über die Winterspiele!

One thought on “Die wahre Disziplin

  1. Das „Go for Gold“ ist auch viel klassischer. Bei den alten Griechen galt: Gewinnen ist alles, verlieren ist GAR NICHTS!. Im „Pankratheon“ (oder wie das hieß), dem Zweikampf, war die erste Taktik dem Gegner in die Familienjuwelen zu treten. Klappte das nicht, wurde man grob.
    Allgemein bekam der Sieger einer Disziplin, Gold, Frauen (oder Jungs), Wein und lebenslange freie Kost und Logis in seiner Heimatstadt. Der Zweite musste sich fragen lassen, warum er überhaupt angetreten war.

    Und: Das erste Ziel der Weltmeisterschaft ist nicht, darauf zu hoffen, dass wir Weltmeister werden, sondern das Holland es NICHT wird!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.