Der Terassentürzwischenfall

Ich weiß, ich weiß man soll nicht am Wochenende arbeiten. Wenn es besonders wichtig ist, oder ich nichts besseres zu tun habe (was deprimierend genug ist), tue ich es trotzdem.

Ich sitze also einsam und verlassen im Büro klicke irgendwas am Computer und bemerke plötzlich, dass ganz feiner Regen am Fenster vorbeigeweht wird. Gleichzeitig schaut die Sonne durch ein kleines blaues Loch in den Wolken. Aha, denkt man sich, das gibt bestimmt einen ausgesprochen ansprechenden Regenbogen. Kurz überlegt, wo kommt die Sonne her, wo geht sie hin und wo ist dann der Regenbogen… und nicht wie auf die Terasse gestürzt.

Der Regenbogen war großartig, hell, breit und bunt, wie es sein soll. Nach ein par Augenblicken naturschauspielgenießens wurde mir dann kalt und ich wollte wieder rein. Doch die Tür ließ sich nicht öffnen.

Außerhalb der Arbeitszeiten werden auf unserer Dachterasse (4. Stock) die Türen automatisch verrigelt. Damit ein professioneller Fasadenkletterer oder ein fallschirmspringender Einbrecher es nicht unnötig einfach haben.

Eigentlich sollte sich die Tür mit unserem standardschlüssel öffnen lassen. Eigentlich. Der Schlüssel passte zwar in den Schließzylinder und konnte da auch irgendwas ausrichten, die Klinke blieb aber blockiert und die Tür ging nicht auf.
Panik!
Die Warhscheinlichkeit, dass am späten Sonntagnachmittag noch jemand an der Dachterrasse der 4. Etage vorbeikommt ist beliebig klein. Und da ich mein Handy normalerweise nicht am Körper trage, hätte ich in großen Schwierigkeiten sein können.
Aber ich hatte Glück und der Schlüssel funktionierte in der anderen Tür. Was sagt uns das? Man soll eben nicht am Wochenende arbeiten!
Fröhlichen Montag!

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