Ihr seid nur ein Möbellieferant….

Arne sei Dank und durch viel Glück hatte ich eine Karte für das Deutschland:Schweden FIFA-WM-2006tm Achtelfinaletm. Es war großartig! Das erste Highlight war, die Erfahrung zu machen, wie es ist, sich mit zwei oder mehr anderen vor einem Spiegel zu drängeln, um sich zu schminken.

stFan

Danach wurde es leider ein bisschen stressig, denn die U-Bahn war selbst zwei Stunden vor Anstoss mit dem Andrang der Fans (komisch es kamen wohl WIRKLICH alle die Karten hatten, wer rechnet den mit sowas?) völlig überfordert und es kam zu dramatischen Szenen auf den Bahnsteigen. Wir schafften es mit dem Trick, erstmal zwei Stationen in die Gegenrichtung zu fahren. Dort waren die Bahnen noch leer genug, dass man ohne Gewalt zusteigen konnte. Die Gewalt wurde einem dann aber spätestens am Marienplatz angetan, wo in den völlig überfüllten Zug noch 100 Menschen einstiegen.

Auch vor dem Stadion herrschte dichtes Gedränge, und zeitweise ging gar nichts, so dass wir schon fürchten mussten, den Anstoss zu verpassen. Die „Sicherheitskontrolle“ war das entscheidende Nadelöhr. Aber offensichtlich ging es dort nicht um Sicherheit, sondern darum das Mitbringen von unlizensierten Getränken und Lebensmitteln zu verhindern. Ich hatte jedenfalls mein Mobiltelefon in der Hand und nicht in der Hosentasche (um das Abfummeln zu erleichtern). Zufällig hat sich meine Toitschlandflagge um die Hand gewickelt und das Telefon wurde nicht bemerkt. Es hätte auch eine Handgranate sein können…

Fast zeitgleich mit den Mannschaften sind wir dann ins Stadion eingelaufen und auf unseren Plätzen angekommen. Das Stadion in München ist wirklich schön (von innen wenigstens) und man kann eigentlich von allen Plätzen gut sehen. Die Stimmung war gänsehauterzeugend und besonders nach den Toren gradezu euphorisch.

achtelfinale

Hinter uns saßen drei Schweden, die gegen Ende ein bisschen weinen mussten. Angesichts der enttäuschenden Leistung der Schweden kann man das nachvollziehen. Das einzige was dem Spiel nämlich fehlte war Spannung. Die ersten zwei nennenswerten Angriffe der deutschen Mannschaft gingen durch den Strafraum der Schweden wie ein heißes Messer durch warme Butter. Nach 12 Minuten stand es 2:0, und Prinz Poldi war der König von Schweden. Als kurz dananch ein Schwede nach einer etwas zu strengen gelb-roten Karte vom Platz musste, war die Sache eigentlich gelaufen. Und dann machten sich die Schweden endgültig lächerlich, als sie Anfang der zweiten Hälfte einen Elfmeter über das Tor versemmelten. Nur die Latte verhinderte zweimal, dass sich diese Blamage auch im Ergebnis niederschlug. Wenn es doch nur genauso einfach wäre, die Möbel von IKEA aufzubauen….

Der Ausflug ins Münchner Stadion war jedenfalls ein historisches Erlebnis, und wenn wir tatsächlich WELTMEISTER werden, werde ich noch meinen Enkeln davon erzählen.

One thought on “Ihr seid nur ein Möbellieferant….

  1. Tja, mit dem Weltmeister wird’s ja nun nix. 🙁
    Kannst ja aber zumindest Deinen Kindern von unserem historischen WM-Ausflug erzählen…

    Übrigens: Beim Link ganz am Anfang stimmt was nicht.

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