Der Hunger treibts rein, der Ekel treibts runter

Als Ingenieur glaube ich aus tiefstem Herzen an den Fortschritt. So gehe ich natürlich davon aus, dass es möglich ist, ein wohlschmeckendes, gesundes, preiswertes Fertiggericht herzustellen, das man in 3-5min in der Mikrowelle zubereiten kann. Ab und zu, wenn dieser inbrünstige Glaube stärker wird als jede Vernunft (also wenn ich beim Einkaufen nicht nur hungrig sonder extrem unterzuckert bin), nehm ich mir also ein Mikrowellen-Fertiggericht mit und werde jedes mal enttäuscht.

Der heutige Kandidat war ein besonders gewagter Selbstversuch, wie ich gerne zugebe: Currywurst-Topf mit Kartoffeln von Le Chef unter der Rubrik Traditionelle Spezialitäten angeboten, erworben im Lidl-laden.

Der erste Teil war kein Problem: 5 min bei 600 W in die Mikro. Aber dann wurde es eklig: Die Wurst schmeckte relativ neutral, was okay war, aber sie schwamm in furchtbar süßem Ketchup. Dieses Schicksal teilte sie sich mit unförmigen, zum Teil noch rohen, Kartoffelbrocken. Da ich ungern verliere habe ich trotzdem alles aufgegessen und bisher hälts der Geiz auch noch drinnen. Aber bis zu meinem nächsten Selbstversuch in diese Richtung werden wohl wieder einige Monate ins Land gehen.

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4 thoughts on “Der Hunger treibts rein, der Ekel treibts runter

  1. grins, läuft wohl unter der rubrik: „selbstversuch in der gruppe für biomaterialien“ (vorausgesetzt bei der currywurst handelte es sich um biomaterialien)…. meinen „ich will mal schauen, ob ich noch gegen äpfel allergisch bin“ -versuch toppst du damit nicht, aber es war doch ein amüsanter anfang… und eigentlich warst du doch auch ganz gut drauf – so wie sich das für nen schuss E`s, farbstoffe und zuckeraustauschstoffe gehört… trotzdem, das nächste mal nimm lieber das gemüse mit den drei nudeln… ebenfalls für die mikrowelle und durchaus essbar 😉

  2. There’s no such thing… Aber nicht-ganz-zum-kotzen zum in der Mikro zubereiten ist CurryKing von Meica: http://www.meica.de/index.php?sprache=_dt&nav=51

    Ich würde es nicht jeden Tag essen wollen, wie unser Praktikus damals, aber mal kann man es echt essen.

    Besser, kann man eigentlich jeden Tag essen, ist reis-fit 1-2-Reis für die Mikro.
    http://www.reis-fit.de/content/2_produkte/003_convenience_sortiment/0011_12reis_basmati.php
    Dazu ein fertiger Salat (habe Hersteller und Name vergessen), gibts mit Dressing und allem Drum und Dran.
    Ist halt kein so hoher Junk-Faktor…

    Und angeblich sind die Fertiggerichte von den Weight-Watchers weniger schlimm als andere. Aber ich habe den selbstversuch nicht gewagt.

    PS: Habe ich erwähnt, dass wir keine Kantine haben?

  3. „Currywurst-Topf mit Kartoffeln“ klingt aber auch schon echt gefährlich.
    Ich halte mich dann, wenn abends an der Uni der Hunger kommt, doch eher an die Klassiker: (Aldi-)Eintöpfe aus der Dose, an verschwenderischen Tagen Pizzalieferdienst, oder ab und an auch Ravioli aus der Dose. Ja, ich weiß, dass letzteres i.d.R. auf Unverständnis und Abneigung stößt.

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