Der Geschirrspüler räumt sich nicht von alleine aus – oder doch?

Gegenüber von meiner Bürotür befindet sich unsere Teeküche inkl. Geschirrspüler. Von Zeit zu Zeit gibt es bei uns in der Gruppe – nun, nennen wir es mal Diskussionen – darüber, dass immer die Selben den Geschirrspüler bedienen und vor allem ausräumen, während immer die anderen Selben, das nicht tun. Gelegentlich wird man dann daran erinnert, dass sich der Geschirrspüler nicht von alleine ausräumt.

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass es schon vorgekommen ist, dass ich als einer der letzten im Büro saß, als der Geschirrspüler mit einem durchdringenden Piepen seine Verrichtung verkündete. Es kam dann auch vor, dass mich das Gepiepe so nervte, dass ich mich aus meinem Bürosessel erhob, um den Geschirrspüler auszuschalten. Natürlich mit dem guten Vorsatz, ihn später noch auszuräumen. Selbstverständlich könnte ich ihn auch gleich ausräumen, aber das Geschirr ist dann erstens noch sehr warm und sollte erstmal abkühlen und zweitens bin ich dann ja grade im Begriff, konzentriert irgendwas zu arbeiten, woran ich nurnoch durch das enervierende Gepiepe gehindert wurde.

Gelegentlich ist es in so einer Situation nicht zu vermeiden, dass ich das Ausräumen dann vergesse. Weil der Spüler ja nicht mehr piept. Das fällt mir dann meistens im Fahrstuhl auf der Treppe ein und ich hätte die ganze Nacht ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir nicht vornehmen würde, den Spüler gleich morgens, sobald ich ankomme, auszuräumen.

Am nächsten Morgen hat sich der Spüler dann von alleine ausgeräumt. Natürlich bin ich mir der Möglichkeit bewußt, dass eine frühaufstehende Kollegin das Ausräumen übernommen hat. Aber empirisch von meinem subjektiven Standpunkt aus betrachtet ist dieser Unterschied ohne Relevanz ;-).

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3 thoughts on “Der Geschirrspüler räumt sich nicht von alleine aus – oder doch?

  1. In unserer Firma wurde aus dem Grunde der „Küchendienst“ eingerichtet. Jeder ist mal an der Reihe.
    Immer wenn die an der Reihe sind, die eh immer die Küche in Ordnung gehalten haben, ist die SpüMa ausgeräumt. Wenn die Führungskräfte, die ohnehin schon durch gesteigerte Küchenfaulheit auffällig waren an der Reihe sind, räumt sich die SpüMa von selbst aus. Weil es die üblichen Verdächtigen machen.

    Es gibt nur eine demokratische Lösung:
    Man verzichtet auf Schränke und hat so viele Geschirrspüler, dass das ganze Geschirr darin Platz findet. Sauberes Geschirr nimmt man sich dann immer aus einer sauberen Maschine, das Schmutzige kommt in eine leere oder schmutzige Maschine. C´est ca. Die besten Lösungen sind immer die einfachsten,

  2. ich oute mich hiermit als geschirrspülerausräummuffel…. zu meiner verteidigung muss ich sagen, dass die betreffende kollegin ein sehr mütterlicher typ ist… das heißt, sie hat einen gewissen eifer entwickelt, diesen unliebsamen job an sich zu reißen, um dann den moralischen zeigefinger zu heben und rumzumotzen, dass SIE das schon wieder machen musste… was wohl ebenfalls irgendwie mütterlich ist, wenn ich mich dunkel an die zu-hause-wohn-zeit erinnere… ich schaff es jedoch nicht, den nötigen ehrgeiz zu entwickeln, morgens um halb 7 hier aufzuschlagen, nur um ihren tatendrang auf hämische weise zu kastrieren….
    es gibt aber noch ein weiteres phänomen hier… es betrifft das spülmaschine anstellen… wenn der letzte vom frühstück seine tasse in den automaten räumt (was nicht selbstverständlich ist- manche menschen geraten in einen gewissenskonflikt, so eine arme tasse in einen bösen automaten zu sperren, man könnte sie ja auch oben drauf stellen…)… dann auf diesen kleinen knopf zu drücken, um der maschine zu sagen, dass sie nen job zu erledigen hat, fällt irgendwie in die kategorie unmöglich… und dann gibt es den typus SCHLAUBI, der in den automaten schaut und meint: der ist ja noch gar nicht voll, da passt ja noch was rein… theoretisch mag das richtig sein, praktisch aber unmöglich, wenn in der küche kein stück sauberes geschirr mehr steht (blutdruck: 250/150)…. bisweilen kribbelt es dann in meiner rechten fußspitze und ich wünschte, ein schlumpf zu sein!…. AMEN!

  3. 😉 Und genau aus diesem Grund habe ich meine Privattasse! Jede Fremdnutzung sorgt auf der einen Seite für völliges Entsetzen, da es sein kann, dass noch ein Kaffeerand von gestern zu sehen ist (perfider Trick von mir – alles so aussehen zu lassen als ob es schmutzig ist, dann verwendet es kein anderer –> klappt auch herrlich mit den Laborutensilien), und auf der anderen Seite zu einer ausgewachsenen Kanly. Ich glaube die wissen hier, dass ich keine Hemmungen habe so zu tun als ob ich stolpere und dann auf die brutalen Tassenentführer zu fallen…

    Was ich damit sagen wollte? Ach ja… einmal im Jahr siegt das schleht eGewissen und ich räume die Maschine aus und den Rest der Zeit berufe ich mich auf meine Privattasse – das klappt :).

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