Der Weg ist das Ziel

Ich habe jetzt lange über den Spruch nachgedacht, und manchmal trifft das wohl auch zu. Aber meistens ist es doch so:

Das Ziel ist das Ziel und der Weg ist im Weg!

38 thoughts on “Der Weg ist das Ziel

  1. *seufzt*

    So viel philosophische Kompetenz bei einem Werkstoffwissenschaftler ;), aber betrachten wir das doch mal richtig:

    Ohne den Weg würde es gar kein Ziel geben, also ist dieser natürlich ein eminenter Teil des Ziels. Schaut man sich dann das Ziel selbst an, ist das meist auch nur das Gefühl den Weg gegangen zu sein (es sei denn das Ziel ist auch noch hübsch angemalt und hat ein Band, welches durchtrennt werden muss – dafür gelten natürlich andere Gesetzmäßigkeiten), weswegen diesem schon wieder ein großer bedeutsamer Anteil am Ziel eingeräumt wird. Was können wir schlussfolgern? Der Weg ist, wenn schon nicht komplett das Ziel, wenigstens 99,9% des Ziels und da wir als Wissenschaftler ja gern mal Sachen

  2. aha… der kommt nur mit den kleiner als zeichen nicht klar (wer kennt den html code dafür 😉 )

    mal Sachen kleiner als 1% vernachlässigen somit gleich das ganze Ziel.
    *lehnt sich zurück*
    Also lieber Sebastian… der Weg ist und bleibt das Ziel 😉

  3. micha du schreibst zu viele arbeitspakete!…. hübsch angemalt und band durchschneiden? du meinst bei der verpackung, um an die ostereier zu kommen?… wenn ich an urlaub denke, ist der weg eher im weg…. es sei denn, ich kann hin fliegen… hm und dann wäre dann noch monty python: da hast du auf der einen seite den heiligen gral und auf der anderen das monsterkarnikel und die dämlichen franzosen… ich plädiere für das ziel ohne weg… oder kurzem weg, auf dem man selbstverfreilich nicht laufen muss, sondern gefahren wird… ich war nie ein guter pionier 🙁 von wegen früchte der arbeit und so… ich wollte immer NUR früchte 🙂

  4. Ja aber betrachtet man die Thematik nur unter diesem Gesichtspunkt, entgehen einem doch ganze 99,9% des Ziels und man kann nicht annähernd richtig glücklich sein, weil man ja nur ein bissl genießt! *schüttelt den kopf* Du machst es dir zu einfach! 🙁

  5. Hmm, ich fürchte, deine ganze Argumentation stützt sich auf die Behauptung, die du im ersten Satz aufstellst. Aber natürlich kann ein Ziel völlig ohne Weg existieren, dann ist es eben möglicherweise unerreichbar.

  6. Ich denke, man muss da wirklich differenzieren. Beim Halbmarathon z.B. ist natürlich der Weg das Ziel, aber wenn man dringend auf die Toilette muss, ist die das Ziel und der Weg ist im Weg.
    Bliebe noch die Frage, ob der Weg häufiger der größte Teil des Ziels ist, wie Micha es sieht, oder ob er meistens im Weg ist, wie Sebastian es eingeschätzt hat.

  7. Hmpf… dazu mal das hier

    Ziel, Philosophie: durch freie individuelle Wahl und Entscheidung oder gesellschaftlich-politische Entscheidungen und Entscheidungsprozesse projektierter zukünftiger Zustand, der durch Handeln verwirklicht werden soll und für dessen Planung und Realisierung leitend ist. Alles absichtsvolle Handeln ist durch Ziele bestimmt und durch Motive begründet, die dem jeweiligen Ziel einen Wert beimessen, um dessentwillen es als erstrebenswert gilt. Bei Aristoteles ist Ziel (griechisch telos, lateinisch finis) die erste der vier Ursachen (Causa), um derentwillen alles geschieht (Finalität).

    Daraus folgt dann aber, dass es irgendwie einen Weg zu jedem Ziel gibt! So und wenn man den augenscheinlich nicht erreichen kann, könte es womöglich sein, dass uns in dem Moment die Weitsicht fehlt den Weg zu blicken, aber da ist er trotzdem ;).

  8. sag mal micha wenn 99,9% deines ziels der weg ist, dann bist du am ziel bevor du es erreicht hast… bedeutet man sollte sich das ziel so stecken, dass es unerreichbar ist, dann ist man immer auf dem weg und damit immer am ziel?… sehe ich das richtig?

  9. Ja aber da wir sozusagen dazu neigen das volle Ziel zu wollen (so ein Ding mit Mterialismus/Macht/Selbsterfüllung), werden wir somit immer auf dem Weg zum Ziel sein und niemals aufhören es zu erreichen, wodurch es immer weit weg bleibt und wir nie das komplette Ziel für das komplette Glück erreichen, bis wir alt genug sind, zu sehen, dass der Weg tatsächlich das Ziel war und man es schon längst erreicht hat.

    Und das Beispiel mit der Toilette… der Weg ist nicht wirklich im weg, denn auf dem Weg zur Toilette erreicht man diese ja und von daher ist er auch dort ein essentieller Bestandteil 😉

  10. hm du hast natürlich recht micha… wobei in deinem fallbeispiel der weg nicht zum ursprünglichen ziel führt sondern zur richtigen definition von ziel… das ziel ist es also, dass wirkliche ziel zu erkennen… fragestellung: was ist eigentlich wichtig? und was ist es wert, ein ziel zu sein?…. ich bezweifle allerding, dass sebastian wirklich daran dachte, als er die ziel-weg-problematik ins leben rief… das klingt nämlich alles total durchgeknallt 🙂

  11. Aber die richtige Definition von Ziel ist ja in dem Fall auch als Weg zu bezeichnen und schon haben wir wieder die Weg – Ziel – Symbiose :).

  12. Hmm, aber eigentlich muss ich Micha doch grundlegend widersprechen.
    Der Weg ist der Weg und das Ziel ist das Ziel – das sind sie ja schon per Definition, deswegen heißt das Ziel nämlich „Ziel“ und der Weg heißt „Weg“.
    Somit ist der Weg auch nicht das Ziel, außer wir definieren die Bedeutung des Wortes „Weg“ um, so dass es auch „Ziel“ bedeutet, aber was soll das, da kommen wir doch nur durcheinander. Der Stuhl ist ja auch der Stuhl und nicht etwa der Tisch.

    Was natürlich bleibt ist, dass das Glücksgefühl beim Erreichen eines Ziels in manchen Fällen hauptsächlich darauf zurückzuführen sein kannn, dass man sich darüber freut, den Weg zum Ziel gegangen zu sein. Aber auch für den Fall, dass dieses Glücksgefühl das Ziel als solches ist, bleibt das „Gehen des Weges“ der Weg zum Ziel, und das Glücksgefühl nach dem „den Weg gegangen sein“ bleibt das Ziel.

  13. ja die ursprüngliche frage war doch aber ob der weg IM weg ist… und auch in deinem beispiel lieber arne gibt es das glücksgefühl am ziel evtl nur weil der weg dahin zum beispiel sehr hart war… damit ist der weg essentiell und könnte als teil des zieles definiert werden

  14. Ja aber (mal davon abgesehen, dass mir Arne grundlegend widersprechen will) so rein realistisch betrachtet ist doch der Stuhl und der Tisch vollkommen verschieden vom Grundsatzgedanken eines Weges oder Ziels ;).

    Also wenn man mal als Beispiel einen Weg in unserer Verganenheit betrachtet – das Erreichen des Diploms (egal ob Ing oder Biologe). Das Ziel war der Quasititel und damit die Befähigung ernst genommen zu werden, doch überlegt man sich mal was gewesen wäre, wenn man den Titel einfach ohne den Weg (in dem Fall das Studium mit allen höhen und Tiefen, welches sicher in viele kleine Ziele und Wege aufgeteilt werden kann) bekommen hätte, würde uns doch einiges an Erfahrung fehlen. Da wir nun aber alles geschafft haben und dank dem Weg einen mitunter beachtlichen Erfahrungsgrundstock besitzen, ohne den wir völlig unfähig wären etwas im aktuellen „Berufsleben“ zu tun, wäre das Ziel ohne den Weg völlig sinnlos gewesen. Wer würde uns ernst nehmen? Also könnte man in dem Fall auf den Gedanken kommen, dass nicht nur der Quasititel das Ziel war, sondern auch das Verständnis und das Wissen, welches dafür notwenidig war. Also war hier wieder einmal der Weg das Ziel. Und sind wir mal ehrlich… bei den anderen Zielen – was wären die ohne Wege? Gäbe es ohne den Weg überhaupt ein Ziel? Und wird damit der Weg nicht tatsächlich zu einem essentiellen Bestandteil des Ziels?

    Fragen über Fragen 😉

  15. @Micha

    Du Schleimer!

    @Doro
    Warum wird Micha gelobt, wenn er dir Komplimente macht, während du mir immer eine beleidigende Absicht unterstellst???

    @Micha
    Alles was ich im Studium gelernt habe, hab ich wieder vergessen. Was bleibt ist der Titel 🙂

  16. *grübel: biologen können nichts… sind biologen überhaupt noch wissenschaftler… dämliche biologin… ich will nicht gehasst werden, nicht mal von dir… doro, die lebende landmine… du hast die schuhe nur einmal getragen? ist der absatz abgebrochen?*… hm vielleicht solltest du deine komplimente klarer formulieren sebastian 😉

  17. Zu Michas schöner Argumentation:

    Ich denke, es kommt darauf an, das Ziel klar (und richtig) zu definieren.
    Wenn das Ziel nur ein Titel ist, tut’s auch, diesen gegen Geld bei einer windigen Uni käuflich zu erstehen. Dann hat man zwar keine Ahnung und Erfahrung und wird bestenfalls auch nicht ernst genommen, hat aber auch das Ziel („einen Titel“) erreicht.
    Oder ist das Ziel der Titel in dem Sinne, wie der Titel ihn eigentlich haben sollte? Nämlich als Kennzeichnung, dass man ihn sich erarbeitet hat und dabei Dinge gelernt und Erfahrungen gemacht hat. Dann ist aber das Ziel nicht einfach nur „einen Titel zu haben“ (das wäre eine unsaubere, falsche Definition für dieses Ziel). Dann ist das Ziel eher so etwas wie „das Studium mit einem Titel abgeschlossen und dabei viel gelernt und Erfahrungen gesammelt zu haben“. Im übertragenen Sinne könnte man in diesem Fall dann sagen „der Weg ist das ein Teil des Ziel“, und gewiss ist der Weg in diesem Falle nicht „im Weg“. Aber eigentlich, sauber definiert bleibt doch das Ziel das Ziel („das Studium mit einem Titel abgeschlossen und dabei viel gelernt und Erfahrungen gesammelt haben“), das Ziel ist dann eben den Weg zum Titel (Vorlesungen usw. usf.) zurückgelegt zu haben.

    Oder anders: Wenn der Weg wirklich das Ziel ist, dann ist das Ziel („projektierter zukünftiger Zustand“) in Wirklichkeit, auf dem Weg zu sein.

  18. *grübelt* Also ich muss mal anmerken, dass mir in erster Linie jetzt das Glas Wein fehlt und der gemütliche Sessel samt Tisch, an dem man das in aller Ruhe diskutieren könnte… aaaaaaber: *seufzt* so genau kann man das Ziel ja nicht definieren und warum sind alle nur dagegen, dass der Weg rein philosophisch schon ein Teil des Ziels ist, weil ohne den Weg, kein Ziel exisiteren würde, da man Ziele ja irgendwie erreichen muss.

  19. Muss man das Ziel erreichen? Man will das Ziel erreichen… Aber man erreicht ja gar nicht jedes Ziel. Dann ist allerdings der Weg auch nicht im Weg, sondern daneben, oder zu kurz oder was auch immer.
    Ich habe ja auch gar nicht bestritten, das der Weg manchmal das Ziel ist (oder ein Teil davon), aber ich bin dagegen, dass das immer so ist.

  20. Also,
    @Micha: Du bist wirklich ein schlimmer Schleimer.

    Außerdem nehmt doch mal Sebastians MTB-Touren. Das Ziel ist ja, ein wenig zu fahren, Weg zurückzulegen, also der Weg. Dann wäre dann ja der Weg das Ziel und das Ziel das Ende. Hm….

  21. Naja das aufwachen gestaltet sich bisweilen recht unangenehm… Ich überleg gerade ob es auch wege ohne ziel gibt und ob man da nur mitglieder der kiffergilde trifft… Oder micha grins denn für ihn sind ja hauptsächlich die wege von interesse

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