Flüssigsprengstoff: Die Lösung

Wie versprochen verrate ich heute, wie man ohne Thromboserisiko das Fliegen wieder sicher machen kann:

Die Sicherheitskontrollen am Flughafen sind vor allem eine Glaubenssache. Scharfe Tests haben grade erst gezeigt, dass in mindestens einem Drittel der Versuche Messer, Pistolen oder Bombenattrappen durch die Kontrollen gekommen sind. Ich gehe mal davon aus, das bei diesen Test gar nicht mal besonders rafiniert vorgegangen wurde. Ich bin absolut sicher, dass mit ein bisschen Kreativität genügend Sprengstoff in ein Flugzeug zu kriegen wäre, um es zu zerstören.

Die Sicherheitskontrollen bewirken also drei Dinge:

  1. Die Passagiere glauben, dass sie sicher sind, weil alles durchleuchtet wird.
  2. Potentielle Terroristen glauben, dass es schwierig ist, was an Board zu bringen (Abschreckung).
  3. Dumme und Irre, die Waffen mitnehmen möchten werden erwischt.

Um also die Flugzeuge wirksam vor Flüssigsprengstoff zu schützen, müssen die Menschen glauben dass es unmöglich ist, Flüssigsprengstoff durch die Kontrollen zu bringen. Nachdem jetzt leider bekannt wurde, das die aktuellen Systeme das nicht können, wird das nicht billig, ist aber machbar.

Es muss bekannt gegeben werden, dass es ein neues Verfahren gibt, das den Nachweis ermöglicht. Die Vorschriften für die Kontrollen müssen so geändert werden, dass dieses neue Verfahren ab sofort anzuwenden ist. Und jetzt kommt der Trick: Die Flughafenbetreiber müssen lautstark jammern, das das viel zu teuer ist und dass alle Scanner nachgerüstet werden müssen. Dann tritt eine Gruppe von Nachrüstern auf, die jeden Scanner aufmacht, drinnen irgendwas rumschraubt, ne neue Software installiert und, gaaaanz wichtig, außen eine Aufkleber draufmacht, der angibt, dass dieses Gerät jetzt auch flüssige Sprengstoffe und Vorläufer detektiert. Als Demo könnte man eine speziell präparierte Flasche mit Flüssigem nutzen, die auf dem Schirm grell aufleuchtet und Alarm auslöst.

Nichtmal die Leute, die die Geräte bedienen, müssten wissen, dass das Humbug ist. Sicher gäbe es Zweifler, die öffentlich bestreiten würden, dass man die Sprengstoffe nachweisen kann, aber wenn die Mehrheit der Leute überzeugt ist und die Aufkleber gut genug aussehen, würde es funktionieren.

Ja, es ist unethisch, die Menschen zu belügen. Aber genau das tun die aktuellen Sicherheitsvorkehrungen doch schon. Und zwar mit Erfolg. Und absolute Sicherheit gibt es tatsächlich nur, wenn wir nur noch nackt fliegen.

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18 thoughts on “Flüssigsprengstoff: Die Lösung

  1. Hm, ich bin ja fürs Nacktfliegen! Damit würden wir nämlich viele positive Dinge bewirken…

    Hm, ich bin ja fürs Nacktfliegen! Damit würden wir nämlich viele positive Dinge bewirken…

    Als kräftig gebauter Mensch sieht man, dass man nicht allein ist und es noch schlimmer geht. Zusätzlich ist man ein gutes schlechtes Beispiel für die Kindererziehung
    Das Gleiche gilt für zu dünn gebaute Menschen.
    Das Gleiche gilt für die Idioten, die diverse Längenvergleiche anstellen müssen, um sich als Mann bestätigt zu fühlen.
    Es würde nach kurzer Zeit endlich aufhören, dass Männer oder Frauen angestarrt werden würden, weil man jede Form/Größe/Variante der Körper irgendwann gesehen hätte – Abstumpfungseffekt (Hilft bestimmt auch den Stewardessen, die sich ja gern beschweren, dass sie von einigen Typen nur angestarrt werden und sich demzufolge belästigt fühlen).
    Es gibt einen Ort mehr, an dem man sich keine Gedanken über das passende Outfit machen müsste.

    Tja… schlechte Dinge fallen mir dabei eigentlich nicht auf, bis auf dass es sicher am Anfang hin nd wieder zu Übelkeit führen wird und man nur noch in körperlichen Zuständen fliegen darf, die einen Nacktflug ohne die Belästigung von seinem Sitznachbarn ermöglichen. Das einzugrenzen könnte wohl am Anfang schwierig werden, aber bestimmt nicht schwerer als das Design von coolen Aufklebern sein.

  2. @Micha: Man sollte dann vielleicht Zwangsduschen beim Check-In einführen. Schlecht übrigens für die Jungs, die einpennen und mit ner Morgenlatte auffallen, von wegen „Das ist ne Falte meiner Jeans…“ is nich 😛

  3. 😀 das musste ich mal so am frühen morgen loswerden 😉 – aber du hast natürlich recht. Ich gebe ja zu, dass es noch Lücken gibt, über die diskutiert werden muss bei dem Modell. Das von dir angesprochene Problem allerdings sollte für Männer über 30 ja aber egal sein, da ich mich an eine Studie erinnere, dass diese aufgrund von Stress und ungesunder Ernährung gar nicht mehr wissen was Potenz bedeutet. 😉

  4. Oh. Also wenn Micha das nächste mal im Labor steht und mit flüssigem Stickstoff hantiert…

    … werde ich nicht fragen, was genau er da aliquotiert.

  5. ich koennte jetzt sagen na und? aber wir sind unter 30 aber a. bin ich ne frau und deine eventuellen potenzprobleme ab 30 interessieren mich eh nicht… und b. ich glaube sebastian ist aelter als du… zusammengefasst ergibt das ein lautes HAAAAHAAAA :-p

  6. wie wäre es denn das fliegen ganz abzuschaffen… Ebenso sollte man größere menschenansammlungen vermeiden… Wir bleiben einfach alle zu hause und kommunizieren nur noch via internet und konferenzschaltung… Essen kommt auf rädern direkt nach hause… Ab und an werden staatlich überwachte treffen organisiert um den fortbestand der art zu sichern… Und wozu in die welt fahren gibt doch genug bilder der welt im netz… Klingt doch nach einer perfekten welt oder???

  7. Wenn wir alle prozesse außerhalb automatisieren brächte das allerhand vorteile… Die menschen würden sich nicht mehr die köpfe einschlagen… Die gefahr sich mit einer infektionskrankheit anzustecken ist gleich null und für die terroristen gibts entsprechende computerspiele… Hach wäre das leben als degenerierte laborratte schön… Nur ich und mein laufrad…

  8. Wir brauchen das Fliegen nicht abzuschaffen nur zu „dezentralisieren“: Nix Jumbo und A380: Cessnas für alle! Wenn von denen eine hochgeht (oder irgendwo reinfliegt, wie neulich dieser Baseballfuzzi) ist der Schaden überschaubar. Lustig wird’s, wenn zur Urlaubszeit der Stau nicht auf der Brennerautobahn entsteht, sondern auf den Luftstraßen zwischen Frankfurt und Majorka (Mallorka?, Majorca?, ach egal)…

  9. Grins malle ist ein gutes thema… So ein touri vom ballerman fasst aber weitaus mehr als nur ein paar ml… Und zwar brandgefährliches ethanol evtl. auch spuren von methanol je nachdem was gepanscht wurde… Grins wird der dann an der kontrolle erst mal abgelassen???

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