Blood Diamond

Derzeit ist es bei den hübschen Jungs aus Hollywood offenbar absolut in, in kritischen Filmen mitzuspielen. Nach Braaaaad Pit in Babel hatte jetzt der gute Leo in Blood Diamond seinen großen Auftritt. Und inzwischen bin ich bereit, ihm sein hübsches Gesicht zu verzeihen und seine schauspielerischen Leistungen anzuerkennen.

Der Film gehört in die inzwischen recht umfangreiche ‚Afrika ist scheiße‘ Kategorie (z. B. Hotel Rwanda oder Lord of War). Es wird verstümmelt, verschleppt, vergewaltigt und natürlich gemordet. Kindersoldaten sind daran genauso beteiligt wie weiße Söldner, deren Auftraggeber keine Skrupel haben Rohstoffe gegen Waffen zu handeln.

Vor diesem Hintergrund erscheint die Jagd nach einem besonders großen und schönen Diamanten fast nebensächlich. Der Film hat, vor allem in der ersten Hälfte, ein paar Längen, die aber durch extrem starke Szenen im weiteren Verlauf mehr als ausgeglichen werden (8/10).

Dieser Beitrag wurde unter Sonstiges veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 thoughts on “Blood Diamond

  1. Zum Thema hübsches Gesicht verzeihen muss ich anmerken, dass ich es genauso befremdlich finde, einen Schauspieler wegen seines Aussehens oder seiner Popularität schlecht zu finden, wie ihn aus den selben Gründen gut zu finden.
    Das eine ist vom anderen sehr unabhängig. Wobei ich es nachvollziehen kann, wenn Du bisher Vorbehalte gegenüber Leo d. C. hattest…

  2. Bei Breeding Pit, äh, Brad Pitt war meine erste Einstellung auch „Nicht schon wieder son Schönling, den sie nur für sein Visage (und in „Thelma und Louise“ auch für sein sixpack) vor die Kamera gestellt haben.“ Zumindest bis zu „Twelve Monkeys“. Danach nicht mehr. Bei Leonardo dem Cabrio muss der Moment noch warten. Und nein, ich werde „Titanic“ nicht sehen.

  3. Klar, es geht nicht um das Gesicht als solches sondern darum, dass dann oft auch entsprechende Rollen dazukommen.

    Leo hatte einiges zu kämpfen um wieder aus der Titanic-Schublade herauszukommen, aber inzwischen hat er es geschafft.

    Und Brad Pitt ist inzwischen auch über jede Kritik erhaben. Neben 12 Monkeys sind hier auf jeden fall noch Snatch und Fightclub zu erwähnen. Und sogar 7 Jahre in Tibet ist viel besser, als man so denkt.

  4. Bei Brad Pit war das bereits in „True Romance“ klar — Okay, nur ne Nebenrolle aber trotzdem groß.
    Leo hat auch mal was rühmliches in einem Woody Allen-Film gemacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.