Mittagspause mal zu Hause

Die neunziger Jahre sind lange vorbei und noch immer ist das Handy oder (wie ich es lieber nenne) das Mobiltelefon ein Fremdkörper in meinem Leben.

Es ruft nur selten jemand an oder schickt mir eine SMS. Deshalb schenke ich dem Gerät wenig Aufmersamkeit, es versauert unbeachtet im Rucksack manchmal sogar tagelang ohne Saft im Akku. Falls doch jemand versucht, mich auf dem Mobiltelefon zu erreichen, kann es passieren, dass ich entsprechend lange nicht darauf reagiere. Praktisch alle, die mich kennen, wissen das und kommunizieren mit mir über Email, Weblog oder Festnetz. Deswegen ruft nur selten jemand an oder simmst.

Man könnte sagen: Ein Teufelskreis!

Gelegentlich wird es aber doch ernst und es ist absehbar, dass an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Zeit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Handykommunikation auftritt. Heute Nachmittag war so ein Ernstfall. Vorausdenkend, wie es meine Art ist, habe ich gestern abend den Akku geprüft, für zu leer befunden und deshalb das Gerät über Nacht an die Dose gehängt.

Eben so geistesgegenwärtig war ich dann heute morgen. Um das Klingeln nicht zu überhören, wollte ich das Telefon auf meinen Büroschreibtisch legen. Leider hing es da noch zu Hause an der Ladeschnur.

Ja und deswegen hab ich heute zu Hause mittaggegessen.

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4 thoughts on “Mittagspause mal zu Hause

  1. jahaa ich denke an den berühmten tag, als ich mich sonntags im lab ausgeschlossen hatte, weil dieses blöde labor so nen piepser an der tür hat und ich diese tür geistesabwesend hinter mir zugeschlagen hatte und dann durchs bullauge drinnen meinen schlüssel liegen sehen konnte… ich war natürlich die einzige im gebäude, ich faules stück… von dir kam dann abends ne antwort, als micha mein held mich schon befreit hatte…

  2. Und der arme Micha musste extra von der anderen Seite anreisen… Und nur weil du nicht verzweifelt genug warst meine Festnetznummer anzurufen.

  3. was gar nichts gebracht hätte, da du zu der zeit, wie sich später herausstellte, im hygienemuseum verweiltest… ja der arme micha… und es hat in strömen geregnet…

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