Darum fahre ich mit Helm…

Gestern abend war ich auf dem Weg ins Kino Zeuge/Ersthelfer eines heftigen Fahrradunfalls. In Dresden laufen viele Radwege parallel zu den Fußwegen und sind nur durch ein andersfarbiges Pflaster von diesen zu unterscheiden. Diese roten Radspuren verlaufen oft, z. B. an Bushaltestellen, sehr merkwürdig. Das es dabei auch regelmäßig zu gefährlichen Situationen zwischen Fußgängern und Radfahrern kommt ist unvermeidlich.

Gestern war das Problem aber ein Verkehrsschild, das genialerweise zwischen der Radspur und dem Fußgängerbereich, also mitten auf dem Gehweg aufgestellt ist. Der Weg ist an dieser Stelle (Übergang zwischen Bergstraße und Fritz-Löffler-Straße, knapp oberhalb der orthodoxen Kapelle) ziemlich abschüssig und man kommt mit dem Rad ohne Treten in die hohen zwanziger Geschwindigkeiten.

Ein Radfahrer hatte in der Dämmerung offenbar dieses Schild übersehen und war dagegen gefahren. Ich habe nur das Krachen gehört und ihn dann langgestreckt daliegen sehen. Um den Kopf hatte sich schon eine kleine Blutlache gebildet und ich musste das Schlimmste befürchten, aber zum Glück bewegte er sich als ich bei ihm ankam und konnte sogar sprechen.

Es war schon ein glücklicher Zufall, dass ich mein Mobiltelefon dabei hatte, obwohl ich ja eigentlich nur ins Kino wollte, und so konnte ich den Notruf absetzen. Das Schwierigste dabei ist, sich vorher gut zu überlegen, wo man eigentlich steht, damit man eine akkurate Standortbeschreibung geben kann.

Der Verunfallte hatte eine große, stark blutende Platzwunde auf dem Nasenrücken und ein paar ziemlich angematschte Stellen im Gesicht. Da er sich aber ‚gut fühlte‘ und natürlich ziemlich unter Schock stand, war die wichtigste Ersthelfertätigkeit, ihn ohne Gewalt daran zu hindern gleich weiterzufahren.

Der Notarzt war wirklich sehr schnell vor Ort und hat die Sache übernommen. Ich hoffe es war nicht so schlimm wie es aussah und wünsche Kai gute Besserung!

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