Darum fahre ich mit Helm, so ging es weiter:

Ein paar Tage nach dem Unfall, hat mich die Polizei auf dem Mobiltelefon angerufen und wollte mich als Zeugen vernehmen. Da ich grade ein bisschen Zeit habe und die Idee ganz spannend fand, hab ich mich nicht gewehrt und bin aufs Revier in DD-Plauen gegangen. Ein junger Polizeiobermeister hat mich befragt und dann, wie im Film, meine Aussage in sehr blumigen Sätzen verpackt niedergeschrieben. Leider habe ich in der Aufregung vergessen, ihn um eine Kopie zu bitten. Aber die Mischung aus Satzkonstruktionen, wie ich sie seit der vierten Klasse nicht mehr verwende, mit beamtendeutschen Fachwörtern war wirklich allerliebst.

Schockierend war, wie wenig die Polizei über den Unfall wusste. Nämlich eigentlich gar nix. Nicht mal wo es passierte. Ihr Unfallort war mindestens 200m daneben. Lustigerweise haben sie an ihrem falschen Unfallort ein Fahrrad sichergestellt. Also falls jemand hier in DD ein MTB vermisst, das an der Kreuzung Reichenbacher Str., Fritz-Loeffler Str. angeschlossen war…

Jedenfalls erklärte ich mich noch spontan zu einer Ortsbegehung bereit. Das richtige Rad war auch schon weg, aber der Blutfleck war noch zu sehen. Mal schauen, ob noch was nachkommt.

Dieser Beitrag wurde unter Sonstiges veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 thoughts on “Darum fahre ich mit Helm, so ging es weiter:

  1. ???? ich denke dem typen gings einigermassen gut? er wird also sein rad gleich mitgenommen haben, oder?… die haben einfach irgendein fahrrad mitgenommen, weil bei einem unfall mit fahrrad ja auch eins ueber geblieben sein muss??? gehts eigentlich noch?…
    irgendwie erinnert mich das alles an chief wiggins: auch das werde ich auf meiner unsichtbaren schreibmaschine notieren…
    muss man eigentlich irgendwelche psychologischen einstellungstests absolvieren, wenn man im polizeidienst taetig sein will…
    dresden plauen?… hey das ist ja bei mir… werd gleich mal mein MTB als gestohlen melden gehen ;-)… und dann gibts ne anzeige an die behoerde wegen diebstahls…

  2. Der Typ glaubte, dass es ihm gut geht, aus zwei Gründen:
    1. Schock
    2. ca. 3 Promille Alk in der Atemluft

    Wegen zwei war die Polizei überhaupt an der Sache dran. Und dass die Aussagen von dem Typ ein bisschen wirr waren, wird vor dem Hintergrund auch verständlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.