Mein Leben in Kisten

Ich bin gerade dabei, mein Leben in handliche Kisten zu verpacken. In 29 Jahren sammelt sich einiges an, selbst wenn man es nicht darauf anlegt. Irgendwie ist es auch schön, wenn man jedes Stück mal wieder in die Hand nehmen muss, selbst wenn das mit der Entscheidung verbunden ist, mitnehmen oder aufgeben. So fahre ich emotional Achterbahn zwischen Vorfreude, Nostalgie und heftigen Niesanfällen durch aufgewirbelten Staub.

Wenn ich darüber nachdenke, was ich alles habe und was davon ich wirklich brauche ist das ein komisches Gefühl. Aber besser so als andersrum!

In Kisten verpack ich mein Leben

Um es weiter zu bewegen.

Jedes Stück wird angesehen,

Soll das wirklich mit mir gehen?

Oder ist es das nicht wert,

Nur Ballast, der mich beschwert?

Doch auch an Trödel hängt mein Herz,

Selbst Krempel führt zu Trennungsschmerz.

So bleibt durch was ich aussortier‘

Ein Teil von mir für immer hier.

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8 thoughts on “Mein Leben in Kisten

  1. ach sebastian, wirst du nun doch noch sentimental auf deine alten tage… aber es waren ja gar keine 29 jahre in dresden… nur 4 oder so… hast wohl probleme die ganzen schuhe zu verstauen was? 😉 jetzt stell dir mal vor du haettest noch sensible pflanzen zu transportieren und ich meine nicht das „niemand bekommt es tot unkraut“, was wir dir geschenkt haben… eine yukka palme zum beispiel… ups 😉

  2. Also dass ich auch ne sentimentale Seite habe hättest du bemerken können.

    Und so ganz unbelastet bin ich ja auch nicht hergekommen, deshalb die 29 Jahre. Wobei ich vor ein paar Monaten erst das vielleicht älteste Stück aus meinem Hausrat ‚modernisiert‘ habe. Einen Radiowecker mit großen Leutziffern. Den hat ich schon in Griesheim, also immerhin über 20 Jahre.

  3. stimmt zur fuba wm warst du mitunter recht sentimental….
    ich dachte du hättest einen witzigen „nachts bunte ziffern an die decke werf“ wecker, weil du sonst schlecht schläfst… so wie die leuchttiere, die man für kleinere kinder nachts in die steckdose steckt, damit sie sich nicht fürchten (die kinder!)…

  4. Ja der Projektionswecker war das Upgrade sozusagen. Okay, den hab ich seit ca. 1 Jahr. Inzwischen hab ich den aber auch wieder ersetzt gegen einen, der nur Rot kann und mich nicht in den Wahnsinn treibt ;-).

  5. erinnert mich an die verrückten leute, die weihnachten mit irgendwas anderem verwechseln (wann auch immer so etwas gerechtfertigt wäre) und blinkende leuchtketten an den weihnachtsbaum oder ins fenster hängen… vielleicht solltest du mit so etwas (saisonal bedingt) beginnen und dich dann langsam steigern :-)…

  6. Ganz großes Kino. Mensch Sebastian, jetzt ziehst Du doch aus Dresden weg, ohne vorher mal beim Poetry Slam mitgemacht zu haben. Ein Jammer.

    Sentimental hin oder her, immerhin bekommst Du auch wohl auch einiges aussortiert. Meine „Das ist eigentlich nur Ballast und kommt weg“-Quote ist furchtbar mies.

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