Völlig fehlkonstruierter Handtuchspender

In der Firma haben wir an den Waschbecken so Geräte aus denen man sich Papierhandtücher ziehen kann. Theoretisch wenigstens. Ein genialer Ingenieur, oder vielleicht sogar ein Physiker, hat damit nämlich ein viel zu raffiniertes Konzept umgesetzt.

Das Handtuchpapier liegt als Endlosrolle im Gerät vor. Wenn der User eine ausreichende Länge (naja man braucht wenigstens die doppelte Länge für frisch gewaschene Hände, aber über solche Kleinigkeiten sehen wir mal großzügig hinweg) abgezogen hat, schneidet ein Mechanismus im Innern der Maschine das Papierhandtuch ab.

Der Schneidmechanismus ist natürlich soweit im Innern, dass versehentliche Fingeramputationen ausgeschlossen werden können. Und jetzt kommt der Clue: Durch das Abwickeln wird in der Papierrolle oder deren Halter soviel Drehimpuls gespeichert, dass auch nach dem Abschneiden weiter Papier abgewickelt wird, so dass der nächste User wieder was zum dran ziehen hat.

Leider klappt das nur, wenn man mit ordentlich Schwung zieht. Habt ihr mal versucht, mit nassen Fingern und ordentlich Schwung an einem dünnen Papierhandtuch zu ziehen? Jedenfalls hat dieser großartige Handtuchspender einen manuellen Zwei-Finger-Notbetrieb an der Seite, der _sehr_ häufig zum Einsatz kommt.

Dieser Beitrag wurde unter Sonstiges veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

One thought on “Völlig fehlkonstruierter Handtuchspender

  1. vielleicht ist eure firma auch nur geizig und zum konstruierten designerhandtuchspender gehören die guten reißfesten dicken designerpapierhandtücher… und nicht das dünne krepp… wenn im übrigen jeder mit seinen nassen pfoten am notmechanismus rumfingert, kann man dann auch ein normales handtuch hinhängen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.