Flow on the snow

Der strahlend blaue Himmel hat schmückt sich mit wenigen weißen Wölkchen und Bayerns bester Wetterbericht kündigt 28°C an. Genau richtig also, um über Rauschzustände beim Skifahren zu philosophieren.

Skifahren in alpinem Gelände ist etwas sehr abwechslungsreiches. Deshalb ergeben sich verschiedene Möglichkeiten einen Kick zu bekommen. Man kann also einen ganzen Urlaub lang jeden Tag Skifahren, ohne dass es langweilig wird.

  1. Der Geschwindigkeitsrausch. Am besten bekommt man den auf einer steilen, glatten Piste, die man gut einsehen kann und die in einen Gegenhang mündet oder wenigstens einen weiten Auslauf. Man stellt sich ganz leicht breitbeinig auf die Ski, geht in die Hocke (Knie an die Brust), streckt die Arme nach vorne und ab geht die Luzi. Ich komme dabei auf Geschwindigkeiten um 100 km/h. Das Gefühl ist unbeschreiblich!
    Im Zeitalter der Carvingski kann man sich auch in schnellen Kurven den Kick holen. Mittelsteile, breite ebene Piste, ordentlich Tempo (70 km/h) und dann auf die Kante legen. Die taillierten Ski ziehen einen dann durch die Kurve.
  2. Der Rodeo Rausch. Dabei geht es darum wirklich mit den Skiern um die Kontrolle zu kämpfen. Der Kick entsteht aus der völligen Konzentration und der Entspannung danach. Man braucht schwieriges Gelände, entweder einen Steilhang, eine Buckelpiste oder Tiefschnee. Man fährt so schnell, dass man alle Kraft und Geschicklichkeit braucht um sich auf den Skiern zu halten.
  3. Der leichte Flow. Wenn die Piste nicht allzu schwierig ist, kann man die Steuerung dem Körper überlassen und träumen oder die Aussicht genießen. Ich habe dabei meistens irgendeinen Ohrwurm und denke mir neue Texte zu der Melodie aus.
  4. Der Flow. Die Piste ist etwas schwieriger, vielleicht schon ein bisschen ausgefahren und wellig. Man kann mit dem Gelände spielen. Körper und Kopf sind in harmonischem Einklang. Man denkt sich seine Route 5-10 m vorraus und der Körper setzt das dann im Idealfall perfekt um.
  5. Jedi Skifahren. Das ist der etwas spezielle Kick, den vielleicht nur wenige nachvollziehen können. Skifahren bei Nebel. Dazu sollte man natürlich das Skigebiet schon gut kennen, damit man nicht verloren geht. Bei Nebel gibt es keinen Kontrast zwischen Piste und Himmel, man kann Details wie kleine Unebenheiten oder Schneehaufen nicht mehr erkennen. Der Jedi-Skifahrer fühlt sich seinen Weg. Zu spüren, wie der Gleichgewichtssinn direkt über das Rückenmark die Steuerung des Körpers übernimmt ist einfach ganz großes Kino.

Soviel dazu. In zwei Monaten kann man mit der Planung für DEN Skiurlaub 2008 beginnen. Und bis dahin: Radfahren, Inlineskaten und Schwimmen ist ja auch schön.

2 thoughts on “Flow on the snow

  1. ??? für mich klingt das alles nach oberschenkelhalsbruch, offenen brüchen, ausgekugelten armen, geschraubtem genick und im günstigsten fall ganz viel gips… 100 km/h auf nur zwei beinen? ui… aber du scheinst wirklich viel freude daran zu haben… für mich völlig unverständlich…

    naja, du weißt ja was passiert, wenn doro versucht auf überschrittgeschwindigkeit zu beschleunigen ;-)… zitat deinereiner nach großem krabautz hinter dir: „ähm, das kam jetzt irgendwie überraschend…“

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