Betreuungsgeld

Kinder sind laut und machen Dreck. Außerdem wollen sie ständig was und hören nur selten.

Was passiert also wenn der Staat gratis Betreuungsplätze anbietet? Klar, jede Mutter/Hausfrau bzw. jeder Vater/Hausmann (ja, ich weiß, die gibts fast gar nicht, aber dass ist ja noch kein Grund Randgruppen zu diskriminieren) schafft seinen anstrengenden Nachwuchs schneller in die KiTa als man Kruzifix sagen kann.

Das jedenfalls erwartet die CSU. Damit dieser unerwünschte Kolateralschaden der kostenlosen Kinderbetreuung ausbleibt wollen sie denen, die ihre Kinder persönlich und zu Hause erziehen (wie sich des k’hert) ein Schmerzensgeld Betreuungsgeld zahlen.

Ob man die Leistungen der Vollzeitmamas (bzw. Papas), die zurzeit neben denen, die Kinder und Beruf gleichzeitig auf die Reihe kriegen (müssen) etwas blaß aussehen, besser würdigen kann (vielleicht sogar finanziell), ist ein anderes Thema. Aber im Zusammenhang mit der Verbesserung der Betreuungssituation von Kindern aus finanziell schwachen Familien ist das Betreuungsgeld ein Schuß ins Knie. Denn dieselben Familien, die es sich jetzt nicht leisten können ihre Kinder betreuen zu lassen, würden es sich in Zukunft nicht leisten können auf das Betreuungsgeld zu verzichten.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Betreuungsgeld -> Dagegen!

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One thought on “Betreuungsgeld

  1. ebenfalls dagegen! und wer spricht von kostenlosen kindertagesstätten 😀 es wäre schon ein fortschritt, wenn es genügend gäbe… sehe den kampf um einen platz gerade aktuell in der gruppe wieder mal sehr deutlich… die alternative ist immer so ne tagesmutter, was ich für bedenklich halte, da tagesmütter auch mal kurzfristig krank werden können… in ner größeren kinderbetreuungseinrichtung ist sowas kein problem wenn mal eine „tante“ ausfällt…

    wer kinder als etwas sieht, was dreck macht, laut ist und nervt und was man möglichst schnell „abschieben“ wll, sollte keine bekommen!!!

    ob sie hören oder nicht ist wohl nicht zuletzt eine erziehungsfrage – hat mama mir gesagt 😉

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