Der 16. Januar

Der Tag begann mit einem Adrenalinstoß. Es war noch mitten in der Nacht und ich war wach und nervös. Nach einigen Stunden Herumgewälze kam das erlösende Weckersignal. Frühstück muss sein, also überwand ich den Würgereflex. Dann kam das Aufbrezeln. Ein gelungener Schlipsknoten als erstes Erfolgserlebnis.

Gegen acht war Abfahrt. Erstes Ziel: Das Institut auf der Hallwachsstraße in der Hoffnung, dass der reservierte Beamer wirklich da sein würde.

Er war. Dr. Kreher erzählt noch was von erst kürzlich getauschter Lampe. Genau sowas wollte ich hören!

Um kurz vor halb neun war ich im Kutzbachbau/302. Ein hoffnungslos überheizter, steriler weißer Raum. Ich verbrachte die Zeit mit Überlegungen wo ich später den Beamer aufbauen würde. Die winzige Leinwand vorne links? Oder doch lieber alles umdrehen und die große weiße Rückwand nutzen.

Irgendwann kam die Protokollfürhrerin und beteiligte sich an der Debatte. Schließlich, kurz vor neun, stieg die Nervosität wieder an. Noch kein Mitglied der Prüfungskommission war eingetroffen.

Stattdessen kam eine nette Sekretärin, die uns mitteilte, dass die _gesamte_ Veranstaltung in einen anderen (schöneren) Raum verlegt worden war.

Dort warteten schon die Prüfer und mein Prüfungs-kommissionsvorsitzender.

Nach der Prüfung ging es wieder um das Thema Innenarchitektur. Der neue Raum hatte eine schöne große Leinwand, so dass es nur noch um die Bestuhlung ging.

Im ersten Entwurf sollte die Prüfungskommission in der ersten Reihe sitzen, die Gäste dahinter. Das gefiel der Sekretärin nicht, weil so ja die Gäste von der Diskussion gar nichts mitbekämen. Also wurden die Kommissionsplätze in die letzte Reihe verlegt.

Kurz darauf kam der Vorsitzende herein und monierte, dass die Kommission ja so über die Köpfe der Gäste hinweg reden müsste. Also wurden die Gästereihen um 90° gedreht entlang der Seitenwände aufgebaut.

Nachdem nun alle mit der Bestuhlung zufrieden waren, konnte ich mich endlich um die Technik kümmern.

Für den nächsten Adrenalinstoß sorgten meine Eltern mit der Nachricht, dass ihr knapp kalkulierter Flug 45 Minuten Verspätung hatte und sie es wahrscheinlich nicht rechtzeitig schaffen würden. Aber zwei Minuten vor Beginn waren sie dann doch da.

Der Vortrag lief gut, ich habe nur ein paar Kleinigkeiten vergessen. Die anschließende Diskussion war ein Traum!

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Am Nachmittag gabs dann die Feier am MBZ. Durch ein paar kleinere logistische Fehler meinerseits kam davor noch mal ein bisschen Stress auf. Aber dann wurde es sehr schön und es gab auch ordentlich Spaß auf meine Kosten:

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Es war ein toller Tag! Vielen Dank an alle, die mitgemacht, mitgefiebert und mitgefeiert haben!

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8 thoughts on “Der 16. Januar

  1. hallo, wo ist der Film? Wir wollen dich singen hören.
    Ich bin immer noch enttäuscht, dass du dich nicht geekelt hast.
    Viele Grüße und eine schöne Woche wünscht dir Beate

  2. Oh Jemine, was haben die denn mit Dir alles angestellt bei der Feier? Liegestütze mit Gasmaske und mit verbundenen Augen rohe Tintenfische essen (sieht zumindest so aus)? Aber egal, ich nehme an, darauf kam es dann auch nicht mehr an! 😉

    Zu der Diskusssion der Sitzordnung: Du bist doch nicht der erste Doktorand, der da Prüfung gemacht hat, oder? Gibt es da nicht sowas wie eine Tradition, die auch die Sitzordnung beinhaltet?

    Und wie gesagt, noch einmal herzlichen Glcükwünsch, Herr Doktor. Ich freu mich für Dich! 🙂

  3. harhar ich hab doch gesagt, dass ihr mit dem „wir wollen, dass er sich ekelt“ nichts reisst… ihr seid zu WEICH!… grins… aber die nachverteidigung war trotzdem schoen, auch wenn ich sie anders gemacht haette grins…
    zum beispiel die fotos von sebastians sonnengesicht (er hat immer denselben gesichtsausdruck wenn die sonne scheint): setze diese reihe logisch fort oder quatsch… ach und die blondinenfotos 🙂 …

  4. Aus, äh, technischen Gründen, ist es mir leider nicht möglich, den Film zu zeigen.

    Der ’normale‘ Raum für Verteidigungen war ja belegt, deshalb das Chaos.

    Ja, mit dem ekeln konnte ich nicht dienen, dazu war das Zeugs noch viel zu harmlos.

  5. stimmt vielleicht hätte man eher versuchen sollen dich zu ängstigen… zum beispiel mit einer horde dicker frauen mit nordic-walking-stöcken und dann hätte man dirn schinkenbrot auf den rücken geklebt und gewichte an die knöchel geschraubt… mist wieso fallen einem solch genialen sachen immer erst hinterher ein 😀

  6. Hm… können wir das nicht irgendwie nachholen… wenn ich mich nicth täusche geht sebastian regelmäßig joggen. Da sollte sich doch was machen lassen… wollten wir nicht mal nach Regensburg fahren? *reibt die hände*

  7. nehmen wir die walkertanten mit oder jagen aehm sammeln wir die dort… hm *gruebel*… neee so ein schwertransporter ist teuer, lass sie uns dort sammeln… jap ich denke das ist eine hervorragende idee 🙂

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