Kommunalwahlqual

Monatelang haben die verschiedenen Parteien meinen Briefkasten mit Wahlwerbung geflutet. Einige Kandidaten standen sogar persölich vor der Tür. Heute war es dann soweit: Wahltag.

Als mündiger, verantwortungsvoller Bürger hätte ich die Zeit natürlich nutzen sollen, mich über die Parteien und Kandidaten zu informieren. Hab ich aber nicht gemacht.

So stand ich also völlig unvoreingenommen vor dem Wahllokal und musste mit Entsetzen feststellen, das ich bis zu 50 (in Worten: FÜNFZIG) Stimmen verteilen durfte.

Leider bin ich ideologisch nicht besonders festgelegt, sonst hätte ich einfach eine der Listen ankreuzen können und wäre fertig gewesen. Aber ich hatte natürlich schon den Ehrgeiz das Wahlrecht voll auszukosten und meine Stimmen über mindestens 5 der 8 Wahllisten zu verteilen.

Die erste Herausvorderung war schon der überdimensionale Wahlzettel an sich. Der musste nämlich in geeigneter Weise umgefaltet werden, bis er überhaupt in die Wahlkabine passte.

Dann ging ich die Listen der Kandidaten durch und machte mehr oder weniger zufällig meine Kreuzchen, wenn mir ein Name oder ein Beruf sympathisch vorkam.

Das ist sicher noch nicht die hohe Schule der demokratischen Willensfindung, aber vielleicht habe ich einen kleinen Beitrag gegen die Extremisten geleistet.

Und vielleicht hab ich beim nächsten Mal etwas mehr Ahnung und kann eine qualifiziertere Entscheidung treffen. Denn auch wenn das Wahlrecht uns manchmal quält, sollten wir nie vergessen froh zu sein, dass wir es haben!

2 thoughts on “Kommunalwahlqual

  1. Dann ging ich die Listen der Kandidaten durch und machte mehr oder weniger zufällig meine Kreuzchen, wenn mir ein Name (…) sympathisch vorkam.

    Uiuiui. War wenigstens ein Max Power dabei?

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