Die rettende Idee

Momentan hat die Welt zwei große Probleme:

  1. Das Klima geht gaga.
  2. Das Öl geht alle.

Und beides geht schneller als gut ist.

Während Problem 2 noch weitgehend verdrängt wird (Schuld an den hohen Preisen sind angeblich irgendwelche bösen Spekulanten und nicht das dramatische Auseinanderlaufen von Angebot und Nachfrage), löst Problem 2 schon seit einiger Zeit nervösen Aktivismus aus. Viel ändern wird das nicht, denn zu glauben, dass man durch ‚CO2-Einsparungen‘ alleine noch irgendetwas reißen kann, ist reichlich naiv.

Selbst wenn wir Europäer es schaffen, die Emissionen auf das immer noch viel zu hohe Niveau von 1990 zurückzufahren, werden die eingesparten fossilen Brennstoffe dankbar von den aufstrebenden Schwellenländern verheitzt.

Lange Rede, kurzer Sinn, die einzige Möglichkeit, genug CO2 aus der Atmosphäre zu bekommen, um einen Unterschied zu machen, ist das Zeug aktiv zu entfernen.

Natürlich könnte man das Zeug einfach irgendwo wegpacken. Noch besser wäre es, das CO2 zu spalten und wieder in Energieträger umzuwandeln.

Der sogenannte ‚Biosprit‘ ist die natürliche Variante davon. Aber das kostet Flächen, die man für den Anbau von Lebensmitteln, oder den Schutz von Regenwäldern braucht.

Stattessen möchte ich eine technische Alternative: Eine Maschine, die Sonnenenergie nutzt um CO2 zu spalten und in Methan oder Alkohol umzuwandeln. Die Geräte müssen möglichst robust konstruiert werden, damit sie, einmal aufgestellt, sehr lange wartungsfrei arbeiten können.

Von den Dingern müssen dann Tausende gebaut werden und Überall aufgestellt werde, wo die Sonne scheint. In allen Wüsten oder auf dem Meer. Auf lange Sicht ließen sich so beide Probleme lösen.

Es müsste halt nur gemacht werden.

9 thoughts on “Die rettende Idee

  1. Oh, Sebastian, eine Marktlücke – ich würde sagen, nichts wie ran… Du bist unser Mann – der Klimaretter… 🙂

  2. frage 1: wieviel energie würde benötigt werden um entsprechende solaranlagen in der von dir geforderten menge zu bauen und aufzustellen… sprich wann würde sich der spaß rechnen??… frage nummer 2: ich sitze ja nun direkt an der testerquelle und musste mir schon einiges gemotze über den scheiß heizwert von biodiesel mit einhergehenden leistungsverlusten anhören… ist biodiesel also fahren mit irgendwelchem alkohol die lösung?…

    ich will eher nen durchgeknallten chemiker der immernoch versucht aus kacke gold hezustellen… da wir porzellan jedoch schon haben und es nichts zur problemlösung beiträgt, wäre jetzt eine verbindung mit nem hohen heizwert toll, die sich aus elementen, welche sich aus einzelstoffen mit niedrigem heizwert zusammensetzt, welche wiederum in masse da sind… die synthese der von mir heiß begehrten verbindung geht dabei quasi von selbst vonstatten… warum es dann nicht schon längst passiert… keine ahnung vielleicht weil sich diese bestandteile normalerweise nicht sehen… so wie wüstensand und wasser… die verbindung zerfällt dabei beim verbrennen wieder in ihre einzelbestandteile… ein perpetuum mobile? nicht direkt… vielleicht bei der synthese energiegewinn durch und sowieso und endotherm… ach was weiß ich denn bin ich chemiker????
    auf jeden fall geht das mit den handwärmern für die jackentasche doch ganz gut 🙂

  3. Zu eins: Ist fast egal, wieviel Energie das kostet, wenn es nur wirklich sehr sehr lange hält.

    Zu zwei: Da die Energie ursprünglich gratis von der Sonne kommt ist das auch fast egal. Natürlich wäre eine hohe Energiedichte am Besten. So kann man im begrenzten Speichervolumen des Geräts am meisten CO2 binden und muss nicht so oft ‚ernten‘ kommen und spart Transportenergie.

    Anscheinend ist schon absehbar, dass es auf Elektroautos rauslaufen wird und so nurnoch die Frage bleibt, wo wir den Strom dafür herkriegen.

  4. oh und zu eins: ich glaube, die technik ist noch nicht wirklich so ausgereift, dass sie soooo lange hält, dass sich das im verhältnis zum herstellungsprozess wirklich rechnet… ist ähnlich wie mit diesen windkrafträdern…

  5. hääääh ausreifen?… meinst du etwa sowas wie FORSCHUNG?… aber doch nicht an ner unität? das ist doch viel zu teuer… wir müssten eine neue steuer einführen, um das finanzieren zu können… evtl die atemsteuer geht schließlich um die verringerung des co2 ausstoßes… oh ok man könnte die forschung direkt in der industrie betreiben… so in indien wäre ein kostengünstiger standort… willst du das nicht gleich übernehmen?… vorteil zu regensburg: die haben dort internet 😀

  6. achso man könnte natürlich doktoranden auch für 25% anstatt der fetten 50% arbeiten lassen… DAS wäre wahrscheinlich DIE lösung… dann sollte ihnen nur keiner verraten, dass sie mit hartz IV mehr kriegen würden… aber praktika, seminare evtl. ne vorlesung, je nachdem wie gut sie sind, und fremdleistungen sollten sie natürlich weiterhin erbringen zusätzlich zu ihrer eigentlichen arbeit… ja warum ist man darauf nicht schon längst gekommen… da könnte dann wahrscheinlich sogar indien einpacken 🙂

  7. Studenten sollten jawohl idealistisch veranlagt sein. Und wenn Idealisten was gutes tun und dafür Geld wollen ist das definitiv unanständig. Immerhin bekommen sie ja nen Titel dafür oder nen akademischen Grad.

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