Skigymnastik – oder das Dämlichste was ich seit langem getan habe

Gute Vorbereitung ist alles. Und da ich das Thema Projekt 20 sehr ernst nehme, bin ich auf das Angebot meiner Betriebssportskigruppe eingegangen und habe mich zur Skigymnastik angemeldet.

Nach zwei Trainingseinheiten ist es nun an der Zeit eine erste Bilanz zu ziehen:

Zunächstmal muss ich darauf hinweisen, dass das Ski in Skigymnastik etwas irreführend ist. Die Betonung liegt eigentlich auf Gymnastik. Nun ja, der Zweck heiligt die Mittel und die Idee bei der Skigymnastik liegt darin, seinen Körper auf die Beanspruchung durch die bevorstehende Skisaison vorzubereiten.

Zum Skifahren braucht man Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht – und Beweglichkeit schadet auch nicht. Also im Endeffekt läuft es auf stinknormale Gymnastik raus.

Apropos stink. Da ich leider der wahrscheinlich einzige Mensch bin, der beim Sport nach Rosen mit Honig und einem kleinen Schuß Vanille riecht bin, ist die Luft in der kleinen Turnhalle und in der Umkleide (Angstschweiß) nicht so ganz erfrischend.

Aber zurück zur Gymnastik: Die meiste Zeit muss man da komische Bewegungen machen. Manchmal mit Armen und Beinen gleichzeitig. Zur Musik. Und im Rhythmus.

Aus meiner ganz eigenen Perspektive spielt sich das ungefähr so ab:

Vorturner bewegt irgendwie die Arme und Beine. Im Rhythmus. Ich schau kurz wie ein Bus und versuche dann das nachzumachen. Klappt nicht. Nochmal gucken. Geht der Arm nach rechts, wenn das Bein nach links geht, oder anders? Klappt wieder nicht. Ah, so ungefähr. Mist, ich mach’s genau andersrum, wie alle anderen. Kurz Pause und dann richtig wieder reinkommen. Mist, wieder falsch. Fast hingefallen. Ogott. Zum Glück kennt mich hier fast keiner. Hat keinen Zweck das. Vielleicht ist mein Schuh offen? Nee, leider nicht. Mach ich halt was anderes. Irgendwie Hopsen und mit Armen und Beinen wackeln. Merkt bestimmt keiner. Oh, strenger Blick vom Vorturner. Nagut einen Versuch noch. Ups, Nachbarn getreten. Sorry. Ich gucke konzentriert auf den Boden und hopse einfach nur hoch und runter. Pfiff, nächste Übung…

Ach ja, zu meiner intuitiven Entscheidung damals in der achten Klasse die Tanzschule zu verweigern gratuliere ich mir hiermit nochmal ganz herzlich.

Jedenfalls ist Skigymnastik eine super Sache, ich werde total fit und wahnsinnig beweglich sein und deshalb werde ich nicht aufgeben. Die eine oder andere kleine Demütigung am Montag abend hat ja schließlich noch keinem geschadet.

6 thoughts on “Skigymnastik – oder das Dämlichste was ich seit langem getan habe

  1. tip: kauf dir nen sexy jane fonda gymnastikanzug mit pinkfarbenen stulpen, tante erna… dann klappts auch mit den grazilen bewegungen… was gibts denn eigentlich für skispezialbewegungen, die ein normaler fitmensch nicht berücksichtigt? powackeln? ach nee das heißt glaub wedeln… oder nett gefragt: meinst du denn wirklich, dass du das brauchst?… naja zeichne es auf und schaus dir daheim nochmal an, vielleicht wirds ein bauchmuskeltraining 😛

  2. Nett geantwortet: Ich brauch das sicher nicht. Schließlich ging es inzwischen ja fast 30 Jahre auch so.
    Aber ich glaube es hilft mir in mancherlei Hinsicht und wenn es nur eine Stunde pro Woche ist, die ich nicht vor der Glotze hocken kann ;-).

  3. Ich war bis jetzt einmal in einer Art Gymnastikkurs (Schwitz-Fit, an der Uni) und da war ich bestimmt nicht wegen dem Sport 🙂 🙂

  4. jaja chris ich habe das durchaus verstanden… ich frage mich nur gerade, wie erotisch ein mann wohl wirken mag, der recht unrhythmisch immer in die falsche richtung hüpft… hm brainstorming: frauen, sozial, beschützen, mitleid, armes matzel, helfen… hey, das könnte funktionieren 😀

  5. außerdem schwitz-fit ist ja wohl ein sehr putziger name 😀 … hierzulande is fit ein spülmittel… ich denke gerade irgendwie an viel schaum… ich sollte heimgehen dieser grippale infekt schadet mir mehr als ich annahm…

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