Die Masche mit der Asche

Am 19. März 2010 führte eine kleine Unachtsamkeit des Landwirtes Huang Feng Li dazu, dass in China ein Sack Reis umviel. Wenige Stunden später brach in Island der Vulkan Eyjafjallajökull aus. Beide Ereignisse haben absolut nichts miteinander zu tun, auch wenn Niels Snyder und Earnest Woolbert, zwei progressive Chaosforscher an der Berkley University das Gegenteil behaupten.

Beide Ereignisse hätten vermutlich auch ähnlich viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wären die Bilder vom ausbrechenden Vulkan nicht geringfügig späktakulärer als die Bilder von dem umstürzenden Reissack, den der Volksschüler Hui Ping Pong zufällig genau im rechten Moment mit seiner finnischen Handykammera filmte.

Und wäre da nicht die Asche, die Eyjafjallajökull seither ohne Genehmigung der EU in den europäischen Luftraum entsorgt. Die entsorgte Asche besorgt wiederum die Flugsicherheit, die sicherheitshalber mal den ganzen Schlamassel weiträumig absperrte.

Deswegen kommt der Eyjafjallajökull jetzt in jeder Nachrichtensendung vor und erfreut sich der größten Aufmerksamkeit. Komischerweise wird dabei aber nie sein richtiger Name ausgesprochen. Die Damen und Herren professionelle Nachrichten Sprecher drücken sich mit Formulierungen wie „der Vulkan“ oder „der Isländische Vulkan“ um die Nennung herum. Dabei gibt es sehr viele Vulkane auf Island, deswegen sollte man da schon journalistisch etwas genauer arbeiten, damit man nicht alle möglichen am Verkehrschaos völlig unschuldige Vulkane unnötig in Verruf bringt.

Eyjafjallajökull – Eyjafjallajökull – Eyjafjallajökull. Ist doch gar nicht so schwer! Okay, nochmal langsam Ey-Ja-Fjal-La-Jö-Kull.

In diesem Sinne, fröhlichen Montag!

2 thoughts on “Die Masche mit der Asche

  1. Pingback: Random Thoughts » Eyfa… Ejlafal… Eyjalayfa… Eylaljökall… ääh – der isländische Vulkan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.