Das macht mich wütend!

Pokern ist in, Pokern kommt überall im Fernsehen, jeder Pokert in jeder freien Minute mit seinem Handy und abends trifft man sich zur guten alten Pokerrunde mit Chips und Bier.

Und ein paar ehedem ach so seriöse Bänker verwechseln ihre Schreibtische mit Pokertischen und zocken munter mit Milliarden rund um die Uhr und rund um die Welt.

Und wenn man sich mal um ein paar Milliarden verzockt, is nich so schlimm, weil Papa Staat hats ja und kann einem großzügig mit dem einen oder anderen Steuergeld aus der Patsche helfen. Weil in Deutschland dürfen ja keine Banken pleite machen. Wegen dem Vertauen.

Und so spielen sie immer weiter, mit großer Chance und kleinem Risiko, denn der Gewinn freut den Aktionär und den Verlust trägt der Steuerzahler.

In diesem Sinne: Gute Nacht!!!

PPP

Offenbar wird es in Deutschland für bekloppte Randgruppenparteien immer einfacher in die Parlamente zu kommen. Deshalb denke ich darüber nach eine eigene Partei zu gründen, die PPP.

Die Populistische Panik Partei würde sich, im Gegensatz zu den heutigen Randparteien, nicht ideologisch festlegen lassen. Links oder Rechts ist viel zu eindimensional gedacht. Die PPP steht vorne. In der ersten Reihe!

Während herkömmliche Parteiprogramme quasi statisch sind und nur alle paar Jahre aktualisiert werden, gäbe es das Programm der PPP nur online und es würde täglich den akuten Sorgen der Wähler angepasst. Heute noch in der Bild, morgen schon im Parteiprogramm.

Die erste Version könnte etwa so aussehen:

Aussen und Sicherheitspolitik

Die Landesverteidigung wird an die USA (vermeintlich mächtigste Armee der Welt, Marines, Rangers, Tarnkappenbomber und jede menge Flugzeugträger) outgesourced. Es besteht kaum ein Zweifel daran, das die US-Streitkräfte die Sicherheitsinteressen der BRD besser vertreten können, als die Bundeswehr. Und beim gegenwärtig günstigen Dollarkurs lassen sich da womöglich sogar Einspaarungen realisieren.

Die Bundeswehr wird aber nicht abgesschafft, sondern zur reinen Sportfördergruppe umbebaut, mit dem erklärten Ziel, sämtliche Sportgroßereignisse wie Weltmeisterschaften, Europa- meisterschaften und Olympische Spiele zu gewinnen und zwar in allen Sportarten, die es gibt.

Innere Sicherheit

Straffällig gewordene Jugendliche werden ohne Ansehen von Herkunft und Rasse sofort in ein Dschungelcamp abgeschoben. Dort werden sie zur Strafe mit sinnlosen Spielen gequält oder müssen vor Dieter Bohlen vorsingen. Das Leben im Camp wird im Fernsehen übertragen. Die gebührenzahlenden Zuschauer dürfen sich mit ihrer GEZ-Nummer auf der Website dazu anmelden und darüber abstimmen, wer wann wieder zurückkommen darf.

Soziale Gerechtigkeit

Jeder Deutsche hat Anspruch auf eine schicke Wohnung, drei üppige Mahlzeiten pro Tag, ein Auto (nicht älter als 7 Jahre), und noch ca. 400€ Taschengeld pro Monat. Sollte das eigene Einkommen dafür nicht ausreichen, wird die Differenz unbürokratisch erstattet.

Steuern

Die PPP ist für die konsequente Einführung von Minderheitensteuern. Insbesondere der Reichensteuer, der Ausländersteuer und der Behindertensteuer (dafür kriegen die ja immer die besten Parkplätze).

Ein besonders dringendes Anliegen ist auch die Einführung einer Autobahngebühr für durchreisende Holländer.

Umwelt

Die Klimakatastrophe ist offensichtlich nicht mehr aufzuhalten. Deshalb sollten unpopuläre Maßnahmen zur CO2-einspaarung ab sofort unterbleiben. Vielmehr sollte die BRD ihre Erdölreserven verkaufen (Entlastung der deutschen Autofahrer durch sinkenden Ölpreis) und den Erlös in massenhaft Sand investieren, mit dem die tiefergelegenen Bundesgebiete an Nord- und Ostsee höhergelegt werden können.

Bildung

Die PPP fordert die Schaffung von gebührenfreien Ganztagselitekindergärten.

Gesundheit

Gute Ärzte sind Idealisten und sollten deshalb umsonst arbeiten. Dafür dürfen sie im Krankenhaus kostenlos essen und schlafen und bekommen alle notwendigen Arbeitsgeräte gestellt.

Alle Schulkinder werden regelmäßig gegen Vogelgrippe geimpft.

Gemein, gemein…

Neulich war ich beim Blödmarkt, um Geschenke zu kaufen. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass das keine besonders originelle Idee war. Vor allem auf dem Parkplatz herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände.

Nach wenigen Warteschleifen hatte ich Glück und konnte eine der begehrten Lücken ergattern. Auf dem (recht langen) Weg zum Geschäft konnte ich die unterschiedlichen Taktiken der anderen, noch suchenden, Autofahrer studieren. Es gab die Jäger, die ständig im Kreis fuhren, um freie Plätze zu finden und die Camper, die an strategisch günstigen Positionen anhielten um auf Ausparker zu warten.

Am Eingang angekommen, entschloss ich mich zu einem kleinen Streich und ging zielstrebig zurück zum Auto. Sofort heftete sich ein Jäger an meine Fersen. Natürlich kam es schnell zum Konflikt mit dem Camper, der meine Parkreihe belauerte. Beide tauschten ein paar unflätige Gesten durch die Windschutzscheiben und versuchten sich in die jeweils günstigere Ausgangsposition zu manövrieren.

Ich öffnete die Fahrertür und stieg ein. Dann griff ich genüsslich in die Mittelkonsole, wo die Bonbonschachtel steckt. Mit dem süßen Geschmack des Triumphs im Mund stieg ich wieder aus, schloss den Wagen ab, winkte den beiden Parkplatzgeiern fröhlich zu und ging schnell zurück zum Geschäft.

Zum Glück hatten sich die beiden inzwischen so vermanövriert, dass sie mich nicht mehr überfahren konnten.

Ich wünsche euch allen wunderschöne Weihnachten! Und falls mir dieses Jahr nix mehr einfällt, einen guten Rutsch und ein formidables Jahr 2008!

Frühstückseier

Sie sind braun oder weiß, mittel oder groß aber vor allem eiförmig. Gewissenhafte Menschen kaufen nur die Bio-Variante oder achten wenigstens auf Freilandhaltung. Hauptsache die Hühner sind glücklich.

Fast jeder den ich kenne ißt ab und zu gerne mal ein Ei zum Frühstück. Doch schon bei der Zubereitung scheiden sich die Geister.

Der eine mag es wasserweich, der andere gerne etwas härter. Für die meisten Leute aber, hat das perfekte Frühstücksei überwiegend festes Eiweiß und weitgehend flüssigen Dotter.

Doch wie kommt man zum perfekten Ei? Inzwischen gibt es sehr gute technische Lösungen in Form von automatischen Eierkochern.

Wenn man aber zwischen Brotbackautomaten, Joghurtmaschinen, Mikrowellen, Fritösen, Waffeleisen, Sandwichtoastern und dem ganzen andern technischen Schnickschack keinen Platz mehr findet für den Eierkocher, dann muss man die Eier auf althergebrachte Weise in einem Topf mit kochendem Wasser zubereiten.

Dazu kenne ich zwei Verfahren. Entweder man legt die Eier in den Topf mit kaltem Wasser und läßt sie, sobald es kocht, noch zwei bis drei Minuten drin. Oder man bringt erst das Wasser zum kochen und gibt dann die Eier hinein.

Die erste Methode hat den Vorteil, dass die gesamte Zubereitungszeit etwas kürzer ist und dass man angeblich auf das Anpieken der Eierschale verzichten kann. Es erfreut sich daher bei praktischen Menschen einer gewissen Beliebtheit. Mir ist das aber viel zu ungenau. Alleine zu entscheiden, ab wann genau das Wasser kocht ist sehr heikel.

Die zweite Methode funktioniert recht zuverlässig sobald man die Kochzeit an den Luftdruck und die Eiergröße angepasst hat. Das berühmte fünf-Minuten-Ei ist allerdings viel zu flüssig. Wahrscheinlich waren die Eier zu Omas Zeiten einfach kleiner.

Endgültig gespalten wird die Republik, wenn es darum geht, wie das Frühstücksei zu öffnen ist. Man unterscheidet Klopfer und Köpfer.

Die Klopfer benutzen ihren Eierlöffel, um die Oberseite (oder Unterseite) des Eis genüßlich weichzuklopfen bevor sie die Splitter nach und nach abpopeln.

Die Köpfer greifen zum Messer, holen kurz aus und trennen mit einem saubern Schlag den Eierdeckel ab.

Ich weiß nicht ob es schon Studien darüber gibt, und ich bin gerade zu faul das nachzugoogeln, aber ich bezweifle ernsthaft, dass Klopfer und Köpfer auf Dauer in Frieden zusammenleben können. Den Köpfern geht das umständliche getue der Klopfer nämlich schwer auf die Nerven, während die Köpfer eine gewisse Brutalität mitbringen, die der gemütliche Klopfer an seinem sonntäglichen Frühstückstisch einfach nicht haben möchte.

Meine Methode die Eier zu öffnen ist eine perfekte Kombination der Nachteile beider Methoden. Zunächst versuche ich durch vorsichtiges Klopfen ein paar Sollbruchstellen zu erzeugen. Dann versuche ich mit viel zu viel Unentschlossenheit das Ei zu köpfen und richte dabei meistens eine gewaltige Sauerei mit dem Eidotter an. Schließlich entferne ich durch sorfältiges Popeln die losen Splitter vom Eierrand.

Übrigens frühstücke ich Sonntags meistens alleine.

Zufall?

Verdienen sie, was sie bekommen und bekommen sie was sie verdienen?

Die große spannende Frage der sozialen Gerechtigkeit ist: Wieviel Gehalt verdient es irgendjemand zu verdienen?

Denn die soziale Gerechtigkeit gilt als erreicht, wenn jeder genau das bekommt was er verdient. Das ist klar. Was das ist, ist nicht so klar. Es darf auf keinen Fall zu wenig sein um ein angenehmes Leben zu führen. Es sollte aber auch nicht zu viel sein, um bescheiden zu bleiben. Lokführer bekommen möglicherweise zu wenig und Vorstände bekommen definitiv zu viel.

Das ist so Konsens, von ganz links bis über die neuen Mitten der Gesellschaft hinweg tief hinein in den braunen Sumpf rechter Stammtische. Die Diskussion läuft schon eine ganze Weile unter der Überschrift „Neiddebatte“. Schon dieser Begriff ist als großer Erfolg für die neoliberale Propaganda zu werten. Sagen die Linken.

Ist man automatisch neidisch, wenn man Millionengehälter von Führungskräften in Frage stellt? Oder ist man gar missgünstig, weil man denen da oben ihr Vermögen nicht gönnt? (Ist man ein Antisemit, wenn man Israels Aussenpolitik hinterfragt?)

Wenigstens in der Theorie ist alles ganz einfach: In einer Zeit, in der ‚Shareholdervalue‘ kurz davor steht, alle zehn Gebote auf einmal zu ersetzten, ist es kaum vorstellbar, dass die Vorstände von Aktiengesellschaften erheblich mehr Gehalt bekommen, als sie für das Unternehmen wert sind.

Schon mehrfach wurden mir von SPD-Politikern Sätze überliefert wie:“Es ist unmöglich, dass ein Mensch tausendmal besser ist als ein anderer, also sollte auch niemand 1000x mehr Verdienen.“

Das ist natürlich total gequirlter Quark. Bei fast allen Dingen des täglichen Lebens steigt der Preis irgendwann überproportional zur Qualität. Das gilt für Essen, Kleidung und technische Geräte genauso wie für Dienstleistungen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Fall abeschlossen? Nein, noch nicht ganz. In der Neiddebatte wird immer gerne von der Selbstbedienung der Vorstände gesprochen. Gibt es vielleicht eine Lücke im System, die das Grundgesetz der Marktwirtschaft umgehbar macht? Wer entscheidet eigentlich wieviel so ein Vorstand verdient?

Im Grunde ist so eine AG eine recht demokratische Veranstaltung. Jeder Aktionär hat ein Stimmrecht entprechend dem Nennwert seiner Anteile. Die Aktionäre wählen in der Hauptversammlung den Aufsichtsrat und der stellt den Vorstand ein. Das Gehalt des Vorstandes bestimmt also der Aufsichtsrat.

Da kommen wir dem Problem schon näher. Wer sitzt nämlich typischerweise in so einem Aufsichtsrat? Richtig, vor allem verrentete Exvorstände!

Jeder der eine Oma hat weiß, dass ältere Leute jüngeren gerne Geld zustecken, wenn sie es denn haben. Ich könnte mir vorstellen, das dieser Reflex sogar noch verstärkt wird wenn es sich nicht um das eigene Geld handelt. Erschwerend kommt hinzu, dass der Aufsichtsrat nicht selten zusätzliche Beraterverträge bekommt. Als Taschengeld sozusagen.

Folgendes Szenario wäre also denkbar: Ein Kartell aus Aufsichtsräten und Vorständen macht den Aktionären Angst, nach dem Motto:“ klar könnten wir auch einen preiswerteren Manager einstellen, aber dann könnte es sein, dass Ihr Geld nächstes Jahr um diese Zeit schon futsch ist… “ Die Aktionäre werden kreideweiß im Gesicht und nicken alles ab. Vorstand und Aufsichtsrat halten anschließend eine kleine „Nachtsitzung“ ab mit viel Schampus und Nutten ohne Ende.

Was mir allerdings bis vorhin nicht klar war, ist dass der halbe Aufsichtsrat aus Arbeitnehmervertretern besteht. Also Betriebsräten, Gewerkschaftsfunktionären und ähnlichen Gestalten, die immer am lautesten jammern, dass die soziale Gerechtigkeit noch immer nicht stattfindet.

Bei Gleichstand können die Aktionärsvertreter zwar die Arbeitnehmervertreter überstimmen, aber davon dass in Aufsichtsratssitzungen erbitterte Kämpfe um die Höhe der Vorstandsgehälter stattfinden hat man eigentlich noch nie was gehört.

Was heißt das jetzt also? Bekommen Vorstände doch angemessene Gehälter (1,5-8 Mio. € bei Dax-Unternehmen)? Stehen Arbeitnehmervertreter etwa auch auf Geld und Orgien? Ich weiß es doch auch nicht.

Aber eine kleine Anmerkung noch zum Schluss: Ich finde es sehr interessant, wie die Neiddebatte an einer Berufsgruppe völlig vorbeiläuft, die mindestens in der gleichen Größenordnung kassiert wie Vorstandsvorsitzende: Profifußballer.

Sie haben keine besonders große individuelle Verantwortung (in Arbeitsplätzen gerrechnet) und sicher wenige 18-Stunden-Tage pro Woche (Disko zählt nicht!). Sie kicken auch nicht 1000 mal besser als der durchschnittliche Hobbybolzer vom 1. FC Schießmichtot.

Warum fordert also niemand eine Gehaltsobergrenze für Profisportler, sagen wir mal zum Beispiel auf dem Niveau der Bundeskanzlerinnenvergütung? – Weil jedem klar ist, dass Deutschland dann im internationalen Fußball sehr bald keine Rolle mehr spielte.

Und das wäre doch auch nicht gerecht!

Sehr witzig!

Das Christentum geht von einem gütigem Schöpfergott aus, der die Menschen liebt wie Kinder.

Realistisch betrachtet ist das genaue Gegenteil der Fall, wenn man sieht dass leben meistens leiden bedeutet. Mal mehr mal weniger. Eltern versuchen ihren Kindern Leiden zu ersparen, wenn es irgendwie geht.

Ich glaube der Schöpfer ist, wenn es ihn denn gibt, ein gemeiner sadistischer Leutequäler, der sich köstlich amüsiert über die kleinen und großen Dramen die uns täglich passieren.

Bisher kann ich mich allerdings nicht beklagen, denn mein Leben verlief soweit ohne die ganz großen Tragödien. Ich denke der große Plan sieht vor, dass ich durch kleine subtile Gemeinheiten in den Wahnsinn getrieben werden soll.

Letzte Woche zum Beispiel: Ich hatte Zeit. Das Wetter war genau richtig. Kein Regen aber auch keine Sonne (bei Sonne soll man nicht Fensterputzen, das gibt Streifen). Also habe ich fast ein halbes Jahr nach meinem Einzug hier zum ersten mal Fenster geputzt.

Zwei Tage später bekomme ich einen Anruf von einer Fensterputzfirma, die im Auftrag von meiner Wohnungsgenossenschaft in meiner Wohnung die Fenster putzen soll. Gaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!

Das kann kein Zufall sein. Das hat jemand von langer Hand geplant und sich totgelacht über mich! Hundertprozentig!

Ach ja, noch was übers Fensterputzen: Es gibt auch ohne Sonne Streifen, man sieht sie nur nicht gleich so deutlich.

Böse Welt!

Böse Welt, ich hasse dich,
Ich möchte dich verheeren!
So oft warst du gemein zu mir,
Jetzt werde ich mich wehren.

Jetzt will ich dir nicht mehr verzeih’n
Das kanst du glatt vergessen.
Was zuviel ist ist zuviel,
Jetzt hab ich dich gefressen.

endzeit.jpg

Ozzi the Ozbourne

Vorhin habe ich im Radio „I’m a dreamer“, den wahrscheinlich letzten Hit von Ozzi, gehört. Das hat mich an ein paar lustige Erlebnisse erinnert, die ich hier gerne teilen möchte:

Es war wohl so in der 7ten Klasse als unser adventistischer Musiklehrer uns dazu zwang, Led Zeppelin Songs rückwärts zu hören, auf der Suche nach satanischen Botschaften. Für ihn war Ozzi so eine Art Obersatanist unter den obersatanistischen Rockmusikern.

Ob der gute Herr Grau jemals eine Folge von the Osbournes gesehen hat? Wie hätte er das wohl interpretiert?

Das zweite grandiose Ozzi-Erlebnis hatte ich, als ich das Video zu eben diesem „I’m a dreamer“ sehen durfte. Der Prince of Darkness vor entsprechender Kulisse, umgeben von langhaarigen, langbärtigen, headbangenden Heavymetalmusikern, mit lila getönter Sonnenbrille und grenzdebilem Blick. Und dann piepst es „I’m a dreamer….“.

Was lernt man daraus?

  1. Satan anzubeten bringt auch nix.
  2. Fledermausköpfe enthalten fast überhaupt keine Vitamine.
  3. Drogen sind schlimm! (n’kay?)

Fröhlichen Montag!

Jungfrauen, Jungfrauen

Es gibt nur einen vernünftigen Grund, sich selbst mitten in einer Menschenmenge in die Luft zu sprengen: Als Märtyrer kommt man ins Paradies, ist der Oberheld und hat bis zu 72 Jungfrauen zur freien Verfügung.

Das ist natürlich ein dummes Klischee, in Wahrheit geht es nicht um die Jungfrauen sondern um die Religion, unerträgliche Lebensumstände und gekränkten Stolz, aber trotzdem ist es das Detail mit den Jungfrauen, das im Zusammenhang mit Tschihad (Gesundheit) und Terrorkrieg immer wieder die meiste Aufmerksamkeit erregt. Und ich liebe Klischees.

Warum sind eigentlich alle so scharf auf Jungfrauen? Mir fallen eigentlich nur zwei Gründe ein:

1. Es ist immer ein schönes Gefühl bei irgendwas der Erste zu sein.

2. Man kann mit einer Jungfrau das absurdeste Zeug anstellen und behaupten, dass das völlig normal ist („Alle machen das so, wußtest du das echt nicht?“).

Das Problem mit Punkt eins ist, dass eine Jungfrau eben nur einmal als solche verwendet werden kann. Je nach Potenz und Selbstkontrolle würde ich mal schätzen reichen 72 Jungfrauen für 72 Stunden bis zu 72 Wochen. Und dann?

Punkt zwei kann, wenn man ein bisschen kreativ ist und nix durcheinander bringt, erheblich viel länger Spaß bereiten. Aber die Ewigkeit ist noch länger. Und wo steht geschrieben, dass die 72 Entjungferten nicht irgendwann zickig werden, wenn nicht jede die nötige Aufmerksamkeit genießen darf? Geschweige denn der Zirkus, wenn man mal einen Namen verwechselt, einen Geburtstag oder irgendein Jubiläum vergisst.

Wenn das stimmt, was die Prophezeihung sagt und wenn das im Paradies dann realistische Frauen sind und nicht die devoten Sklavinnen aus den übelsten Machofantasien, würde ich fast so weit gehen zu sagen, dass Selbstmordattentäter bekommen, was sie verdienen.

Fröhlichen Montag!