Transgene Mosquitos

Heute hab ich von einer schönen neuen Idee zur Ausrottung der Malaria gelesen. Mosquitos sollen so genmanipuliert werden, dass sie den Erreger nicht mehr übertragen.

Schön und gut, aber wie schafft man es, dass sich diese resistenten Mücken in der Natur gegen die Originale durchsetzen?

Ich finde, man sollte die guten Mücken einfärben. Dann erkennt man sofort: Grüne Mücke, beißen lassen. Nicht grün? – PATSCH!

Natürlich wird sich das leider niemals durchsetzten lassen, weil genügend empörte Bedenkenträger lieber Millionen Kinder an Malaria sterben lassen, als zu riskieren, das irgendetwas passiert, was sie sich nicht mal vorstellen können.

Dabei ist doch völlig klar was passiert. Transgene Mosquitos, voller manipulierter Mosquitogene, schwirren durch die Gegend bis sie jemanden stechen. Dabei gelangen natürlich die manipulierten Mosquitogene in die Blutbahn des Opfers, welches sich unvermeidlich verwandelt in…

(tatatataaaaaaaa)

MOSQUITOMAN!

Hmm, was hat der wohl für besondere Fähigkeiten…
… kleiner Typ, sehr behaart, gewaltiger Rüssel….

Arrgh, wie bekomme ich dieses Bild jetzt wieder aus meinem Kopf!

Praktikum

Mittlerweile bin ich ja schon fast ein alter Hase, was die Lehre an der Uni angeht. 2-4 Praktika pro Semester, dazu schon zweimal Vorlesung, etliche Skripte geschrieben und Prüfungen beigesessen. Trotzdem erlebe ich vor solchen Veranstaltungen immernoch eine gewisse Nervosität. Ich sag mir dann immer: Hey, das sind nur Studenten. Die haben viel mehr Angst vor dir, als du vor ihnen.

Übrigens hatte ich heute morgen einen großartigen Post für diesen Blog im Kopf. Irgendwas gesellschaftskritisches. Geistreich und wie immer voller beißender Ironie mit einer unwiderstehlichen Pointe am Schluss. Leider ist nach fast 8 h AFM-Praktikum davon nichts geblieben, als diese Erinnerung. Vielleicht fällts mir ja wieder ein. Schönes WE!

Grau ist alle Theorie

Aus Sun et al. Materials Science and Engineering A 390 (2005) 366–371:

Yao and Lordi [6], by using MD simulation, predicted the tensile stiffness of SWNTs at 1.0 TPa that increased with the decreasing nanotube diameter. Ozaki et al. [7] predicted that the stiffness of SWNTs was sensitive only to the nanotube helicity instead of the diameter. In contrast, Liu [8] found that the nanotube stiffness was independent of both the helicity and the diameter.

Die beste Einleitung der Welt

Ich bin inzwischen über den ersten Satz meiner Einleitung hinausgekommen. Ich kann schon soviel sagen: Sie muß großartig werden.

Eine erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit braucht vor allem drei Dinge: Eine großartige Einleitung (beim Paper reicht ein großartiges Abstract, die Einleitung kann auch bla sein), eine schöne Zusammenfassung (beim Paper als Conclusions getarnt) und dazwischen ein paar spektakuläre Bilder.

Ich glaube, die Einleitung ist entscheidend. Sie muss den Leser dazu bringen, sich wenigstens die Bilder anzugucken. Sie muss dem Leser etwas sagen, was er schon weiß, ohne ihn zu langweilen, sie muss dann etwas bringen, was der Leser noch nicht weiß, um ihn zu überraschen und neugierig zu machen, und am Ende den Eindruck erwecken, dass dieses Werk DIE Antwort enthält, oder zumindest enthalten könnte: Das Tor zur Glückseeligkeit, den neuen Klettverschluss oder wenigstens die Krebsheilung. Wenn der eine oder andere Leser bei der Einleitung schon ein bisschen weinen muss, kann das nicht schaden.

Mein aktueller Entwurf ist schon nicht schlecht, enthält vielversprechende Ansätze, ist aber noch nicht ganz da, wo er hin muss. Vor allem ist er noch zu kurz. Also beende ich diesen Ausflug in die Theorie des Schreibens, und wende mich wieder der Praxis zu (Dummerweise hab ich das Gefühl, dass dieser Blogeintrag von mehr Menschen gelesen werden wird, als meine mühevoll erstelle Doktorarbeit…).

Anfangen zu schreiben

Seit fast drei Jahren bastel ich an meiner Doktorarbeit. D. h. ich mache Experimente und sammle Daten. Jetzt ist es aber an der Zeit das ganze zu einer schönen Diss zusammenzuschreiben. Mein Plan war, Anfang Juni damit zu beginnen. Gut, da hatte ich Urlaub, im Moment ist Praktikum und das Projekt läuft ja auch noch weiter…

Jedenfalls kommt man in einer ehrlichen Einschätzung nicht drum herum, zuzugeben, dass ich etwas zwei Wochen hinter dem Zeitplan hänge.

Erst musste natürlich die Schreibumgebung eingerichtet werden. Miktex updaten, Winedt konfigurieren, Wörterbücher suchen etc., aber heute habe ich mit der Einleitung angefangen:

Unter den unzähligen wissenschaftlichen Disziplinen gibt es zwei, die in diesen Tagen besondere Aufmerksamkeit auch außerhalb der Wissenschaft erregen: Die Nanotechnik und die Biotechnologie

Das ist alles bisher. Nicht so doll. Aber immerhin! Das tragische dabei ist nur, dass ich neulich unter der Dusche eine großartige Einleitung formuliert hatte. Mit Witz und Charme, fachlich sachlich ohne langweilig zu wirken.

Leider hatte ich unter der Dusche nichts zum Schreiben dabei. Also fange ich nochmal an. Fällt mir bestimmt bald wieder ein. Vielleicht diesmal auf der Toilette, da hab ich wenigstens Papier.

Winzig groß

Neulich hat mich eine Kollegin um Unterstüzung bei einer kleinen Rechenaufgabe gebeten, weil das Ergebnis etwas überraschend war. Die Frage war sinngemäß: Wenn man ein Loch mit der Grundfläche 50µm x 100µm mit 5µl einer Flüssigkeit füllen will, wie tief muss dann das Loch sein. 5µl sind  nur 5 Millionstel eines Liters, aber ergeben immernoch ein (sehr kleines) sichtbares Tröpfchen.
Das dieses Tröpfchen aber in dem besagten Loch einen ganzen Meter hoch stehen würde, habe ich auch erst beim zweiten Nachrechnen geglaubt. Jetzt fragt sich nurnoch, wie man ein 1m tiefes Loch auf einen Wafer bekommt…